Jahrgang 
1876
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Poitropios. Die Winterfeste des Dionysos zu Delphi wurden nun, wie auch sonst vielfach in Griechen- land, trieterisch begangen, d. h. sie fanden ασα ετοε(So Paus. VI, 26, 1. VIII, 3, 1. X, 4, 2), ein Jahr um das andere, statt, also, dass auf ein festliches Jahr allemal ein festloses folgte. Die Epoche dieser Trieteris nachzuweisen ist bis jetzt noch nicht gelungen. Was die zwischenlie- genden festlosen Jahre betrifft, so lässt sich, da nach den Worten des Plutarch angenommen werden muss, dass die drei Wintermonate ein für allemal dem Dionysos geheiligt waren, voraus- setzen, dass es auch in ihnen nicht ganz ohne Bakchische Feiern abging, wenn dieselben auch einfach und volksthümlich gewesen sein werden, wie es die Weinernte und die Bereitung des jungen Rebensaftes mit sich brachte. Denn der Anbau des Rebstocks ist in der nächsten Umge- bung von Delphi von jeher mit Emsigkeit betrieben worden; schon im Hymnos auf den Pythischen Apollon v. 260 heisst das nur drei Viertelstunden unterhalb Delphi gelegene Krisa dsντε⁴oεσσα, und noch heute wird ebendort und bei Kastri der Weinbau betrieben; Arachoba, das alte Ane- moreia, an der östlichen Grenze des hochgelegenen Delphischen Thales und des heiligen Tempel- landes, erzeugt einen guten und starken Wein, von dessen Anbau die Einwohner hauptsächlich leben. ¹) Solche Verhältnisse konnten nicht ohne Einfluss auf den Gottesdienst bleiben.

2. Thyiaden hiessen in Delphi eine Anzahl priesterlicher Weiber, welche von amtswegen berufen waren, in Nachahmung der mythischen Bakchen des Thiasos dem Dionysos die trieteri- schen Feste zu feiern. ²) Mit den Delphischen Thyiaden vereinigten sich zu diesem Behufe die Mitglieder eines gleichen Collegiums, welches in Attika bestand. Das Hauptzeugniss für diese Thatsache steht bei Pausanias X, 4, 2. Dort sagt nämlich der Perieget, er habe nicht gewusst, weshalb Panopeus bei Homer z⁴⁴ενοοs genannt sei, rroνν*π ⁵⁴εαeανωνν ⁶υσ r τα ννυαο ουιμιεμ̈νιόιν νυ⁴νσνν ε uοαdsς νναese εν siνιν αυιαi, ο⁷ se 70 ITAονναάν TTaαed ros rai de au«æd dαess 1eAνν ⁴eνσυ d‚να ᷣcvς. r‿νπαε τα Sνιαο ααν 1y 2E A9rvG 600 ax αἀν‿‿αν ⁷oods οτα᷑eνα 2du νπαχι οi Havosd 2νάνεέσm᷑ ex eried*αι ες τνν‿τ Hlνοννςα ομeνG⁷Oοσνσμμσαέειν τμέμ ν‿ ονυ⁴ςνν dοα τυν ½οοσν. Die Attischen Thyiaden bilden also eine Theorie, worauf die Erklärung des Hesychios sich zu beziehen scheint: 9νσοαειςεεε αἀ πeαιι τυν‿ lυνναον dæuzœ.¾ Die heilige Theorenstrasse, auf welcher nach Ephoros bei Strabon IX, p. 422 einst Apollon selber von Athen nach Delphi zog, 1νακοο νντ νκννοένα rreuαovce, führte nach der gewöhnlichen Ansicht ³) über die Thriasische Ebene nach Oinoë und, Eleutherae und von da durch den Pass von Dryoskephalae über den Kithäron ins Boiotische Gebiet. Dort berührte sie wahrscheinlich Theben und Lebadeia, dann Chaeronea, Panopeus, Daulis, die Schiste und Anemoreia, von wo Delphi in zwei Stunden erreicht wurde. Der ganze Weg beträgt etwa 20 Meilen. Aus Pausanias Worten scheint sich zu ergeben, dass die Theorie der Thyiaden unterwegs einen ähnlichen Aufruhr überall erregte, wie dies von der Daphnephorie des α dααραõ nach Tempe berichtet wird. Was übrigens das Stellen der Chöre betrifft, so scheint es zwar bedenklich, mit Pausanias anzunehmen, dass schon zu Homer's Zeiten(Od. XI, 580) diese Thyiadenzüge stattfanden, immerhin ist aber doch von der merkwürdigen Thatsache Notiz zu nehmen, dass in der fast ungemischt Griechischen Bevölkerung der Gegend von Daulis und Anemoreia

¹) Dodwell-Sickler I, 1 S. 281. Fiedler I, S. 134. Thiersch Topogr. v. D. S. 7. 22. Ulrichs R. u. F. I, S. 10. 130. Merian Topogr. v. D. S. 8. 12. Vischer Skizze des Parnass S. 5. 9. 12.

¹) Dies ist nachgewiesen in der klaren und nüchternen Abhandlung von A. Rapp über die Mänade im griech. Cultus, in d. Kunst u. Poesie Rh. Mus. XXVII, S. 1 ff. 562 ff., auf welche wir noch öfter zurückkommen werden.

3) O. Müller Dor. I, 242 f. Ulrichs I, 147. 129. E. Curtius, z. Gesch. d. Wegebaues S. 20. 27, nimt an, dass die heilige Strasse in Attika zunächst durch die Tetrapolis in das Asoposthal führte. Nach Milchhöfer, über den att. Apollon S. 56, ging sie über Acharnae und Phyle nach Theben.