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lanctonen, desgleichen ward der ſchulmeiſter von vns ſemptlich erfordert durch Wolgennanten herrn phi⸗ lipſen Melancthon alhie(nachdem vf dieſelbe zeit ſeiner achtbarkeit raiße hiedurch vnd nach koeln geſtan⸗ den) verhoert vnnd in des hern pfarers vnnd vnnſer beiſein für genugſam zum ſchulmeiſter Ambt erkant, Wie Ewer cf. gn. aus einligendenn Copien gnedigſt vernemenn werdenn, heten auch Ewre cf. gn. Wir allerlei ſchrift hierinn ergangen, vnderthenigſt vorzulegenn, Daraus mer den clerlichenn erſcheinenn ſolt, das dieſes jezigen ſchulmeiſters halber alles, mit rath vnd wiſſenn der gelartenn, ſunderlichenn aber vnnſers hern pfarhers beſcheen, Des wir vns vf beide hern, denn philipum vnnd pfahrer referirn vnnd ziehenn, habenn aber Ewer cf. gn. mit ſoelcher Weitleufigkeit nit woellen bemueſſigen,
Vnnd ſoltenn Ewer churf. gn. ſoelcher tiefenn grobenn vergeſſenheit oder vnnverſtandts ſich je nit zu vns verſehen, das wir umb eines menſchen willen etliche hundert knabenn verſeumen oder hindernn, vnnd dadurch an vns ſelbſt, vnſern kinden, vnnd ganzen gemeinen ſtath, auch an den gemeinen nuz ſo vbl handln vnnd thun woltenn, dann wir vns aus Gotes gnaden wol zuerinnern wiſſenn, das an beſtellung vnnd verſehung der ſchule vaſſt der hoechſte nuzs beider regiment haften will vnnd gelegenn iſt. Wir he⸗ tenn auch zu mererm ſchein vnnd glaubenn, got Lob, gleublich darzuthun, wie ein tapfers, wir von ge⸗ meiner Stath wegen vor und nach der beurſchenn entpoerung(als der kirchcaſſten, noch ganntz vnuerſorgt ge⸗ weſenn) bei der ſchul geſatzt, vnnd je vnnd allewegs ſoelchen gemeinen nuz vber alle Ding nach mug⸗ lichem vermoegenn gfordert, da wir auch dieſer zeit mit rath der verſtendigen vnnd gelerten, inn erfar⸗ ung khumen, das an einer oder mer ſchulperſonnen(welche doch merersteil von vnſerm pfarher darein gfor⸗ dert worden) einicher mangl oder gebrechen vorhanden were, ſolt ſoelchs ſoviel an vnns anverzüglich ge⸗ endert werdenn, Bithen derowegen vnderthenigs vleis Ewer cf. gn. woellenn vnns dieſer ſchwern vnge⸗ gründten bezichtigung entſchuldigt halten vnnd inn berürter ſachen durch gnedigſte gebetene verſehungk ge⸗ meiner ſtath gnedigſter Landffürſt ſein vnnd bleiben. Soelchs vnnſers vermögens gehorſamblichen zuver⸗ diennenn erkennen wir vns ſchuldig vnnd ſeint es zuthun ganntz willig.
Dat. Dynnſtags nach anthonii, Anno xliiij*)
E. Cf. G. V. Der Rath zu Eiſſennach.
Beilagen. 1.
Vnnſere gefliſſenn gannz willig Diennſt zuuor. Wolgelarter Erbar vnd achtbar beſonnder günſtig her vnnd freunde. Ewer Achtbar Wirdenn geben wir zuerkennen, das vns vnnſer ſchulmeiſter ſeines Dienn⸗ ſtes abegedankt vnnd vmb erlaubnus gebethenn. Derowegen wir einenn andernn wolgeſchickten an ſeine ſteth habe muſſenn. Nun hat vnnſer Statkind Hennricus Merttenn durch ſeinen vattern alhie, vmb ſoel⸗ che Condition anſuechen vnnd bitenn laſſenn, welchenn da er hiezu genugſam erkannt wurde, wir vor frembden zufördernn geneigt ſeindt, vnd iſt demnach vnnſere vleiſſig vnnd freuntliche bithe, Ewer a. W. woellenn durch ſich ſelbſt oder anndere herrn der vniuerſitet, bemelten Henricum fürnemen vnnd da er zu ſoelchem obriſtenn ſchulampt geſchickt vnnd genugſam befunden, inn vnſerm Namenn darzu verordenen, Oder Aber da mit ime noch zur zeit dieſes ampt nit zubeſteln were, vnns zu einemm andern wohlge⸗ ſchicktenn aufrichtigen geſellenn, mit dem die ſchuel genugſam beſtelt vnnd verſorgt würde, verhelfen vnnd ſich hierauf vnnſerm ſonnder vertrauen nach gutwillig Erzeigenn. Seind wir widderumb vmb Ewer a. w. inn allenn gutenn zuuerdiennenn ſchuldig vnd ganz willig. Dat. Montags nach Miſericordia domini Anno xliij**) Juſtus menius . pfarher und der Rathe zu Eiſennach.
Ann Magiſter philipſen Melanton geſchrieben. 2.
Innſere freuntlich Diennſt zuuor wolgelarter guter gonner vnnd freunde, wir woellen euch nit ber⸗ genn, das bei vnns alhie an der ſchuel beide des ſchulmeiſters vnnd Cantoris Condition vnnd diennſt ver⸗ ledigt worden ſeindt. Derohalben Ewer vater bei vns vleiſſig angeſucht vnnd gebeten, wir wolten euch
*) Das iſt den 22. Januar 1544. **) Das iſt den 9. April 1543.
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