Jahrgang 
1844
Einzelbild herunterladen

Sehen wir aber, ehe die anderen Veränderungen, die die Schule in dem Jahre 1544 betrafen, ausführlicher beſprochen werden, auf welche Zeugniſſe Heuſinger ſich berufe. Es iſt dies

1) Historia ecclesiastica Isenacensis per M. Nicolaum Rebhan, Superint. Isenac.,*) deren Vorrede ausgeſtellt iſtsenaci Calend. Sextil. A. C. N. MDCXXI. Auf der 17. Seite, wo er unter den Klöſtern auch das Prediger⸗ oder Dominikaner⸗Kloſter anführt, berichtet er: Profligato hinc papatu Praedicatorum hoc coenobium habitatorem neminem habuit usque A. C. N. MDXLIV., quo schola trivialis eo translata fuit.

2) Christiani Francisci Paullini historia Isenacensis(Francof. ad Moen. a. MDCXCVIII). S. 150. unter dem Jahre 1544 wird berichtet: Ioann. Frideric. Elector ad sollicitationem Me- nii, die Saturni post Galli in mandatis dedit redituum Magistro in Thuringia et Voitlandia, Henrico Monnichio, ut salariis Paedotribarum scholae Isenacensis quotannis adderet XV. florenos, et quinque medimnos seu modios Erfordienses frumenti. Idem eod. die, datis ad Me- nium et Senatum literis, mandat, ut nullus collega scholae sine consensu Superintendentis vel eligatur seu constituatur unquam. Coenobium Dominicanorum in scholam provincialem convertitur. Idem Elector promoturus studia pauperculorum stipendia dedit centum et quinquaginta. Dieſe letzte Notiz gehört aber ſchon zum J. 1545, da am Rande bemerkt iſt:1545. stipendia 150.

3) Deſſelben dissertatiuncula de Rectoribus scholae Isenacensis(in Paullini Ferraria gloriosa sive dissertationes selectiores ad Hist. Isenac. Francof. et Lips. MDCCIIl), die ſpäter Heuſinger in 3 Pro⸗ grammen i. J. 1747 mit reichen Bemerkungen hat abdrucken laſſen.**) Es heißt daſelbſt in der Einleitung: Clauso igitur veteri lyceo retro coenobium Franciscanorum, eo in loco, ubi nunc cerevisia principalis coquitur, cuiusque alumnus erat Lutherus, et eiectis monachis mendicantibus, quos vulgo prae- dicatores vocabant, monasterium eorum iussu Gregorii VIIII. ab Hlenrico landgravio, quod S. Elisabetham cum prole sua persecutus esset, et Conrado, fratre eius, quod multum Christiani sanguinis Fritzlariae fudisset incensa aede S. loannis Baptistae, pro expiatione criminum suo- rum anno MCCXXXV conditum, in scholam publicam anno salutis MDXLIV. conversum est.

4) Johann Michael Koch's Eiſenachiſche Chronik in 4 Büchern, ein Manuſcript, welches der hieſigen Großherzogl. Regierungsbibliothek gehört. Auf dem Tittelblatte hatte er ſich unterzeich⸗ net: des Gymnasii zu Eiſenach Collega sextus, doch iſt dieſes ausgeſtrichen. Die Widmung lau⸗ tete: dem durchlauchtigſten Fürſten und Herrn, Herrn Johann Wilhelm, aber der erſte Name iſt ebenfalls ausgeſtrichen und dafür geſetzt: Wilhelm Heinrich. Beide Veränderungen waren durch die längere Dauer der Niederſchreibung dieſer Chronik nöthig geworden. Im 2. Buche 5. Ka⸗ pitel meldet er, er ſei nach Joh. Chriſtoph Junckers ſeeligem Abſterben in die 5. Claſſe gekommen und 1724 den 21. Martii introducirt worden, nachdem er über 6 Jahre in Sexta geweſen. Auf dem folgenden Blatte führt er ſich wieder unter den Collegis Classis Sextae vom J. 1717 an und be⸗

*) Nach dem Tode des Superint. M. Friedrich Schoͤnhar war Rebhan i. J. 1611. nach Eiſenach berufen worden, nachdem er zu Gotha Diakonus, hierauf zu Römhild Superint. geweſen war. Die hieſige Gymnaſtialbibliothek beſitzt ſeine historia eccles. Isenac. im Manuſeripte; auf dem Titelblatte iſt unter dem Datum vom 7. Auguſt 1709. von dem damaligen Rector gymnasii, Chriſt. Juncker, bemerkt, daß erdieſes rare Manuscriptum in ei⸗ ner Kammer der Rectorats⸗Wohnung in einen Winkel hingeworfen gefunden, darauf es colligirt und binden laſſen, auch nunmehr der bibliothecae gymnasii Isenacensis zum Andenken und ſteter Verehrung übergeben habe. Ein zweites Exemplar beſaß ſonſt die Bibliothek der Kirche zu St. Georgen hier, allein dies iſt ver⸗ loren gegangen, ſo daß das Eremplar der Gymnaſialbibliothek das einzige in Eiſenach iſt.

**.) Dieſe Programme ſind auch aufgenommen in Io. Mich. Heusingeri Opuscula minora varii argumenti. Exhi- puit, præfatus est et vitam auctoris dedit Frid. Aug. Toepfer. Tom. I.(Nordlingae MDCCIXXIII.) pag. 364 420. Die Sammlung Heufinger'ſcher Programme, welche die hieſtge Gymnaſialbibliothek beſitzt, iſt je⸗ doch vollſtändiger. Wie Heuſinger in den Beſitz dieſer dissertatiuncula gekommen ſei, erzählt er in dem Pro⸗ gramme vom J. 1739: Immortalia merita Serenissime domus Saxonicæ in Il. Gymn. Isen. cumulata a Zer. Wilh. Henrico(Opusc. p. 51.), in dem er beweiſt, daß Petrus Avianus der erſte Rector der Schule ſeit Annahme der Reformation geweſen ſei, mit folgenden Worten: Consentit etiam Paullinus in dissert. de re- ctoribus Isenacensibus M. S. quam e bibliotheca Uffenbachiana descriptam nactus sum singulari beneficio viri maxime reverendi, I. V. Schrammii, Cruciburgensis ecclesiae doctoris. Dies wiederholt er zu Anfang des erſten Programmes von 1747.(0pusc. 365. coll. p. 306.). Der Verfaſſer dieſer Nachrichten hat dieſes Manuſcript in der Gymnaſialbibiliothek noch vorgefunden und einbinden laſſen. Die oben citirte Stelle ſteht in den Opusc. p. 367. 3

netkt ſcin verdient, und ſorg machen. Auf! hung dee des Gene Alß geoffenba ſter(der⸗ purgirt Schul vo erſte Rec und wie eirte, da ſognet, d Aufferzieht Koch Nach und Luthe In ei Heren Dir weggekomn Wie b Tage die Zu d Kirchen⸗ rektes hin Thanmam verfaßte e ſind von P. 212. strae ver