Jahrgang 
1876
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7.

Caeremonien, welche mehr oder weniger deutlich die sichtbare Darstellung eines Mythos geben, im Gegensatz zu den Teyönevæ oder isοο ⁵⁶υνι, d. i. der Cultuslegende oder der Deutung des Mythos, welche häufig nur den Priestern oder Eingeweihten bekannt war.¹) Somit lässt sich von vorn- herein annehmen, dass die Thätigkeit der Thyiaden bei den Winterfesten zu Delphi auf eine nach- ahmende Darstellung des Mythos hinausläuft. Dies wird denn auch durch die Notizen der Schrift- steller bestätigt, so besonders durch die oben S. 6 angeführte Stelle des Diodor IV, 3. Rapp hat(S. 11) vornehmlich auf Grund der Berichte des Pausanias über Panopeus und des Plutarch über das Collegium der Sechzehn zu Elis(vgl. unten S. 8) gefolgert, dass zwei wesentliche Bestand- theile der trieterischen Dionysosfeier die Abhaltung von Chorreigen und der Vortrag von Hymnen bildete. Die Diodorstelle bestätigt dies und erwähnt ausserdem noch ein von den Frauen voll- zogenes Opfer. Allein ich bin überzeugt, dass die Thätigkeit der Delphischen Thyiaden über die erwähnten Actionen weit hinausging. Das Mimetische bestand zu Delphi sicher nicht bloss darin, dass sie durch Bewegung der Chöre und Bakchische Attribute, wie Efeukranz und Thyrsos, das Rasen der mythischen Mänaden zur Anschauung brachten. Es lässt sich vielmehr trotz der ziemlich unbestimmt gehaltenen Zeugnisse nachweisen, dass die priesterlichen Functionen des Thyiadencollegiums auf dem Mythos von den Leiden des Dionysos beruhten. Darauf führt zunchst die Notiz des Plutarch de Is. et Os. 35 p. 365(Alrvrrioi ve αο αοοος τπν Odπένπα, dοmππνο glonrcν, dsuνννοωνσασ, κα dedο τοσν divgou Jei,νoα TTaαν αάοιποωςσ τταας τ 2υω⁶μυυmσ d-οxsεασσι νοοιέονισσυνννα ϑνοναασισν oε᷑ dGυοοm&‿ν*ασνν αοοσππτιοων εν ετ εεαέ roν ArroAdoονοs, oruy

al uddεο eyεiοασσ τν‿dννir) in ihrem Zusammenhange mit dem daselbst vorhergehenden, und

eben das bezeugen im allgemeinen die Erörterungen de ei ap. Delph. 9 p. 388 f. und de esu carn. 1 7 p. 996 c, sowie einzelne Ueberlieferungen anderer Schriftsteller, auf die näher einzugehen sein wird. Der Inhalt des Mythos ist nun in Kürze folgender: Dionysos Zagreus, des Zeus und der Perse- phone Kind, wächst als ein blühender Knabe in Verborgenheit auf. Im Spiel mit seiner Umge- bung begriffen überfallen ihn die Titanen, zerreissen ihn, kochen seine Glieder in einem Kessel und schicken sich an dieselben zu verzehren; Zeus kommt dazu, zerschmettert die Titanen mit, seinem Blitz und übergibt die Glieder des Zagreus dem Apollon, der sie im Delphischen Tempel peisetzt. Durch Zeus aber wird Dionysos wieder lebendig gemacht und geht schliesslich in den IHlimmel ein. Was nun die Darstellung dieses Mythos, welcher im wesentlichen mit der Ueberlieferung des Orphiker übereinstimmt ²), im Cultus der Trieterika betrifft, so werden wir uns dieselbe, wenn auch nicht in den Einzelzügen, so doch im allgemeinen, in ähnlicher Weise vorstellen dürfen, wie die, welche durch Jul. Firmicus Maternus für Kreta bezeugt wird. Derselbe erzählt nämlich, nachdem er den Mythos in seiner Weise ausführlich berichtet hat, folgendes: Cretenses feslos uneris dies statuunt et annuum sacrum trieterica consecratione componunt, omnia per ordinem facientes, quae puer moriens aut fecit aut passus est, vivum laniant dentiòbus taurum erudeles epulas annuis commemorationibus excitantes et per secreta silvarum clamoribus dissonis eiulantes ſingunl anlmi furentis insaniam cett.(de errore prof. rel. 6, 5 p. 84 Halm). Es kommt zunachst darauf an, die Aufeinanderfolge der einzelnen Festacte festzustellen ³²). Erwägt man die Ueberlieferung unbe-

¹) Vgl. Lob. Agl. 305. 148 ff. Welcker Gr. Götterl. I, 88 ff. Rapp a. O. S. 11; in Delphi: Plut. Qu. Gr. 12 p. 293 G und def. or. 21 p. 421 c.

²) Vgl. Lobeck de morte Bacchi I, 1 ff. und Agl. 547 ff. 615 ff.

³) Dieser Gegenstand ist in neuerer Zeit hauptsächlich von C. Boetticher und Chr. Petersen behandelt worden. Boetticher's Auffassung(Arch. Ztg. 1858 S. 219 ff. Berliner Winckelmannsprogr. 1858 S. 4. 9. 10; die neue Auflage der Tektonik steht mir nicht zu Gebote.), welche mit einer durchaus verfehlten Deutung der bekannten Dresdener Basis zusammenhängt, ist genügend widerlegt durch Friederichs(Bausteine S. 91 ff.), Wieseler(über den Delph. Dreifuss