10. Untem Kopf und obem Kopf tue i mei- Hietl schwinge Madl wan-d-mi gen hast, durch's Fuir muest mit me springe. Und dann nach dem Sprunge: N Sprung durch dés fuir,'n Iucheze drau' Deene-l sei lusti' heint wéck I di' nô- au'.
Die Art, wie jedes Paar über das Feuer kommt, der Fall eines oder des andern Paares und dergl. er⸗ höhen die Freude ungemein und dies wahre Volksfeſt ſchließt ſich oft lang nach Mitternacht 17). In dieſer und ähnlicher Weiſe wird der Johannisabend noch in vielen Gegenden und Ortſchaften von Baiern, Würtem⸗ berg und Tyrol gefeiert. Nur erſt in der jüngſten Zeit hat auch dort die weltliche und geiſtliche Obrigkeit an⸗ gefangen dieſer Volksluſt durch Beſchränkungen und Verbote ein Ende zu bereiten. Schon ſeit geraumer Zeit ſind freilich die vormals heiligen Sonnenwendfeuer zu einer bloſen Volksluſtbarkeit herabgeſunken; früher im Mittelalter nahm auch noch die vornehme Welt, der Adel und die Fürſten daran Antheil. So geſchah es nach einer Münchner Urkunde vom Jahre 1401, daß„herzog Stephan und sein gemachel und das frawl auf dem margt tanzten mit den purgerinen bei dem sunbentfwr“†. Peter Herp in den Frankfurter Annalen zum Jahr 1489 berichtet: in vigilia s. Iohamis bapt. rogus ingens fuit factus ante domum consulum in foro(francofurtensi), fueruntque multa vexilla depicta posita in struem lignorum et vexillum regis in supremo positum et circa ligna rami virentes positi, fuitque magna chorea dominorum rege inspiciente. Ferner zündete im Jahre 1497 die ſchöne Suſanne Neithard auf dem Frohnhofe zu Augsburg in Gegenwart des Kaiſer Maximilian das Johannisfeuer mit einer Fackel an und tanzte mit dem Erzherzog Philipp den Rei⸗ gen um die Flamme; und im Jahre 1578 ließ der Herzog von Liegnitz auf dem Kynaſt am Johannisabende ein Feuer anzünden, dem er mit ſeinem ganzen Hofe beiwohnte. 3
Außer Deutſchland wird die Sitte der Johannisfeuer oder Räder zunächſt in Frankreich bereits von Schrift⸗ ſtellern aus dem 12. Jahrhundert bezeugt und in chriſtlicher Weiſe gedeutet 1s8). In Paris, Metz und andern Städten Frankreichs wurde der Scheiterhaufen noch im 17. Jahrhundert auf öffentlichem Platze vor dem Rath⸗ hauſe errichtet, mit Laub und Blumen geſchmückt und vom Maire ſelbſt angezündet. Zu Aix und Marſeille werden auf Johannistag alle Straßen und Plätze gereinigt. Das Landvolk trägt in der Frühe Blumen zum Verkauf in die Stadt. Jedermann kauft davon. Die Häuſer werden mit Kräutern geſchmückt, denen man, ſo⸗ bald ſie vor Sonnenaufgang gebrochen ſind, heilſame Kräfte beilegt. Einige dieſer Kräuter wirft man auch Abends in die Flamme. Junge Leute hüpfen darüber, Vorübergehende werden mit Schwärmern und verſteckten Schlangenfeuern geneckt oder mit Waſſer von den Fenſtern herab begoſſen, eine Sitte welche an das Johannis⸗ bad erinnert. Im département des hautes pyrénées wird am 1. Mai von jeder Gemeinde der höchſte und ſchlankeſte Baum, eine Fichte, Tanne oder Pappel ausgeſucht. Man haut alle Aeſte ab, ſchlägt dann eine An⸗ zahl fußlanger Keile hinein und bewahrt ihn bis zum 23 Juni. Inzwiſchen ſpaltet ſich der Baum rautenför⸗ mig, wo die Keile eingeſchlagen ſind. Er wird nun auf einen Berg oder Hügel geſchafft; dort ertheilt ihm der Prieſter den Segen, man befeſtigt ihn in die Erde und ſetzt ihn in Flammen. Gehen wir weiter nach We⸗ ſten, ſo finden wir Johannisfeuer in dem einſt von gothiſchen Stämmen eroberten Spanien; ebenſo in Ober⸗ Italien, in England, Dänemark, Norwegen. Nicht minder ſind ſie bei den ſlaviſchen Völkern faſt überall zu Hauſe. Durch Preußen, Litthauen, Rußland, Polen, Böhmen, Tyrol und Kärnten, Croatien, Serbien, ja bis nach Griechenland laſſen ſich ihre ſicheren Spuren verſolgen. Und in allen dieſen Ländern und Provinzen iſt an denſelben Ritus derſelbe Glaube an ihre nützliche Kraft und Heilſamkeit geknüpft. Zugleich berühren ſich durch dieſen Glauben die Johannisfeuer vielfach mit dem ganz heidniſchen Notfeuer¹0⁰)
17) K. v. Leoprechting, Aus dem Lechrain. München 1855. S. 181 f. 18) Grimm, Mythol. S. 587.
19) Grimm, Mythol. S. 581 ff.
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Nach Flamme gete u. a. verſehe Dinge gut! in Meiſſen warf und di liches findet nach Hauſe, dreimal mit aſt vom Nu Leute legten Jahrhundert Drachen her verbrannt u Anfange des ¶··Q·Q·Q·—
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