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war durch eine schlechte Mauer nur sehr ungenügend befestigt. Dennoch hatten hier die meisten der geängsteten und gehetzten Landleute Schutz gesucht. Am andern Tage mussten sie sich ergeben. Was nun hier und in den Orten Mus und de la Coste, zu Ehren zwar der allein selig machenden Kirche, aber zur Schande der Menschheit, geschah, ist besser zu verschweigen. Maimbourg, der sich in seiner Geschichte als ausgezeichnet frommen Katholiken und unerbittlichen Feind jeder Ketzerei be- währt, die Excesse der wüthenden Soldateska zwar nicht geradezu billigt, es aber doch eigentlich ganz gerechtfertigt findet diese canaille de paysans auszurotten, giebt offenbar viel zu gering die Zahl der Ermordeten auf 3000, der niedergebrannten Hänser auf 900 an. Auch die in die Gebirge Geflüchteten starben, da ihnen Niemand zu Hülfe kam, noch kommen durfte, beinahe Alle Hungers, nur den Kräf- tigsten wäre die Flucht nach Genf und den protestantischen Cantonen gelungen, 600 Gefangene hätte man auf die Galeeren geschickt. So endete im Zeitalter der Reformation, und der wiederauflebenden Wissenschaften in Frankreich, dieser Kreuzzug. Franz aber billigte ausdrücklich Alles was geschehen war, und gebot, auch ferner unablässig die Reste dieser Ketzer zu verfolgen. Die letzten Lebensjahre des schwachen, übel berathenen Königs wurden freilich durch Gewissensbisse beunruhigt und geängstigt, und er empfahl endlich sogar dringend seinem Sohne Heinrich II., die ganze Angelegenheit noch einmal zu untersuchen und die Schuldigen zu bestrafen. Der Präsident des Parlements, Baron d'Oppède, wusste sich indessen in dem Prozesse, der wirklich nach seines Vaters Tode anhängig gemacht wurde, mit den ausdrücklichen Befehlen seiner Majestät, des hochseligen Königs zu rechtfertigen und nur der Advokat Guerin, der die fanatische Wuth der Soldaten allerdings noch besonders angefeuert hatte, wurde auf dem Grève-Platz in Paris enthauptet. Anderthalb Jahrhunderte später sind abermals Waldensergemeinden der grausamsten Verfolgung und der Bekehrungsmanie in Frankreich ausgesetzt gewesen. Schon hatte Ludwig der XIV. das Edict von Nantes des guten Königs Heinrich IV. eidbrüchig aufgehoben, 18. Octbr. 1685, durch Bestechung, Dragonaden etc. die Glaubenseinheit herzustellen versucht, Frankreich um eine halbe Million seiner besten Bürger ärmer gemacht, da sollten auch die Waldensergemeinden in den Ce- vennenthälern noch bekehrt werden. Hier aber brach ein furchtbarer Aufstand aus, todesmuthig, bis zur Schwärmerei entflammt, stürzten sich die Bauern in ihren leinenen Kitteln und Blusen, die Camisards, wie man sie deshalb verächtlich nannte, unter ihren Führern, einem Bäcker Jean Cavalier, einem Roland, Castanet, Lafleur, Seguire, in den Kampf gegen den Marquis von Montreval. 100000 Menschen kostete der scheussliche Krieg. Die Noth des spanischen Erbfolgekrieges zwang endlich Villars, mit dem ver- achteten Bauernvolke einen Vertrag zu schliessen, nach welchem sie in ihren Bergen fortan ihres Glau- bens ungestört sollten leben dürfen 1704. Ludwig XIV. und Franz I. böten, ausser der, beiden ge- meinsamen, Ketzerverfolgung, noch manche andere Aehnlichkeitspunkte dar; hier ist indessen nur auszu- führen, wie auch Franz Kunst und Wissenschaft gefördert und gepflegt, deren Vertreter geehrt und reich belohnt, und den nicht unverdienten Beinamen, Père des Lettres, sich erworben hat.
In Italien ist bekanntlich am frühesten das Studium des Alterthums erweckt(F. Petrarcha 1304— 1374) und mit Eifer betrieben worden. Die Schriften der Römer zuerst, dann, im 15. Jahrh., auch der Griechen befruchteten die empfänglichen Gemüther des geistreichen Volkes, hier zuerst wurde das in Barbarei erstarrte Mittelalter überwunden, hier beginnt das Wiederaufleben der Wissenschaften, Italien ist die Wiege der gesammten modernen Bildung. Neben der Wissenschaft stand dort die Kunst in hoher, viel- leicht noch schönerer Blüthe, und König Franz, der Italien um diesen doppelten Ruhm beneidete, zog von daher Gelehrte und Künstler nach Frankreich und an seinen IHIof, und wusste sie zu fesseln, durch Freigebigkeit nicht minder, als durch die Leutseligkeit seines Umganges und durch das lebendige In- teresse, welches er für ihre Arbeiten an den Tag legte. So berief er Leonardo da Vinci, das ehr- würdige Haupt der Florentiner Schule, dessen Abendmahl auf einer Wand im Refectorium des Domini- kanerklosters zu Mailand, in zahllosen Nachbildungen verbreitet, den Namen des Meisters in alle Chri- stenlande getragen hat. Uebrigens schien der 75jährige Greis nur darum nach Frankreich gekommen
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