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lich, vnnd arme frembden knaben an allen vorteil ſich nit wol erhalten moegen, Derowegen ſo iſt an E. chf. G. nochmals vnnſere vnderthenigſt bithe, Die woellen eines ſchulmeiſters beſoldung, welche dieſer zeit jerlich LXV fl. iſt, mit noch XV fl., das ſich vf LXXX fl. erſtrecken moege, gnedigſt beſſern, Vnd armen vnd frembden kindern zu gemeinem Tiſche jerlich mit etlichen malder korns vnd gerſtenn, Innmaſ⸗ ſen zu gotha geſchiet, gnedigſt auch zuhulf kummen, So woellen wir alle ſambt, ſo vil vns allerſeits gebü— ren vnd moeglich ſein will, das vnſers hoechſtes vleis dabei auch thun, Das ob got will Gotes ehr vnd moeglicher nuz beid der kirchen vnd gemeines Vaterlands, zum beſſten vnd treulichſten gefordert werden ſolle, E. cf. G. die woellen ſich hirauf beſcheenen vertroeſtung vnd vnſerm vnderthenigſten vertrauen nach, als ein Criſtlicher loeblicher Landsfurſt vnnd Vater, gnedigſt erzeigen, vnd der belonung von goth dem almechtigen dafur gewarten, Das woellen auch wir jn aller vnderthenigkeit vnſers hoechſten vermoe⸗ gens zu verdienen allezeit willig erfunden werden. Datum Sonnabents nach Pentecoſt.*) Anno xliüij. E. ECJ. G. V. Juſtus Menius, pfarher, vnd der Rathe zu Eiſennach.
III.
Gotts gnade vnd frid In Chriſto, Durchleuchtigſter hochgeborner kurfurſt, Gnedigſter Herr, Vff inli⸗ gende des Rats zu Eiſenach, vnd meine Supplication, an E. kf. g. der ſchulen halb vnterthenigſt ausge⸗ gangen, gebe E. kf. g. ich in vnterthenigkeit ferner dieſen bericht, Das es war iſt, das des orts zu Ei⸗ ſenach, Gott Lob, eine groſſe menge Knaben in der Schule furhanden, vnd etliche von dannen auch an⸗ derswohin, als gen Wittenberg, Magdeburg, Gotha von Iren eltern verſchickt ſein, Dieweil aber in dem— ſelben zweierlei groſſe beſchwerung befinden, als nemlich die eine, das die Eltern, ſo gemeiniglich arme Handwergsleute ſind, Ire kinder auſſerhalb jrer behauſung mit ſo groſſen koſten viel Jare zu erhalten nicht vermoegen, derwegen Ir denn viel armuthshalb von Iren angefangnen Studiis ablaſſen müſſen, Die andere aber, das die knaben anderswo bei groſſen koſten ſo wol nicht jnſtituiret vnd jn zucht gehal— ten werden, als bey den Eltern vnd in Schulen daheim, on beſondere koſten viel beſſer vnd fruchtbarli⸗ cher geſchehen kann, vnd demnach es je leichter vnd beſſer, das vielen knaben, jn einer Schulen daheim ein einiger wolgelarter vnd treuer Schulmeiſter gehalten wird, denn das anderswo ein Jeder knabe vnter einem ſonderlichen preceptori mit beſondern groſſen koſten gehalten werden muß, zudem, das ein knabe, ſo daheim zuuor, vnd eher denn er zur Vniverſitet verſchickt wird, ſo fern jnſtituirt iſt, das er in der Vniverſitet ſonderliche Inſtitution entraten, mit den publicis lectionibus ſich behelffen, vnd dieſelben nutzlich gebrauchen kann und wil, deshalb mit ſtudiren jn einem oder zwei Jaren viel meher ausrichten kann, denn ein andrer, dem es an der Inſtitution noch mangelt, in ſechs oder achten, Item, So die Schulen daheim vfs beſte, wie man Gott lob, allezeit wol thun kann, beſtellt iſt, das auch armer Leute kinder, ſo armutshalb jn der Vniverſitet nicht ſein moegen, daheim dennoch zur not ſo vil ſtudiren vnd ſo fern gebracht werden konnen, das ſie in gemeinen dienſten der kirchen, vnd ſonſten noch gebraucht wer⸗ den mogen, Derhalb damit der armen jugend zum beſten gedienet vnd vnnötige koſten, ſo auſſerhalb vf das Junge geſind zu zeitten vnd oftmals eins groſſen teils vergeblich aufgewant, verhuttet werden moch⸗ ten, Iſt der Rath zu Eiſenach geneigt vnd begierig, jre ſchule nicht allein fur die Burgers, ſondern auch fur andrer der vmbliegenden E. kf. g. Landſchaft arme kinder zum beſſten, als Inen möglich, zu be⸗ ſtellen, wie denn ſie bereits einen wolgelarten, ehrlichen, frommen, fleiſſigen vnd treuen Mann, der ſich zu jnen vf kunftig Michaelis begeben wil, bekommen haben, So haben ſie auch die behauſung des predi— gercloſters zu ſolcher ſchulen mit vnterſchiedenen gemachen vfs bequemſte anzurichten furgenommen, welches, ob got wil, vfs forderlichſt, vnd noch fur dem herbſt verfertigt werden ſoll, Alſo, das an dem nur allein mangelt, das vf die beſoldung der LXV fl., ſo bisdaher ein ſchulmeiſter gehabt, kein ſonderlicher geſchick⸗ ter Mann zum Schulmeiſter ſich dahin begeben wil, vnd das armer leute kinder vf dem lande, jn ſon⸗ derheit der armen dorfpfarrer, vf jre koſten on alle ſteuer vnd vorteil, ſich gar nicht erhalten können, Derwegen denn an E. kf. g. nochmals meine vnterthenigſte bitte, die wollen vnſrem lieben Herr Gott zu dienſt vnd ehren, der heiligen kirchen vnd gemeinen nuz zum beſten, dieſes hochnötiges, nützliches, löb— liches vnd heiliges werg gnedigſt fordern, vnd mit der gebettenen Steuer, beid, für einen Schulmeiſter
*) Das iſt der 7. Juni des Jahres 1544.
und die at tts vnd 9, richt allein ern dobei ond treulich hes wird treves fleiß den Iren Johannls
Dieſe Weimar u „Amptmant Kirchenkaſte könnte, dos mann vom Ausgaben damit ſich
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