Jahrgang 
1868
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mochte er seine Mitschüler weit überragen, desto grösserer Anstrengung bedurfte es wol, die Lücken seines Wissens auszufüllen. Sieben Jahre, von 1541 oder 42 an, vergrub er sich im Collége de Coqueret unter Büchern, er pflegte bis 2 oder 3 Uhr Nachts zu arbeiten, dann weckte er seinen Freund Baif, n verlassen hatte. Die Lehrer nicht minder als seine Mitschüler waren überrascht von seinen Fortschritten, von der Kühnheit seiner ldeen, bald besass er unter seinen Studiengenossen jenes Uebergewicht, welches hervorragenden Geistern über ihre Umgebungen niemals fehlt. Einst begegnete er auf einer Reise, wie es scheint im J. 1548, als das Ende seines strengen Schulnoviziates nahe bevorstand, dem jungen Joachim du Bellay, einem Verwandten jenes berühmten Jean du Bellay-Langei, von welchem Gaillard sagt, dass er am meisten unter allen Gesandten dem Namen seines Königs Franz an fremden Höfen Achtung zu verschaffen gewusst habe. Ronsard bestimmte den ihm bald Befreundeten nach Paris in Dorat's Schule ihm zu folgen, um unter ernsten Studien die Lücken einer mangelhaften Jugendbildung ebenfalls auszufüllen. So kam Du Bellay in jenen Kreis eng mit ein- ander verbundener, für Wissenschaft, Poesie, Vaterland begeisterter Jünglinge, deren eigentlicher Mittel- punkt Ronsard war, und schon im J. 1550 tritt er hervor mit seiner Défense et Illustration de la Langue frangaise, dem Manifeste gleichsam der neuen Dichterschule. Was enthält nun das in der That Epoche machende Werk? Nicht blos, wie man nach dem Titel glauben könnte, eine Schutzschrift ist es und Verherrlichung der französischen Sprache gegen deren Verächter, sondern auch ein Verdammungsurtheil über beinahe die ganze nationale Dichtung und ihre damaligen Vertreter, ein Aufruf zum ernstesten Studium der Meisterwerke des Alterthums, die man en sang et en nourriture verwandeln müsse, um so sich zu eignen Schöpfungen zu befähigen. Sage man nicht, der Dichter werde ja geboren, gelehrter Bildung bedürfe es nicht, qui désire vivre en la postérité doit, comme mort en soi-mème, suer et trembler maintes fois doit endurer la faim, la soif et de longues veilles. Lis done, et relis jour et nuit les exemplaires grecs et latins(Saite-Beuve. Hor. Ep. ad Pis. 268 sqq. 413). Mit unsern Balladen, rondeaux, virelais, chants royaux, chansons, wird weder die Sprache gewinnen, noch die Unsterblichkeit gewonnen, über- lassen wir diese Spielereien den Jeux Floraux von Toulouse, verpflanzen wir vielmehr die Dichtungsarten der Alten, die Elegieen eines Ovid, Tibull, Properz, das Epigramm des Martiak, die Ode, die Ekloge auf unsern Boden, ersetzen wir unser Coq-'ane durch die Satire, die Farces und moralités durch Komödien und Tragödien, erheben wir uns zum Epos eines Hlomer und Vergil, und schaffen wir uns eine edlere poetische Sprache, die nichts gemein haben darf mit des Volkes niedrigem Ausdruck. Das sind ungefähr die Grundgedanken der Schrift Du Bellay's, die mit ihren zahlreichen, sehr greifbaren Anspielungen auf damalige Dichter, den Widerspruch dieser eben so wohl, als aller Anhänger der alten Schule hervorrief. Es war indessen nur ein kurzer Kampf, eine förmliche Widerlegung versuchte aur Charles Fontaine in seinem Quintil Horatian(1551), die jungen Rebellen, die nicht säumten mit eignen Dichtungen hervorzutreten, blieben Sieger, mehrere sogar ihrer anfänglichen Widersacher gingen in ihr Lager über und bekannten sich zu ihren Grundsätzen, die, begünstigt durch die fortschreitende Wissen- schaft, von nun an, wie gesagt, ein halbes Jahrhundert lang, die allein herrschenden blieben. Es ist hier nicht der Ort über die eignen Leistungen der jungen Dichter, die so viel verheissen hatten, ein Urtheil versuchen zu wollen. Auch schon bei den Zeitgenossen fanden nicht Alle gleiche Gunst und Ahunerkennung, aber classische Bildung und ein wirklich ideales Streben lässt sich ihnen nicht absprechen. Es waren frühreife Geister, die in Dorat's Schule kaum zu Jünglingen erwachsen, unmittelbar darauf die literarische Laufbahn betraten, und von denen Manche, wie dies nicht selten geschieht, mit frühem Tode für übergrosse geistige Anstrengung zu büssen hatten. Nur über Ronsard allein herrschte keine Meinungsverschiedenheit, so ist kaum Voltaire, Göthe gefeiert worden. Die Gelehrtesten, Stimmfähigsten, Besonnensten, De Thou, L'IHospital, Julius Cäsar Scaliger, Lambin, huldigten ihm am meisten, Muret schrieb einen Commentar über seine Sonnette, in den Oden, Elegieen, der Franciade, sieht der geist- reiche Montaigne die antiken Vorbilder, Pindar, Horaz, Tibull, Vergil erreicht, in ihm die französische

der nun den Platz einnahm, den er soebe

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