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6 die Vesper und zuletzt um 9 die Complete(completorii tempus), welche bei allen Dominikanern mit der Antiphone salve oder ave regina beſchloſſen wurde. So waren 7 Horen bei Tag, weil der Pſalmiſt ſagt 119, 164: ich lobe dich des Tages ſiebenmal. Die Gebete, Geſänge, Vorleſungen und der ganze Ritus waren ſtreng vorgeſchrieben, je nach den Wochentagen und der Jahreszeit. So z. B. hatte die Advents⸗ und Faſten⸗ zeit beſondere Regulative, desgleichen die Feſttage, unter denen die Gedächtnißfeier des heil. Dominikus am 6. Auguſt und die erwähnte Kirmeſſe einen wichtigen Platz einnahmen 26). Auch mußte nach der beſonderen Be⸗ ſtimmung der Feierlichkeit der Ritus verſchieden ſein, z. B. bei Anniverſarien, die in einem beſonderen Seelge⸗ dächtnißbuch(ſ. Urk. 18) verzeichnet waren ²7). Allwöchentlich wurde ein Programm aufgeſtellt, tabula officio- rum chori genannt, mit Bezeichnung der adminiſtrirenden Brüder, ſ. Urk. 6.
Die übrige Zeit wurde nach Vorſchrift der Vorgeſetzten zum einſamen Studium(. B. der lateiniſchen Sprache, auf welche hoher Werth gelegt wurde, der heiligen Schrift u. a.) und zu religiöſen Betrachtungen, wozu in manchen Klöſtern ein beſonderer Theil des Kreuzgangs diente, der davon Leſegang hieß, zu Bußübun⸗ gen(ſogar von der Geißel unterſtützt, denn Selbſtpeinigung galt als höchſt verdienſtlich), zur Vorbereitung auf die Predigt, zum Abſchreiben von Büchern(der Kirchenväter, ſ. Urk. 19 a. b., der Ritualbücher, Calendarien u. ſ. w.), zur Abfaſſung und zum Copiren von Urkunden, zum Ausarbeiten der Kloſterchronik 28), zum Unterricht der Novizen u. a. etwaiger Zöglinge u. ſ. w. angewendet. Auch die nothwendige tagtägliche Arbeit, theils in der Küche und Brauerei, theils in dem Garten und in den Arbeitszimmern, wo die Kutten und Schuhe gefertigt wurden, erforderte viele Hände, obwohl die Laienbrüder das Meiſte dieſer Art verrichteten.
Die Lebensweiſe war ſehr einfach und man ſpeiſte nur zwei Mal des Tages, nemlich früh(ſ. Urk. 3) und gegen Abend. Suppe, Gemüſe, Mehlſpeiſen, Häringe(ſ. Urk. 18. 20.), Brod, bildeten die Hauptbeſtand⸗ theile jeder Mahlzeit. Fiſche waren ſeltener, Fleiſch ganz verpönt, ſo lange die ſtrenge Ordensregel beobachtet wurde. Das regelmäßige Deputat, welches Jeder täglich erhielt, h. Pfründe, ſ. Urk. 5 a., aber die Wohlthäter des Kloſters ſtifteten für feierliche Tage noch außerordentliche Gerichte(Pittancia oder Pictancia) ²⁹), Fiſche, auch Kuchen und Wein, ſ. Urk. 3. 5 a.
26) Edm. Martene, de antiquis monachorum ritibus. II. Lugd. 1690. und de antiq. ecclesiae ritibus. III Rotom. 1700. u. Antv. 1736. In allen Dominikanerklöſtern befand ſich das von Humbert de Romanis bearbeitete, von dem General⸗ capitel durchgeſehene und vom Papſt 1267 confirmirte: officium ecclesiasticum universum tam nocturnum quam diurnum ad usum ordinis praedicat., welches 14 Bücher umfaßte. I. Ordinarium(Allgemeines). II. Martyrologium(Kalender mit Angabe der Märtyrer). III. Collectarium(die Collecten, d. i. Gebete und Intonationen). IV. Processionarium(die Pro⸗ zeſſionsgeſänge). V. Psalterium(die Pſalmen mit Geſängen für die einzelnen Tage). VI. Breviarium(Antiphonae, die ſonn⸗ und feſttäglichen Geſchichts⸗Vorleſungen und die responsoria am Ende der Lectionen). VII. Lectionarium(die Leſeſtuͤcke aus dem alten Teſtament und homiliae dominicanorum). VIII. Antiphonarium(die Wechſel- und Antwort⸗Geſänge wie anti- phonne und responsoria). IX. Graduale(die Chorgeſänge bei der hohen Meſſe). Beide Abtheilungen lagen in mehreren Eremplaren auf den Pulten im Chor vor den Plätzen der Brüder. X. Pulpitarium(die Sologeſänge, Duos und Quartette ad pulpitum zu ſingen, wie gloria, venite, Alleluia, litaniae, intonationes antiphonarum). XI. Missale conventuale(Meßord⸗ nung). XII. Epistolarium(die Cpiſtellectionen mit den nöth. Geſängen). XIII. Evangelistarium(die Evangelienlectionen mit Geſängen). XIV. Missale minorum altarium(Ordnung der Privatmeſſen). Echard J, S. 143 f. 97. Vgl. Bechſtein, das thür. Myſterium. Halle 1855, S. 39 ff.
27) Dieſes Buch h. auch Necrologium, Mortuarium und„Todenregiſter“ bei Dreyhaupt I, S. 786., Memorienboik(Buch) bei Krömecke S. 106. Ob das calendarium(urk. 6) identiſch war, oder ob daſſelbe auch die anderen Feſttage des Klo⸗ ſters enthielt, iſt mir nicht ganz klar.
28) Die Eriſtenz einer Eiſenacher Kloſterchronik bezeugt die Note auf S. 9. Die Dortmunder Chronik ſ. Krömecke, S. 3 f., die Frankfurter ſ. Römer⸗Büchner, die Siegel der Stadt Frankfurt S. 37; die von Colmar edirte der Baſeler Chro⸗ niſt Urstisius(Wurſteiſen).
271 und nach ihm ſowohl Diction. de l'Academie v. pi-
pite von einer kleinen Münze der Grafen von Poitou her,
ein Gericht von dem Werth eines pite. Es wäre
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29) Dieſes ſchwer zu deutende Wort leitet Du Cange, gloss. II, S lance, als Demoustier, manuel lex. philol. Paris. 1844. v. pite oder picta gen., der vierte Theil eines Denars und pitancia waͤre


