Jahrgang 
1844
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Herrn Kollab. Jacobi, welches er mit treuer Gewiſſenhaftigkeit und ſorgſamer Thätigkeit verwaltet hatte. Herzlicher Dank ſei ihm dafür nochmals hier, öffentlich, ausgeſprochen! Ein H. Reſcript vom 3. Jan. d. J. benachrichtigte die Direktion, daß die jenem gnädigſt bewilligte Remuneration von 150 Thalern nun ausgezahlt werden ſolle.

Am 4. Januar wurde die feierliche Einführung der Profeſſoren DD. Weißenborn, Rein und Wittich in ihre neuen Aemter durch den Ephorus des Gymnaſiums, Herrn OKVice⸗Präſidenten ꝛc. Ritter Dr. theol. Nebe vollzogen.

Der zweckmäßigen und wohlbegründeten Gewohnheit anderer Gymnaſien gemäß, die wir ſchon früher(ſ. Progr. vom J. 1839 S. 13. und 14.) angenommen hatten, forderte der Direktor den neuen Kollegen auf, das Wichtigſte aus ſeinem Leben in Kürze zur öffentlichen Mittheilung zuſam menzuſtellen. Derſelbe ſchrieb Folgendes:

Alerander Wilhelm Guſtav Wittich: Geboren zu Eiſenach d. 22. Jan. 1810, und vorberei⸗ tet auf dem hieſigen Gymnaſium von Oſtern 1821 an, begann ich im Sommerhalbjahr 1828 zu Göttingen meine philologiſchen Studien, welche ich ſpäter nach einer, durch Kränklichkeit veranlaß⸗ ten, langeren Unterbrechung in Jena fortſetzte. Hier wurde ich ordentliches Mitglied des philologi⸗ ſchen Seminars, dann im J. 1834 zum Doctor Philos. promovirt. Zu Oſtern deſſelben J. folgte ich einer Einladung des Herrn von Fellenberg, an ſeiner höheren Lehr⸗ und Erziehungsanſtalt zu Hofwyl den Unterricht beſonders der beiden claſſiſchen Sprachen mit beſorgen zu helfen. Nach einem dreijährigen Wirken in dieſer Anſtalt begleitete ich einen jungen eben daſelbſt erzogenen Portugieſen nach der Univerſität Edinburgh, um denſelben bei ſeinen höhern wiſſenſchaftlichen Beſtrebungen auch ferner zu unterſtützen. Ein Jahr darauf führte ich den gebildeten jungen Mann ſeinen in Liſſabon lebenden Eltern zu, und kehrte dann im Spätherbſt des J. 1838 in die Heimath zurück, wo ich meine Muße einigen literariſchen Arbeiten zuwandte, zu welchen mir jene Reiſen das Material ge⸗ boten hatten. Nach Beendigung derſelben begab ich mich nach Berlin, um hier, im Mittelpuncte li⸗ terariſcher Schätze und Hülfsmittel, meinen antiquariſch⸗hiſtoriſchen Studien mich wieder mit unge theilter Kraft hinzugeben. Im Herbſte des folgenden Jahres kehrte ich von dort zurück, und bald darauf hatte Se. Königl. Hoheit, unſer Durchlauchtigſter Großherzog, die Gnade, die an dem Gym naſium meiner Vaterſtadt erledigte Collaboratur mir zu übertragen, und ſomit einen höchſt erwünſch⸗ ten Wirkungskreis zu eröffnen.

Schriften: De reipublicae romanae ea forma, qua L. C. Sulla Dictator totam rem romanam ordinibus, magistratibus, comitiis commutavit. Commentatio de sententia amplissimi philo- sopkorum ordinis Acad. Ienensis primario ornata praemio. Lips. MDCCCXXXIV.

Die höhere wiſſenſchaftliche Lehr⸗ und Erziehungsanſtalt zu Hofwyl. Ein pädagogiſcher Beitrag. Leipzig 1837.

Ignez de Caſtro. Trauerſpiel in 5 Aufzügen von Joao Baptista Gomes. Ueberſetzt, mit ge⸗ ſchichtlicher Einleitung und einer vergleichenden Critik der verſchiedenen Igneztragödien. Lpz. 1841.

Erinnerungen an Liſſabon. Ein Gemälde der Stadt nebſt Schilderungen portugieſiſcher Zuſtände, Beſtrebungen und Fortſchritte. Berlin 1843.

Bemerkt ſei noch in Bezug auf die oben erwähnten Veränderungen in dem Lehrer-Kollegium, daß ſowie die beiden Profeſſoren Dr. Weißenborn und Dr. Rein durch Aufrücken in eine höhere Stelle, ſo die beiden in ihren Klaſſenordinariaten verbleibenden DD. Witzſchel und Schwanitz durch Zulage von je 100 thlr. in ihrem Einkommen verbeſſert wurden.

Andere in unſerem Schulleben hervorzuhebende Punkte ſind: die Beicht- und Abendmahlsfeier am 17. und 18. Mai, ſowie am 18. und 19. Oktober, wobei erſt Profeſſor Dr. Rein, dann Pro⸗ feſſor Dr. Mahr die Vorbereitungsandacht im Gymnaſium hielt; ferner das Privateramen ſämmtli⸗ cher Gymnaſialklaſſen den 25. und 26. Septbr., endlich am 25. November die Elmpt'ſche Gedächt⸗ nißfeier, wobei der Oberprimaner Heinrich Schill die deutſche Rede hielt.

Als am 21. Mai des vorigen Jahres Schulpforte das 300 jährige Stiftungsfeſt beging, bewies das hieſige Lehrer-Kollegium ſeine Theilnahme durch Ueberſendung einer lateiniſchen vom Direktor ab⸗ gefaßten Votivtafel.

Am 2. Februar d. J. feierte das Gymnaſium das Geburtsfeſt Sr. Königl. Hoheit, unſers gnä⸗ digſten Großherzogs. Nach einleitendem Geſange hielt Dr. Witzſchel die Feſtrede, in welcher er die

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