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Ferner ist nirgends ausdrücklich überliefert, dass Jungfrauen ausgeschlossen waren, auch spricht weder die gottesdienstliche Anschauung, noch ein anderer Grund von Beweiskraft gegen die Theilnahme. Die Dichterstellen aber ¹) sind in sofern nicht ohne Gewicht, als sie die allgemeine Anschauung wiedergeben und als auch die ganze reale Feier auf einer Nachahmung der mythisch- poetischen beruht, vgl. Diodor a. O.: z³εςα vvαrα urd doorudd αιαεεν τάν ϑε α 5αεμε εειννννασαm Qαονντννπαςνωοοσσιασασν νμμννευνν ον εωννισον, μονμνμένννακα τς εσzwe„αeς τ ππααιν Trœοεοεενανν τ 5Ʒε μαάαάινα. Nach alledem, glaube ich, sind wir nicht zu der Annahme be- rechtigt, dass unverheiratete Frauenpersonen ausgeschlossen waren.
Dagegen geht aus den Hauptzügen der Mänadensage selbst mit ziemlicher Sicherheit hervor, dass an den nächtlichen Orgien der Trieteris Männer nicht theilnehmen durften. Aber allerdings wirkte das Delphische Thyiadencollegium auch bei solchen Gelegenheiten mit, an welchen Männer betheiligt waren, und dass gewisse Akte des Dionysischen Cultus zu Delphi sogar nur solchen, nämlich den Hosiern, vorbehalten blieben, bekundet die Notiz des Plutarch de Is. et Os. 35 p. 365 a, auf welche wir später zurückkommen. Dürften wir annehmen, dass die Worte, welche derselbe Schriftsteller cons. ad ux. 10 p. 611 d an seine Gattin Timoxena richtet, ²) sich nicht auf einen in seiner Vaterstadt Chaeronea stattfindenden Cultus bezögen, so würde daraus folgen, dass, abge- sehen von solchen gottesdienstlichen Verrichtungen, die ausschliesslich priesterlichen Personen zu- kamen, damals auch andere Leute, Männer wie Frauen, in die Dionysischen Geheimnisse zu Delphi eingeweiht werden konnten. In den vorhin angeführten Worten an die Klea(Is. et Os. 35 p. 364 e) und den daran sich schliessenden weiteren Erörterungen liegt ein zwingender Beweis dafür, dass Plutarch in diese Mysterien eingeweiht war, noch nicht, ³) und dass er manches nicht wusste, was den Thyiaden als 16 Gᷣ σννο bekannt war, davon zeugt seine Bemerkung über das Fest Herois Qu. Gr. 12, p. 293 c: I ϑ ͥowdos πενπτισα μυν⁶mνν ετνν öyον, Gασν oα 9ν1⁴ εᷣ&ν ε 1πν dρ̈ναν †αννειε ½sοεᷣα ν τι dναeνυκν sindosts. Immerhin aber war der theologisch gebildete Mann, der so lange am Delphischen Heiligthum in priesterlicher Stellung gewirkt hat ⁴), mit dem tieferen Sinn und den geheimen Riten der dortigen Dionysosverehrung in einer Weise vertraut, welche wir nur bei wenigen voraussetzen dürfen. Dies erkennt man aus seinen Schriften, welche, wie wir weiter sehen werden, für uns die Hauptquelle dieses Theiles der gottesdienstlichen Alterthümer von Delphi bilden.
II
1. Die von den Delphisch-Attischen Thyiaden begangenen trieterischen Festfeiern waren nach Pausanias X, 4, 2, oben S. 3, Orgien, ein Ausdruck, der von den Dionysischen Sacra mit Vorliebe gebraucht, gewöhnlich mit zasrai oder αασαπκασα gleichgestellt wird, an sich aber nichts anderes bedeutet, als was sonst ϑοσςςνα genannt wird, der Cultusbrauch, d. i. gottesdienstliche
¹) in denen Jungfrauen unter den Mänaden öfter erwähnt werden, z. B. Eurip. Bacch. 694, und zu Delphi Jon 551, fr. Hypsip. bei Schol. Ar. Ran. 1244. Vgl. Rapp S. 17.
²)„Mν ⁴μνν1ow rn, dAAAνν αοuες, bi ei ouα ποι⁴οςσ, deyovre, 6ᷣ οε⁵⁵έν oν⁴αα ταα‿ αυννευντν εαeνπν ⁶dε duυπνηεν 2riv, 0l0d³, öro νε σε πωατοιιςι 6*ο z rd ναru Fuνιodd rν πντι τνιν⁴νναοναςσυυιακασνν, d Gναιεν Gέ–⁴ο⁸ 05 Oιονντε. Ueber Dionysosdienst in Chaeronea vgl. Plut. conviv. VIII prooem. p. 717a.
²) Denn er redet von den Mysterien des Osiris, nicht des Dionysos. Dies übersah Chr. Petersen, Delph.
Festcyclus S. 21. Der Athener Moiragenes, den Petersen ebend. nach Plut. conviv. IV, 5, 1, p. 671 c anführt, war
zwar eingeweiht, aber zu Athen. ⁴) vgl. Volkmann, Leben, Schriften u. Philosophie des Plutarch von Chaeronea I S. 55.
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