Jahrgang 
1844
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ſeit der Reformation vom J. 1525 bis 1544 nach der gewöhnlichen Annahme ſchon 3 Rektoren der⸗ ſelben Schule genannt werden, nämlich Petrus Avianus, Johannes Preuss, Sebastian Boethius. Daß aber Rosinus im Jahre 1544 ſein Amt angetreten hat, iſt nicht zu bezweifeln, wie ſich bald ergeben wird. Dieſer Rector Rossfeld war auch der erſte, welcher in der neu eingerichteten Schule eine Amtswohnung erhielt. Dies hat ſchon Heusinger gemeldet in dem erſten Programme von 1747 (Opusc. p. 367.) mit den Worten: Nuper demum ex Himmelianis schedis(in einer ſpäteren Note deſſelben Programmes, Opusc. p. 369. fügt er hinzu: quae ipsius manu scriptae supersunt in aede sacra Milensium*) de primorum rectorum habitatione publica ea cognovi, quae hodie pau- cis nota sunt. Non alienum itaque erit, ex iis aliqua hoc loco adscribere, ne totius rei me- moria intercidat. Ita vero ille:Habitatio secundi diaconi iſt die obere pfarrbehauſung an dem Helgenhauſe. Dieſe behauſung iſt vor undencklichen iaren, wie ich von meinen lieben eltern gehöret, ge⸗ teilt geweſen, alſo daß im obern teil der dom. rector scholae eine zeitlang hat gewonet, ehe des re- etoris wonung in der Lateiniſchen ſchulen iſt angerichtet worden, daß man darinnen hat wonen koennen. Sobald aber das Predigerkloſter ſampt den elassibus iſt angerichtet worden, hat der rector müſſen drein ziehen und iſt die mittel- oder wellerwand in der obern pfarrbehauſung hern M. Reuschen abgelegt, und nur eine pfarrbehauſung daraus gemacht worden.

Auf dieſe Stelle beziehet ſich ohne Zweifel der frühere Direktor Johann Friedrich Eckhard in dem deutſchen Programme vom J. 1787 über Johann Rosinus und deſſen Schriften S. 5, wo er erwähnt, daß Barthol. Rosinus, der Vater des Johann Rosinus, gebildet auf der Univerſität zu Wittenberg, durch Luther's und Melanchthon's Empfehlung in dem Alter von 24 Jahren als Rector an die Schule in Eiſenach im Jahr 1544 ſei berufen worden:Unter den Rectoren der in dem hieſigen Prediger⸗ Kloſter errichteten Schule iſt Rosinus der dritte(·), aber der erſte geweſen, der die Erlaubniß erhal⸗ ten, in gedachtem Prediger- oder Dominikaner⸗Kloſter zu wohnen, nachdem es 20 Jahre leer geſtanden. Die erſten Rectoren haben in dem obern Theile der Pfarrbehauſung bei dem Heiligen Hauß gewohnet, welche durch eine Zwiſchenwand getheilt geweſen.

Nach den bisher angeführten gewichtigen Zeugniſſen bedarf es nicht ſolcher allgemeinen Bemerkun⸗ gen, wie z. B. bei Chriſtian Juncker in ſeinemDiscours von dem erſten Jubel⸗Feſte**) des Fürſtl. Gymnasii zu Eiſenach 1709 S. 23., daß i. J. 1544. die Schule zu einer evangeliſchen ſei geſtiftet worden, oder bei Schumacher(der ſeit 1759 als Subconrector, ſpäter ſeit 1767 als Professor und Collaborator für die oberen Claſſen am hieſigen Gymnaſium thätig war) in denVer⸗ miſchten Nachrichten und Anmerkungen zur Erläuterung und Ergänzung der Sächßiſchen, beſonders aber der Eiſenachiſchen Geſchichte fünfte Sammlung(Eiſenach 1769) S. 30, daß, weil die 1544 in das Predigerkloſter verlegte Stadtſchule zur Pfarrkirche zu St. Georgen ehemals gehört habe, der Stadtrath das Recht habe, die Schullehrer zu berufen.

Eben ſo wenig aber können auch Rebhan's und Paullini's Nachrichten entkräftet werden durch zwet ganz anders lautende Angaben. Die erſte ſteht inAndreae Toppii, Pfarrers zu weni⸗ gen Tennſtet Hiſtoria der Stadt Eiſenach, verfaſſet Anno 1660. und anitzo zum Erſtenmahle vollſtän⸗ dig aus dem Manuscripto ans Licht gegeben(von Christian Juncker, Eiſenach und Leipzig 1710) Seite 21:Anno 1532 iſt das Prediger Cloſter zur Lateiniſchen Schule verordnet mit fünff Praecepto- ren. Der Herausgeber hat ſchon dieſe fehlerhafte Angabe des Jahres in einer Anmerkung beſpro⸗ chen, nicht aber die zweite eben ſo falſche, daß die Schule ſchon damals fünf Lehrer gehabt habe. Vergleiche noch Heuſinger Opusc. p. 307.

Die zweite Angabe findet ſich in M. Georg Michael Pfefferkorn's,(Paſtors und Superint. zu

hanianam historiam descripsit(inde enim Paullinus hos versus accepit) error est, quem Paullino corrigere licuisset. Abies enim, quam tanne dicimus, Graecis est&Adrn, unde SAAr⁴i⁄ componitur, cuius tamen secunda syllaba corripienda erat. In unſerem Eremplare der Rebhanſchen Chronik iſt Elandantro ge- ſchrieben. Woher der Name Bissander oder, wie ihn Koch richtiger ſchreibt, Byssander komme, kann nicht zweifelhaft ſein, daThalmann nach der Sitte der Zeit gräciſirt und von gvooos gebildet wurde.

*) Johann Himmel iſt von Rebhan und Paullini(p. 257.) als Diaconus zu Eiſenach im J. 1579 erwähnt. Heu- singer nennt ihn ſpäter(Opusc. p. 421.)archidiaconus ecclesiae nostrae.

**) Es war dies das erſte Jubelfeſt der Stiftung bedeutender Schulſtipendien i. J. 1609 durch Johann Casimir und Johann Ernst.

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