Jahrgang 
1874
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her vant eynen weynstuck hs. L. in F fehlt das vor Noe. demnach ist Rothes schreibart angemes- sen herzustellen es qudam eynes tagis, also Noe des ackirs phlag vnde den erbeite, daz her vant eynen winstog u. s. w. gleich nachher lesen wir von Noah unde lagk do unvorsonuen n seyme tabernakel an der hutten. statt an der h. steht in F onder hutten. es ist zu schreiben n sime tabirnakel addir nutten.

36, 16: noch den 10 Jaren do gossen die Krichen egn grosses erin ross, das vier hun- dert gewapente dor n gyngen, vnde die beslossen sich dorgnne. unde sie stissen do die buden an unde zogen ap. in SE fehlt sie nach unde, ganz übereinstimmend mit Rothes sprache und schreibweise. das punctum vor unde ist zu streichen und die nachfolgenden worte mit den voran- gehenden in einen satz zu verbinden.

40, 11. Romulus und Remus wurden von einer wölfin gesäugt. alsso stehen sie noch zu Rome elzlichen enden. so übereinstimmend SF. der schreiber von hs. setzte an etzlichen enden. Rothe hat aber immer diesen dat. plur, mit einem zahlwort oder adjectivum als adverb. ohne eine praeposition gebraucht, wie in den ältern und bessern hss. immer, und selbst in der Sondersh. hs. noch an vielen stellen geschrieben ist. dieselbe interpolation kommt wieder vor 665, 3: das man an etzlichen enden die erde kume vor on(den käfern) gesach. ferner steht 147, 15 gn allen enden; 117, 8 unde entprante die stat an vier enden, 136, 16 do less Nero Rome an vier enden ansto- ssen. übereinstimend lassen in diesen drei stellen SF in und an weg. in den beiden letzten stellen ist jedenfalls zu schreiben viern enden. vgl. Nib. 2046, 2:

Lat einen uz dem gademe nint komen über al:

so heiz ich viern enden züunden an den sal 163, 27 heisst es von den Sachsen vnde stormetin dy stad zcwen endin. so Dr., dagegen hs.: an zwen enden. auch 705, 23 wird an in den worten das etzliche under on an zwen enden gefan- gen worden zu streichen sein. 595, 16 hat Dr. vnde vorhilden en wol dren enden;, hs. und L an dregen enden. in Schlorffs abschrift der ersten dür. chronik von Joh. Rothe ist immer dieser adverbielle dat. pl. hewahrt.

46, 13: dornach ſso lass her uss dem volke hundert tussent die stercksten unde gere- disten die her vant unde nante die ritter umbe deswillen, das sie ryten unde striten sulden.Das Wortspiel ist folgendem Satz des Martinus Polonus nachgebildet: mille etiam pugnatores elegit: quos a millenario numéero milites appellavit Wenn der Chronist 100,000 daraus macht, so bedenkt er nicht, was er Cap. 47 zu erzählen weiss, dass Rom damals 84,000 Einw. hatte dieser fehler fällt nicht dem chronisten, sondern dem schreiber der Sondersh. hs. zur last. in S wenigstens fehlt hundert, in F steht nur: darnach lass er auss dem volgk dy sterkisten vnd geredisten. leicht konnte hier ein schreiber zu den worten des vorigen satzes koss do uss dem volke hundert der eldisten abirren und so hundert vor tussent wiederholen und einschalten.

1333, 17: unde do dieselben Petraculi die man nennet Sachssen unde zu latin Saxones, das allis lutet zu deutsch die Kessolgnge, wenn is gar harte voll was zu der urbeit unde zu Streiten vnde do sie zu lande ͥwomen unde sich do zu bleiben stalten u. s. w. so L mit

der bemerkung:unde do sie fehlt Dr. ob dieser zusatz in der Sondersh. hs. sich vorfindet oder eigene ergänzung des herausgebers ist, lässt sich aus der knappen anmerkung nicht ersehen; in F fehlen gleichfalls diese überflüssigen worte. wer Rothes schreibweise kennt, der gern und oft einen erklärenden zusatz auf den andern häuft, wird es ganz unnöõthig finden den angefangenen satz nach den zwischensätzen durchunde do sie wieder aufzunehmen. In Dr. ist die stelle richtig und verständlich so geschrieben: vnde do dyselbin Petrioli, ds man nennit Sachsin vnde zeu latin Saxones, das alles lutet ſdeutet F. dutet?) zeu dutsch dyu Keselinge, wan ez gar hart volg was zcu der erbeyd vnde zcu striten, zcu lande quamen vnde sich do zcu blibin staltin etc.

19, 3. Es Qwam egnes tagis alsso, das Noe des ackers phlagk unde den arbeite, das