Jahrgang 
1912
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Dem Herrn Kollegen Dreſcher, der mit außerordentlichem Fleiß, großem Geſchick und gutem Geſchmack die Einübung durchführte und die Ausübung überwachte, den Herren Kollegen, die ihm gern jede Unterſtützung gewährten, den Schülern und Schülerinnen für ihre Hingabe an eine ſchöne und gute Sache ſei hierdurch nochmals herzlichſt gedankt. Wir hoffen, daß das gute Beiſpiel zur Nacheiferung anſpornen wird, Zeit und Gelegenheiten finden ſich im Schulleben oft.

6. Geſunoͤheitliches.

Der Geſundheitszuſtand bei Lehrern und Schülern war im ganzen gut.

Eine Kürzung des Unterrichts fand der Hitze wegen am 10., 11., 12., 14., 21., 22. und 29. Auguſt ſtatt.

Herr Dr. med. Raiſer richtete auch in dieſem Jahre für unſere Unterprimaner einen Krankenträgerkurſus ein. Die Uebungen begannen am 8. November und endeten am 27. März; gern ſagen wir wiederholt unſeren herzlichſten Dank für die im Intereſſe der Schule geübte Opfer⸗ willigkeit. Zu gleichem Danke verpflichtete uns Herr Kreisaſſiſtenzarzt Dr. med. Freſenius für einen Vortrag, den er am 6. März d. Is. unſeren Abiturienten über geſundheitliche und ſittlliche Gefahren hielt, denen junge Leute nach Verlaſſen der Schule und des Elternhauſes ausgeſetzt ſind.

7. Geſchenke.

Herr Profeſſor Bonin ſchenkte unſerer Bibliothek: 1. Urkunden zur Geſchichte der Waldenſer Gemeinde Pragela, geſammelt und herausgegeben von Profeſſor D. Bonin, gewidmet Seiner Königlichen Hoheit Ernſt Ludwig, Großherzog von Heſſen und bei Rhein, Magdeburg, Verlag der Heinrichshofenſchen Buchhandlung 1911. 2. Urkunden⸗ buch der Stadt Pfeddersheim, Frankfurt a. M., Verlag von Heinrich Keller, 1911. Um die Bereicherung der naturkundlichen Lehrſammlung haben ſich beſonders verdient gemacht: Der Quar⸗ taner Koberg durch Schenkung einer Sammlung von Reptilien, Vögeln, Neſtern und Gelagen aus Porto⸗Rico, der Unterprimaner Wilhelm Bauer aus Guntershauſen durch Ueberlaſſung eines von ihm erlegten Seeadlers.

Den freundlichen Gebern ſagen wir verbindlichen Dank.

8. Mitteilungen an die Eltern.

a. Über Berechtigungen. Im November 1909 hat Großh. Miniſterium des Innern über die Berechtigungen der höheren Schulen eine Zuſammenſtellung veröffentlicht, die wir zum Abdruck bringen. Im Großherzogtum Heſſen gewähren die nachſtehend angeführten Zeugniſſe folgende Rechte: I. Das Reifezeugnis der Gymnaſien berechtigt: 1. Zum Studium der Theologie.

Hat der Kandidat die Reifeprüfung im Hebräiſchen erſt während des Univerſitätsſtudiums beſtanden, ſo muß er nach ihrer Ablegung noch volle 4 Semeſter ſtudieren, wenn er zur Fakultätsprüfung zugelaſſen ſein will;

2. zur Promotion bei der theologiſchen Fakultät der Landesuniverſität Gießen. II. Die Reifezeugniſſe der Gymnaſien, Realgymnaſien und Oberreal⸗ ſchulen berechtigen: 4 1. zum Studium der Rechts⸗, Staats⸗ und Finanzwiſſenſchaft.

Studierende, die nur ein Reifezeugnis eines Realgymnaſiums oder einer Oberreal⸗ ſchule beſitzen, oder deren Gymnaſialreifezeugnis im Lateiniſchen nicht mindeſtens die Note genügend aufweiſt, haben bei der Fakultätsprüfung u. a. Arbeiten vorzulegen, welche ſie