en phi⸗ geſtan⸗ erkant, n. Wir lt, das onnſers ziehenn,
nit zu 7, vnnd ſo vol ſtellung Wir he⸗ on ge⸗ ergt ge⸗ h mug⸗ erfar⸗ in gfor⸗ lich ge⸗ n vnge⸗ ngk ge⸗ zuver⸗
nnach.
ſtig her Dienn⸗ an ſeine mb ſoel⸗ wir vor a. W. da er zu ordenen, wohlge⸗ en vnnd Fwer a. domini
nit ber⸗ unſt ver⸗ ten euch
— 11—
zu ſoelcher diennſt einen fordern vnnd annemen, Weil aber wir ane das euch inn dem vnd andern zu ewrm beſten geneigt, vnns auch verſehenn woellenn, das es anders ewer gelegenheit ſein wil, das ir ſelbſt gemeiner ſtath als des vaterlands notdurft vnnd eigne pflichten bedenken vnnd euch hirinn willig Erzeigen werdet, So bitenn wir freuntlich, ir woellet euch zum forderlichſten anher verfügen vnnd inn der ſchul gebrauchen laſſen, bis vf des hochgelartenn vnnd achtbarn hern philipſen melanthon ankunft, dero wir vnns nuhmer teglich verſehenn, Alſdann ſoltet euch mit rath vnd wiſſen ſeiner A. zu dero er⸗ kenntnus wir dieſes hieuor geſtalt, Entweder des ſchulmeiſter oder je gewißlich des Cantors ampt beuo⸗ len werden, woellet euch hierinn inn anſehung vnſers wolmeinenden gemuets gutwillig vnd vnbeſchwert erzeigenn. Dan wir cuch inn allem guten willferigenn willenn zuerzeigenn geneigt ſeind. Dat. Dynns⸗ tags nach Eraſmi, Anno xliij.*) Juſtus Menius pfarher vnnd ſuperattendens An den Schulmeiſter geſchriebenn. vnnd der rathe zu Eiſennach. 3.
Vnnſere freuntliche diennſte zuuor. Erſame weiße gunſtige gonner vnnd freund, vns hat vnnſer vni— uerſitet glidmas Henricus Martin Ewer Stadkind, bitlicher erſucht, Ihme fürderungsſchrifft an euch zuge— ben, damit Ime das ſtipendium, ßo er von euch zur erhaltung vnnd forderung ſeines ſtudii eine zeittlang gehabt, moechte prorogirt vnnd erſtrackt werden, welche bit wir Ihme nicht haben wiſſen abzuſchlagenn, dieweil wir den gewiß wiſſen, das er dieſe zeith, ßo er alhie bei vns geweßen, ſeinem ſtudio mit ernſt⸗ lichem vleis nachgeſetzt, alſo das er ſich nicht ein Weniges gebeſſert, frucht vnd nuz durch ſoelchenn vleis geſchaffenn, auch ſtets eines erlichen wandels geweſenn, darzu von Natur aller Leichtfertickeit feind vnnd zur Erbarkeit geneigt, demnach an euch vnnſer freuntlich bitte, woellet bemelten henricus Martin noch ein zeitlang ſoelch ſtipendium zuuerſtrecken euch gunſtiglichenn Erzeigen, vnnd Ime vnſer uorſchrifft genießlich empfinden laſſen, ſeind wir vmb euch wider zuuerdienen, allezeit willig. Geben zu Wittenbergk freitag nach Quaſimodogeniti**) Anno 1540.
Rectores Magiſtri vnd Doctores der vniverſitet Ann vns denn Rathe geſchriebenn. zu Wittembergk.
II.
Durchleuchtigſter vnnd hochgeborner Churfurſt vnnſere vnderthenige verpflichte ganz willige dienſt ſeindt Ewer chf. g. allewege zuuoran bereit, Gnedigſter Herr, Es wiſſen Ewer cf. g. ſunder Zweifel ſich gnedigſt zuerinnern, was wir vnnſer ſchulen vnnd armen Iugent halben bei denſelbigen vnderthenigſt gebeten ha— ben, Als nemblich, weil derſelben gotlob eine guthe anzal furhandenn, vnd jnn der armen burger ver⸗ moegen gar nit ſein will, ſie jnn einer Univerſitet oder ſonſt auſſerhalb mit ſchweren coſſten zum Studio zu haltenn, zu dem auch die Erfarung gibt, das es der Jugent beyd, an Iren ſtudiis vnd moribus, mer ſchedlich denn nuzlich iſt, da ſie zu frue vnd eher, denn ſie daheim genugſam abgericht, ausgeſchickt werdenn, das man jnen jn den Univerſiteten noch ſunderliche Preceptores vnd Inſtitution beſtellen muſte, vnd Ir vor wegen groſſer Mennige ſo gar woll vnd vleiſſig nit mag gepflogen werden, als jin ſchulen daheim mit teglicher vebung geſcheen kaun, Darauf denn Ewer cf. g. vns gnedigſt beantwortet, wie ſie vernommen, das vnnſere ſchuel dieſer zeit mit ſchuelmeiſtern zum beſſten nit ſolt beſtelt ſein, vnd beuoh⸗ len, das wir dieſelbige zum beſſten nochmals beſtellenn ſolten, mit gnedigſter vertroeſtung, wann ſoelchs geſcheen, das alſdenn Ewer cf. g. vf ferner vnſer vnderthenigſt biten ſich mit Steuer vnd zulage gnedigſt wolten zuerzeigen wiſſen,
Da wir demnach jetzt zu wittenberg, mit Rathe vnd fürderung des hochgelarten vnd achtba⸗ ren Herrn Philippi Melancton einenn wolgelarten vnd eerlichen Mann zum Schulmeiſter bekommen, vnd zu einer ſtatlichen vnd bequemenn ſchulen das Predigercloſter alhie bei vns zu erbauen vnd anzurich⸗ ten furgenommen vnd vermitelſt goetlicher verleihung ſoelchs auch zu lifern hofen, Alſo das nicht alein vnſer Stath vnd Burger, Sondern auch anderer vmbliegenden Landſchaft kindere darinnen der heiligen kirchen vnd gemeinem Vaterlandt zu troſt vnd nuz vferzogenn werden moegenn, Vnnd aber allein an dem haften will, das vnnſer kirchcaſſten Solchem ſchulmeiſter ſeine ſtatliche beſoldung zu pflegen vnuermoeg⸗
*) Den 5. Juni 1543. —) Den 4. April 1540.


