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1 multitudo rusticorum, quasi libamina lacui illi exhibens linteamina projiciebat ac pannos qui ad usum vestimenti virilis praebentur: nonnulli lanae vellera, plurimi etiam formas casei ac cerae vel panis diversasque species unusquisque juxta vires suas, quae dinumerare longum puto. veniebant autem cum plaustris potum cibumque deferentes, mactantes animalia et per triduum epulantes die cum discedere deberent anticipabat eos tempestas cum tonitruo et coruscatione valida et in tan- tum imber ingens cum lapidum violentia descendebat, ut vix se quisquam eorum putaret evadere. sie fiebat per singulos annos, et involvebatur insipiens populus in errore.“ Dieſes uralte heidniſche Volks⸗ feſt ſcheint den Zweck gehabt zu haben Regen vom Himmel herabzuzaubern, wenn nämlich der am Schluſſe des⸗ ſelben erwähnte Regen und Gewitterſturm nicht als eine zufällige und vereinzelte, ſondern als eine alljährlich wiederkehrende und beabſichtigte Erſcheinung bei dieſem Feſte anzuſehen iſt. Jedenfalls aber eröffnet dieſe Be⸗ ſchreibung einen Blick in die ganze Weiſe und den Charakter des Kultus und gemahnt hier und da noch an Sommerfeſte der jüngſten Zeit. So erinnert es recht lebhaft an ein Johannisfeſt, welches in unſerem Großherzogthume bei dem Dorfe Schöten unweit Apolda noch im vorigen Jahrhunderte begangen wurde. Da daſſelbe wohl wenig bekannt iſt, ſo möge eine Beſchreibung ſeiner Feier hier folgen. Bei dem genannten Dorfe, im Munde des Volkes„Schütten“ genannt, entſpringt an einer Anhöhe eine Quell
quarta autem
e, die in einen Brunnen gefaßt„Born der Erinnerung“ genannt wird. Daran hängt an einer Kette befeſtigt eine große eiſerne Schöpfkelle, welcher man ihr hohes Alter deutlich anſieht. An dieſem Brunnen wurde der Johannistag lange Zeit als ein Volksfeſt gefeiert, auch die Oekonomen von Apolda feierten dort ihr Hegemal. Jeder Nachbar in Schöten war verpflichtet, den Oekonomen ein Brod zu reichen, das ſie in Stücken brachen, in das klare, ge⸗ ſunde Waſſer des Brunnens warfen und nachdem es geweicht war, mit der am Brunnen hängenden Kelle wie⸗ der ſchöpften und gleich einer Leckerſpeiſe aßen. Mann und Roß waren mit grünen Zweigen geſchmückt. Aber der Brauch verlor ſich nach und nach und die Feier ward förmlich unterſagt, als einer der Theilnehmer beim Zurückreiten vom Roſſe ſtürzte und auf der Stelle ſtarb. Es fand bei dieſem Johannisfeſte auch ein Umzug Statt. Dabei erſchien ein junger Burſche, verkleidet und geſchmückt mit Eichenlaub, Kornblumen und Kränzen; auch trug er ein mit Blumen umwundenes Schwert, zur Erinnerung an Veits ſiegreichen Kampf gegen die Lindwürmer, die er einſt am Johannistage im Schilfſumpfe erlegte. Von dieſem Kampfe lebt noch heute in der Umgegend die Sage im Munde des Volkes und ein alter, verwitterter Stein, der zwei Lindwürmer und ein Menſchenhaupt darſtellen ſoll, vormals am Brunnengewölbe in Schöten, jetzt in der neuen Kirchhofsmauer zu Apolda, erhält die Erinnerung daran wach. Als im Jahre 1768 ein furchtbares Schloßen⸗ und Hagelwetter die Feldfrüchte auf der Flur von Schöten gänzlich vernichtete, ſoll der damalige Pfarrer den bis dahin üblichen Umzug eingeſtellt haben. Seit jener Zeit feierte nur noch die Schuljugend den Tag. Feſſtlich gekleidet, in der Hand einen langen weißen Stab mit einem Kreuze, woran ein ſchöner Kornblumenkranz hing, zogen die Kin— der, geiſtliche Lieder ſingend, von Haus zu Haus und bereiteten ſich von kleinen Geldſpenden und Gaben der Ortsbewohner des Nachmittags ein Feſt. Dieſer Gebrauch ſoll noch jetzt beſtehen ¹¹⁰).
Aehnliche Brunnenfeſte, theils am Johannistage ſelbſt theils kurz vorher oder nachher begangen, ſind noch an vielen andern Orten üblich und gehen ſicher auf die älteſte Vorzeit zurück, wenn auch ihre jetzige Geſtalt und Weiſe dies hohe Alter kaum ahnen und vermuthen läßt 1¹). In der ſinnigen und anmuthigen Sitte, am
10) Reimann, deutſche Volksfeſte im neunzehnten Jahrhundert. Weimar 1839. S. 428 ff.
¹1) Ein ſolches Brunnenfeſt wird jährlich in Mühlhauſen zwiſchen Pfingſten und Johannistag gefeiert
, jetzt freilich zu einem, 8.. 7 5 4 6 weun auch immerhin ſinnigen und heitern Schul⸗ und Jugendfeſte umgewandelt. In ſei
e geht es aber gewiß von der Jugend in den Brunnen geworfen werden, deuten auf ein vormaliges Blumenopfer zurück. Auch von dem Johannisfeſte in Eſchwege möchte ich denſelben Urſprung vermuthen und ſeinen Sinn auf heidniſchen Waſſerkult zurückführen. Der Um⸗ ſtand, daß das
m Urſp bis in die älteſte Vorzeit zurück. Die Blumenkränze und die mit Blumen umwundenen Stöcke, p
Feſt auf dem ſogenannten„Werdchen“, einer von zwei Armen der Werra umſchloſſenen Wieſe, begangen — à Xoſt olh 948 ſſ. ½ wird, dürfte dieſe Vermuthung geſtatten. S. Grimm, Mythol. S. 567. Ueber das Feſt ſelbſt ſ. Lynker, Heſſ. Sagen


