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Honorant son esprit gaillard et bien appris,
Luy fit présent d'un Bouc, des Tragiques le prix. Ja la nappe estoit mise, et la table garnie
Se bordoit d'une saincte et docte compagnie, Quand deux ou trois ensemble en riant ont poussé Le père du troupeau à long poil hérissé:
Il venoit à grands pas ayant la barbe peinte, D'un chapelet de fleurs la teste il avait ceinte, Le bouquet sur l'oreille, et bien fier se sentoit Dequoy telle jeunesse ainsi le présentoit:
Puis il fut rejeté pour chose méprisée
Après qu'il eut servy d'une longue risée,
Et non sacrifié, comme tu dis, menteur,
De telle faulse bourde impudent inventeur.“
Die Quelle der Cléopàâtre captive ist Plutarchs Biographie des Antonius, ihr Grundgedanke, das Ende der beiden Liebenden dramatisch darzustellen, sie hat nach der Horazischen Regel Ep. ad Pis. 189:„neve minor, neu sit quinto productior actu Fabula“, 5 Acte, der 1. und 4. in Alexandrinern, die auch später immer für den Dialog beibehalten worden sind, die drei andern im Zehnsilbler. Die Handlung ist, wie bei den Alten, sehr einfach, enthält überhaupt wenig Handlung, der auftretenden Persouen sind wenige, die sog. Aristotelischen Einheiten streng beobachtet, auch die Chöre fehlen nicht. Man sieht, die Dichtung ist, wie oben schon bemerkt wurde, ihren äussern Umrissen nach eine Copie der Alten, indes- sen mangelt doch auch, ihrem innern Wesen nach, eine gewisse Originalität nicht, und besonders be- achtenswerth dürfte es sein, dass auch schon die Eigenthümlichkeiten der spätern französischen Tra- gödie, die Rhetorik der Sprache, das Pathos, die Vorliebe für sententiösen Ausdruck, sich unschwer erkennen lassen. Eine weitere Analyse des Stückes wird hier nicht beabsichtigt, zumal der vortreff- lichen, erschöpfenden Würdigung bei Ebert kaum etwas Wesentliches hinzugefügt werden könnte: nur so viel sei noch einmal bemerkt, dass, wie gros= auch die Kluft unläugbar ist, zwischen einem Britan- nicus und der Cléopaätre, diese doch der Prototyp der französischen Tragödie, nicht blos der historische Anfangspunkt derselben, in sofern zu nennen sein möchte, als sie den sich damals verbreitenden Ge- schmack für die alte Kunst gleichsam fixirte. Voltaire bemerkt in seiner Vie de Molière: il est bien difficile de réussir avant l'àge de trente-quatre ans, dans le genre dramatique, qui exige la connaissance du monde et du coeur humain.“ Jodelle dichtete seine Cléopâtre im 20. Lebensjahre. Er besass eben ein bedeutendes, früh sich entwickelndes Talent, und eine Leichtigkeit des Schaffens, welche wirklich an das Wunderbare anstreift. Nichts schien ihm, sagt Pasquier, unmöglich, worauf er seinen Geist richtete. 500 lateinische Verse schrieb er in einer Nacht über irgend einen gegebenen Gegenstand, sein Lustspiel Eugène war das Werk von 4 Sitzungen, die Cléopatre kostete ihm 10 Morgen, ein zweites Trauerspiel, Didon se sacrifiant, kaum mehr. Es war gewiss sein grösster Fehler, dass er es unter- liess an das, was er so, mit ungeduldiger Hast und stürmischer Eile, hingeworfen hatte, die feilende, sorgfältig bessernde und nachhelfende Hand anzulegen. Dennoch war sein Erstlingswerk mit ungeheurem Beifalle aufgenommen worden. Kaum war Ronsard's Name gefeierter als der seinige, man pries ihn im Gedicht und Lied. Aber er verscherzte sich die Gunst des Hofes und der Grossen, die königliche Unterstützung wurde ihm entzogen oder floss ihm nur sehr spärlich zu, er gerieth in die bitterste Ar- muth und starb schon im 43. Jahre seines Lebens, ohne geleistet zu haben, wozu er durch sein Talent berufen und befähigt war. Das übermässige, leicht gewonnene Lob erzeugte in ihm Eitelkeit und Selbst- überschätzung, und seine Verarmung scheint auch zum Theil die Folge sittlicher Verirrungen mancherlei
Art gewesen zu sein.
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