Bischofe vnde mit deme lantgrafin zcu Doringin, so nam her dy Hessin an sich, Kreig her danne mit deme Bischofe vnde mit den Hessin, so nam her dy Doringe an sich. das eingeklammerte nam fehlt in Dr. und ist sicher aus F zu ergänzen, vielleicht auch daraus die benotigen Doringe herzustellen. das adj. benotec ist in den wbb. noch nicht verzeichnet.
Ich beschliesse das verzeichniss übersehener lücken mit einer stelle, wo der hsgbr. den fehler der hs. nicht aus Dr. oder F verbessert hat, sondern zu erklären sucht, indem er dem chronisten eine unrichtige zählung schuld gibt. c. 228 beginnt: Mentze gewan hir nach keisser Otten son zu eyme bischouffe, der hiess Wilhelmus, unde der was der 30. bischoff von sente Bonifacio. dazu steht unter dem texte:„Der Chronist zählt die cap. 194 aufgeführten 16 Vorgän- ger des Bonifacius mit.“ sieht man den abdruck der Dr. hs. bei Mencken p. 1660 nach, so findet man dort: Menzce gewan hirnach keyser Ottin son zcu eyme Bischofe, der hiez Wilhelmus, vnde der was der drissigste Bischof zcu Menzce vnnd der firzcende erzcebischof von sente Bonifacio. ebenso F. dasselbe liest man auch in Schlorffs abschrift der kleinen dür. chronik bl. 193 b: der selbe e isser ottho hatte czwene sone, der hiess eyner ottho vnde der wart nach om keisser, vnde der andere hiess willehelm, den machte her æzu eme bisschoffe cgu Menteze vnde der was der drissigste bisschoff da selbis vnde der virczehnde ertzbisschoff noch sente Bonifacio vgl. histor. de landgr. Pist. c. 10. p. 1303.
Eine lücke möchte ich dagegen c. 670 annehmen, obgleich die hss. nicht von einander abweichen. es wird erzählt, dass der landgraf Friedrich der zweite mit den Erfurtern Arnstadt belagerte. die Erfurter verlangten, dass die stadt nach ihrer einnahme zerstört werden sollte; diesem ansinnen widersprach der landgraf mit seinen grafen und herren, mannen und städten, die unter seine herrschaft gehörten; vnde also wolde der lantgrafe numme davor ligin vnde zcoch abe, also tadin ouch dy von Erfforte werdir(lies: wedir) in er stat. sollte nicht hier etwas aus- gefallen und zu schreiben sein: aso tadin ouch dy von Erfforte vnde zcogin wedir in er stat? auch am ende von c. 740 scheint ein wort zu fehlen. eine anzahl bauern aus den dörfern um Gotha überfielen die juden in der stadt unde ermorten sie unde nomen on ir habe, was sie fundin, unde do lieffen die burger zu unde begriffen in egn teil, die worden mit gerichte enthoupt umbe deswillen das sieé sogethane gewalt ane des fursten unde ane des ratis der stat zu Gotha getreben hatten, hier möchte wohl zu ergänzen sein das sie sogethane gewalt ane des fursten wissen unde ane des ratis der stat zu Gotha getreben hat ten.
Mit unrecht dagegen vermuthet der hsgbr. eine lücke in 54, 9: do worden vil seyner ritter vnde lewte— von eyner slangen, vnde nn dem schilffe do woneten, fressen unde vorterbit. dazu die bemerkung:„Ein relatives unde(worauf dann wonete folgen müsste) ist kaum glaublich; es wird etwa zu ergänzen sein: deren viele da waren und.“— eine solche ergänzung wäre hier ganz unstatthaft. denn dass Attilius mit seinen leuten nur die eine schlange, die ihnen schaden gethan hatte, aufsuchte und erlegen wollte, sagt die nachfolgende erzählung ganz bestimmt; wie hätte er nun diese unter den vielen schlangen, die sich in dem schilfe sollen aufgehalten haben, ausfindig machen und mit ihr in einen kampf sich einlassen können, ohne zugleich auch von den andern angegriffen und verfolgt zu werden? F hat daher wohl das richtige: von einer schlangen, dy in dem schilfe do wonete.
560, 9: unde alsso an dem 1s. tage des morgenss fru vor tage hs. hier meint hr. v. L., dass nach tage einzuschalten sei des meen. in F finden wir des meyen statt des morgens, was vor den nachfolgenden worten fru vor tage hier ganz überflüssig ist.
Wie durch auslassung so ist auch durch einschaltung einzelner worte die Sondersh. hs. an verschiedenen stellen verdorben. von diesen interpolationen waren manche mit hilfe der beiden bs. SF. bestimmt zu erkennen und sicher auszuscheiden. hier nur einige beispiele.
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