Jahrgang 
1844
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iſt an de dieſer d Vnd Innmaſ⸗ 5 gebü⸗ ehr vnd werden ertrauen on goth vermoe⸗ xlijij.

ſennach.

öff inli⸗ ausge zu Ei⸗ nuch an⸗ in dem⸗ ch arme erhalten müſſen, t gehal chtbarli⸗ daheim be vnter m knabe, in der dieſelben asrichten So die er Leute ren vnd icht wer⸗ rhalb vf en moch⸗ ſondern , zu be⸗ der ſich e predi⸗ welches, zur allein geſchick jn ſon⸗ können, err Gott ches, löb⸗ hulmeiſter

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ond die armen fremden knaben, Irer hochlöblichen furſtlichen chriſtlichen tugend nach, wie ich vuterthenig⸗ ſtes vnd ganz troſtliches vertrauens bin, gnedigſt ſich erzeigen, So wil ich, ſoviel mir Gott verleihen wird, nicht allein mit fleiſſigem treuem vfſehen, ſondern auch mit meinen moglichen mitdienſten das beſte auch gern dabei thun helffen, damit ſolche E. kf. g. liberalitet vnd milde Begnadigung zum aller nuzlichſten vnd treulichſten, wie es von E. kf. g. gemeinet vnd verordnet wird, auch aufgewandt werden ſoll, Sol⸗ ches wird got der almechtige E. kf. g. ſonder Zweivel mit reichem Segen zeitlich vnd ewig, darumb wir treves fleißes allſampt on vnterlaß von herzen bitten wollen, vergelten, Der wolle E. kf. g. ſampt allen den Iren landen vnd leuten gnediglich ſchutzen vnd regiren, Amen. Datum Muhlhauſen, Dornſtags nach Johannis Baptiſte*) Anno c. xliiij. E. ff. g. vnterthenigſter Diener Iuſtus Menius, zu Eiſenach pfarher.

DieſeSupplication des Pfarrers und Raths überſchickte die Regierung(Kanzler und Räthe) zu Weimar mit einem Schreiben, datirtFreitags nach Kiliani anno 44, alſo d. 11. Juli, an den Amptmann zu Eiſenach mit der Erklärung,wie Sr. churfürſtl. Gnaden dafür halte, daß der gemeine Kirchenkaſten zu Eiſenach des vermögens wohl ſein ſollte, daß die anrichtung der ſchulen daraus beſcheen könnte, doch bevolhen, vor ihrem abweißen erkundigvng zu nehmen; daher begere man, daß der Amt⸗ mann vom Rathe und Vorſteher des gemeinen Kaſtens einen Bericht über Vorrath, Einkommen und Ausgaben deſſelben ſich zuſtellen laſſen und denſelben hierauf Sr. churfürſtl. Gnaden zuhanden überſchicke, damit ſich Sr. churf. G. darauf ferner vernehmen laſſen möge.

Darauf erfolgte der Bericht desAmpthmanns zu Wartpurgk, CEriſtoff von Harſtall, datirtaus Wartpurgk, Mittwochen nach Marie Magdalene, Anno 44, d. i. den 23. Juli, über das Vermögen und den Zuſtand des Kirchenkaſtens. Beigefügt war das oben mitgetheilte Bittgeſuch des Superin⸗ tenden und Stadtraths. Das Reſultat der Berechnung war, daß die jährliche Ausgabe um XXVIII fl. höher war als die jährliche Einnahme. Daher war die unterthänigſte Bitte des Amtmanns gar wohl begründet,Sr. churf. G. wolle ſich Gott zu Ehren mit gnadigfter Antwort erzeigen und befin⸗ den laſſen.

Doch die Einrichtung des Kloſters zur Schule ſchien ebenfalls Berückſichtigung und Zuſchuß von Seiten des Churfürſten zu erfordern. Darum ſind am Schluſſe jenes Berichtes über den Zuſtand des Kirchenkaſtens die Worte hinzugefügt:

Es erffordert auch die notdurſt, eine neue ſchuel anzurichten, derohalben man albereit eine ſolche ſchuel jn dem Predigercloſter alhie zu machen angefangen, welches gebaue denn Ewr caſſen ein meglichs coſten wird, nachdem das cloſter ganz verwüſt vnnd verfallen iſt.

Daß aber der Superintendent und der Stadtrath zu Eiſenach unterdeſſen nicht müſſig geweſen ſeien, erhellt aus Folgendem.

IV.

Durchleuchtigſter vnnd hochgeborner Churfurſt vnnd herr, vnſere vnderthenige gehorſame gans willig dienſt, mit hochſtem vleis ſeind Ew. cf. g. zuuoran bereit, Gnedigſter Herr, Ew. cf. g. haben wir nuhe etlichmal vnderthenigſt bericht, wie wir befunden, das vil feinen wolgeſchickten knaben deshalb, das jnen jre Eltern auſſerhalb jrer heuſer jn den vniuerſiteten odern andern ſchulen von dem jren zu helfen Ar⸗ muthshalb vnuermeglich, von jren wolangefangenen Studiis ganz vnd gar abelaſſen, vnd das auch die⸗ jhenigen, ſo zu fruhe vnd eher, den ſie ſonderlicher Preceptoren vnd Inſtitution entbern kunten, jn ſchul⸗ len anderſwo wenig nuz ſchafeten, jren eltern viel verzereten, vnnd alhie bei vns jn jren Anheimiſchen ſchulen zu jrem nuz viel beſſer, fleiſſiger, fruchtbarlicher vnd mit geringern coſſten erhalten ond jnſtituirt werden moechten, Vnnd demnach bedacht, das wir vnſere ſchuel alſo beſſtellen vnd anrichten wolten, da⸗ mit wir vnnd andere mitburgere mit vnnoetigen Coſten, ſo wir vf vnſere jugent jn frembden ſchulen diß dahero haben aufwenden muſſen, verſchonet vnd vnſere, desgleichen auch anderer frembden leuthe, aber E. cf. g. vnderthanen Kindere, alhie bey vns jn vnſer Schule jn guten Eerlichen kunſten vnnd be uoraus jnn cheiſtlicher Lahr vnd zucht, ſoweit jnſtituirt vnnd vferzogen werden moechten, das dieihenigen,

*) Das iſt den 26. Juni 1544.