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III. Abiturieuten des Gymnaſiums. Oſtern 1890.
Namen. Konfeſſion. Heimat. Geburtsjahr. Künftiger Beruf.
1. Axt, Friedrich, ev. Elsheim, 1870, Theologie.
2. Bickelhaupt, Friedrich Wilhelm, ev. Lampertheim, 1870, Staatswiſſenſchaften 3. Bohn, Wilhelm, ev. Alzey, 1871, Rechte.
4. Braun, Karl, ev. Alzey, 1870, Heilkunde.
5. Decker, Eduard, ev. Mettenheim, 1871, Philologie.
6. Deibert, Johann, ev. Eich, 1869, Theologie.
7. Dietz, Chriſtian, ev. Worms, 1870, Heilkunde.
8. Frey, Emil, ev. Kallſtadt, 1872, Theologie.
9. Gebhardt, Karl, kath. Worms, 1869, Theologie.
10. Kuhn, Philipp, ev. Grünſtadt, 1871, Rechte.
11. Manz, Philipp, ev. Pfeddersheim, 1872, Heilkunde.
12. Schuck, Guſtav,. ev. Bubenheim, 1872, Theologie.
13. Sellheim, Hugo, ev. Biblis, 1871, Heilkunde.
b. Zur Geſchichte der Anſtalt.
1. In das am 25. April 1889 cröffnete Schuljahr fallen folgende Aenderungen im Lehrerbeſtand:
Verſetzt wurden: Die Gymnaſiallehrer Lenhardt und Dr. Hahn an das Gymnaſium zu Darmſtadt mit Wirkung vom 1. Mai, bezw. 1. Dezember 1889, ſowie die prov. Gymnaſiallehrer Joſt und Dr. Eger an das Realgymnaſium zu Gießen, mit Wirkung vom 16. Mai, bezw 1. Oktober 1889. Dem Gymnaſiallehrer Lenhardt wurde mit Rückſicht auf perſönliche Verhältniſſe geſtattet, ſeinen hieſigen Dienſt bis zu den Sommerferien fortzuſetzen, während welcher Zeit ihn der Gymnaſiallehrer Göckel in Darmſtadt zu vertreten hatte.
Neu eingetreten ſind: Die Gymnaſiallehrer Sauer¹) und Göckel') am 1. Mai 1889 (beide definitiv am 1. Juni 1889), der proviſoriſche Gymnaſiallehrer Dr. Seip am 1. Oktober 1889 und der Gymnaſiallehrer Dr. Nies) am 1. December 1889.
¹) Johann Sauer, geboren zu Mainz am 30. Mai 1859, ſtudierte klaſſiſche Philelogie, machte 1883—81 ſeinen Aeceß am Gymnaſium zu Mainz, wurde, nach vorübergehender Verwendung an der Realſchule zu Alzey, 1884 provi⸗ ſoriſcher Gymnaſiallehrer zu Mainz, am 1. Mai 1889 proviſoriſcher und am 1. Juli 1889 definitiv angeſtellter Gym⸗ naſiallehrer dahier.
²) Chriſtian Göckel, geboren am 5. April 1860 zu Dietzenbach, ſtudierte 1880— 84 Mathematik und Natur⸗ wiſſenſchaften, trat im Auguſt 1884 den Acceß am Realgymnaſium in Darmſtadt an, war vom 1. Oktober 1884— 1886 proviſoriſcher Gymnaſiallehrer zu Mainz, genügte 1886— 87 ſeiner Militärpflicht, war von Oktober 1887 bis April 1888 proviſoriſcher Leiter der höheren Bürgerſchule zu Beerfelden, ſodann wieder proviſoriſcher Gymnaſiallehrer zu Mainz, bis er am 1. Mai 1889 proviſoriſch und am 1. Juni 1889 definitiv als Gymnaſiallehrer dahier angeſtellt wurde.
³) Dr. Karl Nies, Inhaber des Ritterkreuzes II. Klaſſe des Philippsordens, der Kriegsdenkmünze von Stahl für Combattanten und der heſſiſchen Landwehrdienſtauszeichnung, geboren am 9. Juli 1850 zu Gießen, abſolvierte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt 1868, genügte 1868—69 ſeiner Militärpflicht, ſtüdierte Mathemtaik bis 1873, wirkte einige Monate an Piivatſchulen, wurde am 10. November 1873 proviſoriſcher Reallehrer in Friedberg, am 16. Oktober 1874 deſinitiv angeſtellter Reallehrer in Bingen, am 19. März Lehrer an demn Realgymnaſium und der Realſchule zu Darm⸗ ſtadt, Oſtern 1889, nach erfolgter Trennung der letztgenannten Anſtalten, Lehrer an der Rrealſchule zu Darmſtadt und durch Allerhöchſtes Dekret mit Wirkung vom 1. Dezember 1889 Lehrer an hieſiger Anſtalt.


