Jahrgang 
1875
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markgrafen die falsche bezeichnung der ein lantgrare zu Myſsen was. das allein richtige geben wieder FGDr. der eun margraffe zcu Myſſen was.

643, 25. In Erfurt war ein aufruhr und aufstand gegen die pfaffen ausgebrochen. da kam der erzbischof Matthias von Mainz nach Erfurt ande deme gyngk man mäit den erutzen ent- gegen gar erlichen. L. die worte sind lückenhaft und aus FG zu schreiben mit den cruczen vnd Kerczen. die richtigkeit dieser lesart ist um so weniger zu bezweifeln, da auch in dem chron. Sampetr., dem J. Rothe hier nacherzählt hat, zum jahr 1324 geschrieben steht: uapropter circa ſestum s. Partholomaei drchiepiscopus Mathias veniens Erfordiam cçum processione et crucibus, æandelis el religuiis sanctorum honoriſice est susceplus.

648, 20. Der kaiser Ludwig setzte seinem sohne zum vormund seinen eidam lantgraven Frederiche marggrave zu Myſsen on dem Ostirlande. L. die verbesserung dieser fehlerhaften stelle findet man in FG lantgraffin Frederichin margrafhin czu MWiſsin vnde in dem Ostirlande.

652, 10: unde die von Erfforte die is nilden mit dem capitel undée mit deme gekornen, die hatten vit phafren n der stat u. s. w. L. auch hier dürfte die hs. G, wenn auch allein, das richtige darbieten, welche nach deme gekornen noch bischoffe hinzufügt, in F ist die stelle noch mehr verdorben, es fehlt nicht bloss vischoffe, sondern auch hilden;, bei Mencken ist der abschnitt nicht vorhanden.

657. Im jahre 1332 war zwischen dem landgrafen Friedrich dem strengen und seiner mutter Elisabet ein streit und zerwürfniss entstanden umbe ir metegabe unde leipgedinge das ir seyn vater seliger bescheiden hatte unde gemacht, das was Gotha Rachſs undée stat mit seyner zuge- horunge. so L und dem inbalte nach auch Dr. dass diese worte nicht in ordnung sein können, zeigt klar und deutlich das nächste cap.; darnach ward die mutter mit ihrem sohne ſso entsatzt das sie behielt Gotha unde Jehne unde Tennebergk kegen EWiſsensee, das behielt ir ſson Frederich. alſo genugete ir wol unde zouch zu Gotha uf das sloſs unde nilt do hußs bis an êr ende. ebenso und noch bestimmter die quelle, aus welcher der chronist seine erzählung geschöpft hat, das chr. Sampetr. zum jahre 1332(pag. 167). dort finden wir folgendes erzählt: Anno Domini 13 2 facla est discordia inter Fridericum marchionem et matrem ipsius marchionissam pro dote ipsius mar- ehionisse. nam marchio impetebat Gotam et Wiszenwels, dicens sibi magis gqudm matri illas com- petere civitates. und dann zum folgenden jahre: Anno Domini 1333 Ludemicus imperdlor Ho- manorum cired festum penthecostes venit in Iarperc, pacem et concordiam faciens inter marchionenm et matrem ejus et inter cives Erphordenses et Motlhusenses mediante et interloguente Bertoldo comite de Hennenberg, tali modo discordiam inter marchionem et civitatenses inducidvit à ſesto Jacοbn venturo usque ad festum Jacobi futuri anni. marchionisse vero matri sue dimisit marchio civilates gotua, Gene et Tennebere cum adiacentibus castris et advoculids edrum el monasterium Reinersborn gum adtacentibus sihi bonis, Hiszenvels vero ipse obtinuit. diese worte des Erfurter chronisten dem Joh. Rothe auch sonst genau nacherzählt, durften den hsgbr. der Eisenacher chronik doch wohll aufmerksam machen und bestimmen zu dieser offenbar fehlerhaften stelle noch die eine oder andere hs. nachzusehen. nach G war das leibgedinge der markgräfin Elisabet Gollie huez vnd stad mit siner zeugenorunge vnd mas Wiſfensehe huz und sjtad mit siner zeugehnorunge. dieselbe angabe findet sich auch in F, nur in der dieser hs. eigenen schreibweise, welche am ende die wörter regelmässig kürzt. die frage, ob Weissenfels oder Weissensee zum leibgedinge der landgräfin Elisabet gehlörte, mag hier unerörtert bleiben. dagegen möchte ich noch bemerken, dass wie der aufang des cap. in IL. und der Sondersh. hs. entschieden lückenhaft ist, der schluss desselben interpolirt und zugleich falsch interpungirt sein dürfte. in der ausgabe steht: alfso quam her(der kaiser Ludwig, des markgrafen schwiegervater) dornoch kegen Warpergk und richle die muter mit dem ſsone, unde die von Erfforte unde die von Molhufsen gruntlichen unde gantz mil laudgraven Fredrichen. mit allen seunen graven unde mannen n dem lande zu Doringen wart gruntlichen unde gantz do