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Eine Statiſtik der Conventualen rückſichtlich der Zahl und der verſchiedenen Klaſſen iſt nur ſehr unvoll⸗ ſtändig herzuſtellen. Die Zahl wird urkundlich nicht bezeugt, war aber ſicherlich nicht gering(vielleicht betrug ſie 40) ⁵⁰), wie nicht weniger aus der weiten Ausdehnung der Gebäude, bei deren Anlegung man nur das Be⸗ dürfniß ins Auge faßte, als aus der weiten Entfernung der Terminationen geſchloſſen werden darf. Folgende Prioren werden aufgeführt:
1) Graf Elger von Hohenſtein, Sohn des Grafen Heinrich, durch Frömmigkeit und Gelehrſamkeit
gleich berühmt. Als Beichtvater und Rath Heinrich Raspe's begleitete er denſelben 1242 zum Reichstag nach Frankfurt, wo er ſtarb ³ ¹). Deſſen Nachfolger Paulus ſtarb auf einer Predigerreiſe in Nordhauſen, wurde aber ebenſo wie Graf Elger in Eiſenach beſtattet. 3) Ludwig von Beſſingen, ausgezeichneter Prediger und großer Wunderthäter. 4) Bertold erſcheint 1279 als Zeuge ³²). Nach langer Unterbrechung finden wir 5) Hartung von Eyberſtete 1344, ſ. Urk. 3. 6) Theodericus 1359, ſ. Urk. 6. 7) Heinrich Al⸗ trudis, Sohn von Ludwig Wiſſemüller(Weſemüller) in Eiſenach, hatte Beſitzungen in Großbehringen 1367. Im Jahre 1376 lebte er nicht mehr, ſ. Urk. 7 a. b. 8) Conrad 1386, ſ. Urk. 9. 9) Heilmann Püſe⸗ mann 1409, 1410, ſ. Upk. 13. 10) Folmar 1413, ſ. Urk. 14. 11) Johann Pellificis war Prior vor 1449, ſ. Urk. 18. 12) Johann Fronhoff 1449, ſ. Urk. 18. 13) Johann Torbou m 1452, 1455, ſ. Urk. 18. 14) Johann Ulrici 1486, 1491, tüchtiger lateiniſcher Dichter 33). 15) Ludwig Crafft 1516, ſ. Urk. 25. Andere Mönche werden genannt: Wipert, bedeutender Prediger, Freund des Prior Paulus und in demſelben Grabe beſtattet. Heinrich von Weiſſenſee, fromm und ascetiſch, von ſehr gerühmter Selbſt⸗ peinigung 4) Wernherus de Geisa, 1279, Zeuge in der oben erwähnten Fuldaiſchen Urkunde d. J. Conrad Altrudis, Oheim oder Bruder des Prior Heinrich Altrudis, und wie dieſer in Großbehringen be⸗ gütert 1339, ſ. Urk. 2. Johann von Beringen 1358, ſ. Urk. 5 a. Heinrich, Subprior, und Albrecht, Leſemeiſter 1386, ſ. Urk. 8. Andreas Brutegam 1449, Vicar und Mitbruder ſ. Urk. 18. Daß er dem Stifte vor 1433 Geld geliehen hatte, ſagt Urk. 17. Henricus Schade, Subprior und die Eldiſte Jo⸗ hann Geyſer, Johann Ruſcher, Peter Lupi und Conrad Herwig, ſowie der Erprior Johann Pellificis, Terminarius in Gotha, alle 1449, ſ. Urk. 18. Im Jahre 1491 werden neben dem Prior Ulrici genannt der Subprior Johann Molitoris, die beiden Elteſten: Friedrich Schlot und Johann Brei⸗ tenbach ¹⁵). Johann Schneemann, Subprior, und Johann Fauſt, Terminirer in Salza 1509, ſ. Urk. 5 c. Eine religiöſe S. Barbarabruderſchaft erwähnt Urk. 18 vom Jahr 1449 ³⁶³). aber ſehr wunderbar, eine Speiſe auf dieſe Art nach dem Kaufpreis zu benennen, wie„Pfennigsportion“ o und noch wunderbarer, wenn man in Deutſchland eiunen von einer gräflich poitou'ſchen Mün wo man dieſe Münze gar nicht kannte— nicht zu gedenken anderer unpaſſender Etymo verius eccles. Annal. 1642, I, S. 274. Die meiſten anſehnlichen Klöſter hatten 40 Mitglieder, die kleinſten 13. v. Rau mer, S. 597.— Die N ovizen mußten das 15. Jahr zurückgelegt haben und bedurften der Genehmigung des Provinzials, welcher hauptſächlich die Reſultate des mit dem Novizen anzuſtellenden Examen berückſichtigte. Wenn ſich derſelbe in einem Jahr die genaue Kenntniß der gottes⸗ dienſtlichen Ceremonien und der lateiniſchen Sprache erworben hatte, ſo durfte er das Gelübde ablegen. Mit dem 25. Jahr konnte er ſich um die Erlaubniß zu predigen bewerben, die nur nach beſtandener Prüfung ertheilt wurde. Diejenigen, welche 3 Jahre Theologie ordentlich ſtudirt und 3 Jahre an einem bedeutenden Orte öffentlich gelehrt haben, bilden eine hoͤhere Klaſſe unter den klöſterlichen Praedicatores. v. Raum er, S. 596.
der etwas ähnliches, ze entlehnten Namen adoptirt hätte, logien ſ. Manri due, Cisterc. sen
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Thom. Gantipratan. II, 1. gedenkt dieſes Mannes auf das ehrenvollſte. Falkenſtein thür. Chronik II, 2, S. 1116 ff.
Koch Mfcr. aus den Legenda. Näheres über deſſen Freiſinnigkeit ſ. in dem cit. Progr. v. Funkhanel S. 24.
32) Den 2. u. 3. Prior kennen wir nur aus den ausführlichen Berichten Koch's, die er den Legenda entlehnt hat; den vierten aus ekner Urkunde des gleichnamigen Abts von Fulda bei Grassho f, de orig. Muhlhus. S. 194.
33) Paullini, historia Isenac. S. 125. Fasti Isenacenses in Himmel's Kirchenbuch zum Jahre 1491.
34) Dieſe beiden erſten nennt nur Koch aus den Legenda.
45) Fasti Isenac. in Himmel's Kirchenbuch zum Jahr 1491.
36) Solche Brüderſchaften, an denen das Mittelalter als die Blüthezeit der Aſſociatio
nen überhaupt ſehr reich war, beruhte auf
1 neiſten Kloſten Ibm empor, Umſch der S bis 1. brauch Püſen tur fü nur n.
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