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und alſo um die Zeit der Heuerndte ein Rad mit Blumen ſchmückten, ſolches ebenfalls bis unter den Mittel— ſtein trugen und alsdann den Berg herunter nach der Vorſtadt zu laufen ließen.“
Dieſe Johannisräder ſcheinen aber bei weitem nicht ſo allgemeine Verbreitung gehabt zu haben ¹¹⁴), wie die Feuer, welche von Holzſtößen und Scheiterhaufen in Städten nnd Dörfern, auf Bergen und in Ebenen, auf vielbeſuchten Wegen und Straßen, an heiligen Seen, Quellen und Brunnen 15) am Johannisabende em⸗ porloderten und bis auf die jüngſte Zeit herab zumal in Oberdeutſchland noch gebräuchlich ſind. Außer Süd⸗ deutſchland iſt ihr jetziges und vormaliges Beſtehen, hinlänglich bezeugt in Thüringen, in der Umgegend von Fulda, am Harze und in den Marken; in Niederdeutſchland dagegen waren die Oſterfeuer üblicher und ver⸗ breiteter.
Es liegen aus dem Geſammtgebiete ihrer Heimath viele werthvolle Mittheilungen vor, namentlich iſt in Baiern und Schwaben manch' charakteriſtiſches Merkmal und mancher intereſſante Zug aufgefunden und ange⸗ ſammelt worden, einer wiederholten Mittheilung nicht unwerth und geeignet, der von Grimm gegebenen Dar⸗ ſtellung und Unterſuchung als Erweiterung oder Beſtätigung eingefügt zu werden. Doch der beſchränkte Raum geſtattet aus dem reichen Material nur das Hauptſächliche hervorzuheben und in einen kurzen Umriß zuſammen⸗ zudrängen. Wir wollen von dieſen im Süden noch ziemlich allgemeinen Feuern zunächſt ein Bild aus der ueueſten Zeit hier aufſtellen, um an dieſes das weitere Detail der Beſchreibung anzuknüpfen. Eine Schilde⸗ rung aus dem Lechrain lautet ſo:„Vor allem bedeutend iſt das Feuer, welches am Johannisabend auf allen Bergen auflodert. Es ſteht dieſer Abend der Sommerſonnenwende in ſeinen uralten Freuden und deutungs⸗ reichen Gebräuchen ſo recht merkwürdig jenen Nächten der Winterſonnenwende gegenüber. Am Lechrain wird dieſes Feuer Simmets-fuir geheißen(Su-wentn, Sü-went, Simmet ſind die verſchiedenen altbayeriſchen Aus⸗ drücke für Sonnenwende). Auch heißen bis über die Würm hinüber jene Orte, wo das Feuer brannte oder noch angezündet wird, Simmets-Berge, Halden u. dergl., welches unſere Feldmeſſer in den Steuerbogen mit Zimmeth verdeutſcht haben 16).— Das Verbot der Johannisfeuer von Seiten einer hohen Polizei hat dieſel⸗ ben in der Ebne an vielen Orten unterdrückt, im Gebirge lohen ſie an hunderten von Stellen noch freudig auf und gewähren einer nächtlichen Landſchaft eine wundervolle Zier. Die Freude, die ſich während des Feuers bei Alt und Jung ausdrückt und auch fremde Zuſchauer unwillkürlich ergreift, bleibt wohl Jedem unvergeßlich. Neben dem Simmetskfuir wird aber auch noch an vielen Orten ein oft dreißig Schuh und mehr hoher, dick mit Stroh umwundener Balken mit zuhöchſt oben überliegendem Querholz aufgerichtet, welchen die Buben mit zwanzig Fuß hohen Stangen, an deren Spitzen brennende Beſen ſtecken, anzünden; dann aber bildet Alles einen großen Ring, faßt ſich feſt um die Hände und dreht ſich nun in immer ſchnellerem Reigen unter dem fortwährenden Rufe: Ahé zuehhi zuen Simmetsfuir, aho! beſtändig um dieſen flammenden Baum herum, bis zuletzt im Traumel an einer Stelle der Ring zerreißen muß. Wer je dieſem wilden, mächtigen Reigen im glühendrothen Feuerſchein unter dem eintönigen, aber tief aufregenden Rufe Ahé zuehhi zuen Simmetsfuir! hoch oben über der Menſchen Wohnungen beigewohnt hat, wird von der allgemeinen tollen Luſt ſicher ergriffen und zur jubelnden Theilnahme mit angeregt worden ſein. Es liegt etwas ganz Eigenes, dem gewöhnlichen Le— ben Entrückendes in dieſem Feſt. Erſt wenn der Reigen ſich mit dem tief herabgebrannten Balken geendigt, beginnt der eigenthümliche Sprung über das Feuer, allzeit paarweiſe(ein Bub und eine Dirne) von Groß und Klein, von Alt und Jung, und zwar unter dem Geſang:
14) Berichte über Feuerräder am Johannistage innerhalb Deutſchland liegen bis jetzt nur wenige vor. Aus Schwaben meldet Meier(S. 224, daß auf dem Frauenberge bei Gerhauſen unweit Blaubeuern die Jugend am Johannisabend Räder aus Stroh geflochten anzündet und den Berg hinab rollt. Daſeebe ſei auch früher auf Hohenſtauſen geſchehen. Nach Sartori(Reiſe in Kärnten Bd. III. S. 349) beſteht dieſe Sitte noch an mehreren Orten in Kärnten.
15) Zeitſchr. für deutſche Mythol. und Sittenkunde IV. Bd. S. 6 ff.
16) Auch in Thüringen führen Berge dieſen vielleicht jetzt nicht mehr verſtandenen Namen und zeugen für das Sonnwendfeuer in
früheren Zeiten. Ein ſolcher Simmetsberg liegt ganz in unſerer Nähe zwiſchen Reinhardsbrunn und dem Inſelsberg.


