4 zu sein, um da zu sterben. Bald nach seiner Ankunft erkrankte er in Fontainebleau, und hier verschied er auch, im eigentlichsten Sinne des Wortes in den Armen des Königs, der theilnehmend, in eigener Person, sich nach seinem Befinden hatte erkundigen wollen, 1519. Dann folgte des Königs Einladung Andrea del Sarto und Rosso Rossi, dem die Oberleitung der in Fontainebleau auszuführenden Arbeiten über- tragen wurde. Um die Ausschmückung dieses Schlosses machte sich besonders Primaticcio aus Bologna verdient. Franz liess durch diesen von den bedentendsten Antiken Roms Gypsabgüsse nehmen und diese dann in Erz giessen. Im J. 1540 gelang es dem Könige endlich den grossen Meister in Gold- und Silberarbeiten Benvenuto Cellini aus den Händen und dem Kerker des heiligen Vaters, Paul III., zu befreien und in seine Dienste zu ziehen. Der geniale Künstler giebt uns in seiner prächtigen Auto- biographie von den zahlreichen Werken Kunde, die er während seines vierjährigen Aufenthaltes in Paris ausführte. Das bekannteste unter denselben ist wol jenes Salzfass, welches noch jetzt in der K. K. Ambraser Sammlung zu Wien anfbewahrt wird. Eine andere seiner Kunstarbeiten hatte der Papst dem Kaiser zum Geschenke gemacht, als dieser, sieggekrönt von Tunis zurückkehrend, nach Rom kam. Es war ein herrlich gemaltes Brevier, dessen Deckel aus massivem Golde bestand, reich verziert mit Figuren, Laubwerk, Schmelz und Juwelen. Sehr belehrend auch über damalige französische Zustände ist jene Biographie des Künstlers. Den König begleitet, wie die alten Perserkönige, auf seinen Reisen ein un- geheures Gefolge, 18000 Personen, darunter 12000 Berittene. Wo gerastet wird, schlug man nach Art der Zigeuner Hütten, Zelte von Leinwand auf. In der Dauphiné schwärmten Leute herum, die„gar gern auf der Strasse morden und plündern, und ob man gleich alle Tage genug von ihnen aufhängt, so scheint es doch als ob sie sich darum nicht bekümmerne“. Selbst in Paris ist man vor Ueberfall und Beraubung auf den Strassen nicht sicher. Der Schatzmeister Vicomte d'Orbec war von Franz ange- wiesen worden das Gold zu dem erwähnten Salzfasse, 1000 Scudi, auszuzahlen. Als Benvenuto diese Summe in Empfang nehmen will, glaubt er zu bemerken, dass die Auszahlung absichtlich bis in die Nacht verzögert werde, auch sieht er bei seinem endlichen Weggange, dass einige Diener des Hauses heimlich mit einander flüstern. Wirklich wurde er auf dem Ileimwege von 4 Männern überfallen und entgeht nur durch seine Geübtheit in den Waffen, die er mit kaum geringerer Geschicklichkeit als den Grabstichel zu führen verstand, der Beraubung oder einem noch schlimmern Schicksal. Um sich in dem alten Schlosse, klein Nello genannt, weiches der König ihm anwies und später schenkte, zu be- haupten, musste er es vertheidigen wie eine Festung und die Eindringlinge hinauswerfen. Der König war damit ganz einverstanden und meinte, Benvenuto thut wohl daran, sich gegen jene Canaillen zu wehren. Das Gerichtsverfahren, mit welchem er zu seinem Schaden ebenfalls Gelegenheit fand, näher bekannt zu werden, erscheint in wenig vortheilhaftem Lichte. Ein Process würde oft für ein Capital gehalten, man verkaufe ihn, gebe ihn Töchtern als Mitgift, Leute, die einen Process kauften, brächten gleich 4 oder 6 Zeugen, namentlich trieb es der grösste Theil der Leute in der Normandie als ein Ge- werbe, falsch Zeugniss zu geben. Die beständigen Anfeindungen, denen er von allen Seiten, von Hoch und Niedrig, ausgesetzt ist, verleiden ihm ganz den Aufenthalt in dem fremden Lande, er sagt, die Schelmenstreiche der Franzosen würden ihm unerträglich. Am meisten beklagt er sich über die TEstampes, des Königs allmächtige Geliebte, deren Eitelkeit der stolze Italiener nicht genug geschmei- chelt hatte. Die edle Dame, die sich ihres hohen Werthes in des Königs Augen sehr wohl bewusst war, sagte bei sich selbst:„lch regiere gegenwärtig die Welt und ein kleiner Mensch dieser Art achtet mich nicht“. Ein Glück war es für Benvenuto, dass der Dauphin Heinrich und die Königin von Navarra sich seiner annahmen. Dennoch fühlte er neben dem verwünschten Weibe, welches gleichsam zum Ver- derben der Welt geboren sei, und auf dessen Todfeindschaft er sich eigentlich etwas einbilden könne, den Boden unter seinen Füssen wanken. Wiederholt und dringend bittet er seinen königlichen Gönner, eine Urlaubsreise, einen Spazierritt, wie er seine eigentliche Absicht verhüllend sagt, nach Italien machen zu dürfen, und als endlich der Cardinal von Ferrara verspricht, diesen Urlaub ihm zu erwirken, verlässt
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