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So breitet denn Ihr lieber Abſchiedsgruß ein freundliches Licht für den Reſt meiner Tage. Für ihn wie für alle früheren Beweiſe freundlicher Geſinnung drücke ich Ihnen herz⸗ lich dankend die Hand mit der Bitte, auch fernerhin meiner wohlwollend zu gedenken. Ihr treu und hochachtungsvoll ergebener Nodnagel.
Ueber die alljährlich wiederkehrenden Reifeprüfungen gibt IIb dieſes Berichtes Aus⸗ kunft.— Eine Sonderprüfung für Nichtſchüler fand im September 1916 ſtatt. Ihr unterzogen ſich mit Erfolg: Ernſt Bauer aus Gunterhauſen, Kreis Oppenheim, Elfriede Kadden aus Hagen i. W., Kurt Ludwig aus Bad Nauheim, Wilhelm Philipp Vogt aus Gießen, Friedrich Wagner aus Darmſtadt.— Die Prüfung zur Erlangung der wiſſen⸗ ſchaftlichen Befähigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienſt beſtanden die ehemaligen Schüler unſerer Anſtalt: Johann Juſt aus Worms⸗Neuhauſen, Kriegsfreiwilliger,(mündliche Prüfung am 21. Juni 1916), Friedrich Peter aus Worms, Kriegsfreiwilliger,(mündliche Prüfung am 28. Juli 1916) und der zum Heere eingezogene Georg Wilhelm Pfaff aus Oſthofen (mündliche Prüfung am 13. Dezember 1917).— Zur Erlangung des Reifezeugniſſes für Oberſekunda unterzog ſich im Februar 1917 der Gerichtsſchreiber⸗Aspirant Philipp Schmahl aus Wörrſtadt einer Prüfung. Am 15. Februar 1917 konnte ihm in der mündlichen Schluß⸗ prüfung das gewünſchte Zeugnis zuerkannt werden.— Für alle Prüfungen war der Direktor der Anſtalt zum Regierungskommiſſar ernannt worden.
Der Großherzogliche Turninſpektor, Herr Schulrat Schmuckk beſichtigte am 29. und 30. November 1916 den Turnunterricht in mehreren Klaſſen der Anſtalt, am 22. und 23. Januar 1917 zeigte er in anderen Klaſſen Muſtervorführungen, für die wir ihm auch an dieſer Stelle verbindlichſten Dank ſagen.
Am 15. und 16. März wohnte Herr Prälat Dr. Euler dem evangeliſchen Religions⸗ unterricht in mehreren Klaſſen der Oberrealſchule und den Klaſſen der Vorſchule bei.
Anſere Schüler und der deutſche Krieg.
Voran ſtellen wir die Trauerkunde, daß wieder einer unſerer Kriegsfreiwilligen aus dem Sommer 1914 den Heldentod fürs Vaterland geſtorben iſt. Es iſt Friedrich Lingler aus Eppelsheim in Rheinheſſen. Lingler war geboren am 23. Juni 1895 zu Eppelsheim. Nachdem er am 18. Auguſt 1914 die Notreifeprüfung beſtanden hatte, trat er am 19. Auguſt als Kriegsfreiwilliger bei dem Erſatz⸗Bataillon des Infanterie⸗Regiments Nr. 118 in Worms ein. Schon am 5. Oktober 1914 rückte er, erfüllt von heiliger Vaterlandsliebe und in freudiger Begeiſterung, ins Feld, wo er dem ihm ſchon immer lieb geweſenen aktiven Infanterie⸗Regiment Nr. 118, das damals in Frankreich ſtand, zugewieſen wurde. Gern und wohlgemut ertrug der neunzehnjährige junge Held die Beſchwerden und Gefahren des Krieges. Zu Kaiſers Geburtstag, am 27. Januar 1915, wurde er in Anerkennung ſeines tapferen Verhaltens und ſeiner militäriſchen Tüchtigkeit zum Gefreiten befördert. Im Mai 1915 kam er mit ſeiner Truppe nach Galizien, wo er an den Kämpfen und Gefechten des Regiments teilnahm, erfreulicherweiſe ohne Schaden zu nehmen. Im Juli 1915 kehrte er mit den 118ern nach Frankreich zurück. Die heißen Kämpfe der Herbſtſchlacht in der Champagne brachten ihm am 6. Oktober 1915 eine Schuß⸗ verletzung am Knie. Nachdem er zur Heilung mehrere Wochen in der Heimat verbracht hatte, kam er gegen Ende des Jahres wieder zum Erſatz⸗Bataillon ſeines Regimentes nach Worms. Hier erfolgte ſeine ſchon im Felde beantragte Beförderung zum Unteroffizier und im Januar 1916


