Jahrgang 
1868
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Feldherrn, den Prinzen Karl von Bourbon, der freilich ihre- Haed verschmäht hatte, dafür unablässig anfeinden und verfolgen durfte, bis derselbe seimem schvachen Könige den Rücken wandte und zum Kaiser übertrat. Durch eigne Schuld allein verlor Er auch den Admiral Andreas Doria von Genua, der nun ebenfalls seinen Degen dem Dienste des Kaisers widmete.-Kaiser Karl ist in seinen Entschliessungen stets so frei und selbstständig als dieses überhaupt möglich ist, Franz stets unfrei und von fremdem, besonders weiblichem Einflusse abhängig. Varillas II. p. 861 hat wirklich ganz Recht, wenn er sagt: si Pon retranchait de la vie de François, ce qui fut à proprement parler Pouvrage de la Duchesse d'An- goulème sa mère, de la Reine de Navarre sa soeur, de la Comtesse de Chateau-briant et de la Duchesse d'Estampes ses Maitresses, des Chancelliers Du Prat et de Poyet, et des Cardinaux de Tournon et du Bellay ses Ministres, du Connètable de Montmorenci et des Amiraux de Bonnivet, de Chabot et d'Annebaut ses favoris, il ne lui resterait presque rien e. c. Den Bestrebungen Luthers, die frühe auch in Frank- reich Anklang fanden, schien er Anfangs nicht abgeneigt, besonders wurde er für dieselben gewonnen durch seine geistreiche Schwester Margaretha von Valois. Sie war vermählt mit dem letzten Herzog von Alençon, Karl, seit 1527 in zweiter Ehe mit Henri d'Albret, König von Navarra. Man nannte sie die Pallas von Frankreich, bei ihr fanden die, von der Sorbonne und dem Pariser Parlement, bedrohten Anhänger der neuen Lehre, Schutz und Aufnahme, sie überredete ihren königlichen Bruder sogar Melanchthon zu berufen. Indessen verstand es der Erzbischof von Lyon, Cardinal Tournon, den König hald auf andere Gedanken zu bringen, so dass dieser den Ruf zurücknahm, allem Antheil an der Ketzerei entsagte, zur Ehre Gottes eine feierliche Procession von nie gesehener Pracht veranstaltete und endlich, zum Schlusse des glänzenden Schauspieles, sechs luatherische Ketzer langsam, à petit feu, verbrennen liess, 1535, indem er vor Gott betheuerteque s'il sgçavait pour ainsi dire qu'un de ses bras fust infecté de cette peste, il le ferait couper, et que si Pun de ses enfans estoit si malheureux que de tomber dans cette impiété, luy-mesme le sacrifieroit à la Justice divine et à la sienne. Diese und andere Hinrichtungen, die doch nur Einzelne trafen, verschwinden jedoch, so empörend sie waren, neben jener grausenhaften, wahrhaft kannibalischen Verfolgung der Waldenser-Gemeinden, die im ganzen griechisch-römischen Altherthume kaum ihres Gleichen haben dürfte, und welche einen unauslöschlichen

Schandfleck für die Regierung Frauz I. bildet Diese Unglücklichen, deren Vorältern einst, von den Königen Philipp Il. August, Ludwig VIII. und IX., in wiederholten barbarischen Kreuzzügen, zum grössten Theile ausgerottet worden waren, wohnten in etwa 40 Dörfern und Flecken der Provence und der Grafschaft Venaissin. Hier werden be- sonders die Ortschaften Merindol und Cabrières genannt. Es waren einfache, harmlose Landleute, die damals mit den Lehren der Schweizerischen Reformatoren sich bekannt gemacht, und nach denselben ihre alt-ererbte christliche Auffassung erweitert und vervollkommnet hatten. Gegen diese abscheulichen Ketzer waren schon von Franz mehrere strenge und immer geschärftere Edicte erlassen, und mit der Vollziehung derselben war das Parlement von Aix beauftragt worden. Dazu versprach endlich dem Präsidenten Jean Meynier, Baron d'Oppède, der eben aus Piemont kommende Capitän Poulin(Baron de la Garde) seine Truppen. Am 18. April 1545 setzten sich sechs alte Regimenter Infanterie, mit andern Mannschaften aus Arles, Aix, Marseille, Apt, und leichter Cavallerie, den Präsidenten d'Oppède als Lieutenant de Roi an der Spitze, gegen die, dem Untergange und völliger Vertilgung geweihten, Ort- schaften in Bewegung. Ein Theil der Truppen wandte sich nach den Bergen, der Andere fiel über das ſlache Land her. Kranke, alle Uebrigen, ohne Unterschied des Alters oder Geschlechts, die nicht hatten fliehen können, wurden erbarmungslos niedergemetzelt, die Dörfer erst ausgeraubt, dann eingeäschert. Die Bauern der umliegenden Orte, die auch ihren Antheil an der Beute haben, ihren katholischen Eifer bethätigen wollten, wetteiferten mit den Soldaten in Raubsucht und Brutalität. Nach diesen Helden- thaten vereinigten sich die beiden Herresabtheilungen um zusammen nach Merindol, wo sich dasselbe Schauspiel der Plünderung und Zerstörung wiederholte, dann nach Cabrières zu ziehen. Der Flecken

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