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auf dem natürlichen Auftrieb der erwärmten Luft beruhenden Lüftungsanlage für ſtündlich 2maligen Luftwechſel eingerichtet. Die Bedienung der Friſchluftklappen erfolgt durch den Heizer im Flur des Kellergeſchoſſes. Die Waſſerzuführung zur Befeuchtung der in das Gebäude ein⸗ geführten und erwärmten friſchen Luft wird automatiſch durch Schwimmkugelgefäße geregelt. Alle Leitungen in den Stockwerken liegen in Mauerſchlitzen, die zum Teil ausgemauert und überputzt, zum Teil mit der Wandfläche bündig gehendem Eiſenblech abgedeckt ſind. Die glatten Radia⸗ toren ſind auf Konſolen verſetzt und damit jegliche Schmutzecken an deren Aufſtellungsort vermieden.
Beſondere Aufmerkſamkeit wurde auch der Abortanlage für die Schülerinnen gewidmet, die als ſelbſttätig ſpülende Trogkloſetanlage ausgebildet iſt. Da nach den örtlichen Beſtimmungen die Abgänge aus Aborten den Kanälen nicht zugeführt werden dürfen, wurde eine eigene auto⸗ matiſch wirkende biologiſche Kläranlage eingerichtet, deren Produkt ſo einwandfrei iſt, daß gegen ſeine Einführung in die Kanäle Bedenken nicht mehr vorlagen. Die einzelnen Abortſitze ſind durch Monierwände geſchieden, der Fußboden hat einen Steinholzbelag erhalten und der Raum iſt durch Oberlicht erhellt. Damit die Spülanlage auch im Winter in Betrieb erhalten werden kann, ſind mit Niederdruckdampf geſpeiſte Rippenheizkörper angeordnet, welche die Erhaltung einer Temperatur von+ 12⁰ C ermöglichen.
Nach dem Schulhof führen 2 Ausgänge aus dem Hauptgebäude. Beide ſind zur Ber⸗ hütung von Zugluft, ebenſo wie der Haupteingang, mit Glasabſchlüſſen nach den Fluren hin abgeſchloſſen. Um das Gebäude und die Klaſſenräume möglichſt frei von Schmutz und Staub zu erhalten, ſind vor den Eingängen, breite Flächen mit Kopfſteinen gepflaſtert, auf denen ſich die Schülerinnen nach Beendigung der Pauſen aufſtellen; unmittelbar vor den Ausgängen liegen auf die ganze Breite des Durchgangs Fußkratzeiſen in Form von Gitterröſten, auf welchen der größte Teil des Schmutzes von den Schuhen abgeſtreift wird. Zur Vervollkommnung des Reinigungsgeſchäftes ſind ſodann in den Vorplätzen ebenfalls auf deren ganze Durchgangsbreite Kokosmatten, vertieft und bündig mit dem Plattenbelag eingelegt. Die Fußmatten ſind dreiteilig, um ſie zum Reinigen leichter herausnehmen und auswechſeln zu können.
Die Befeſtigung des Schulhofes beſteht aus einer 20 cm hohen Schlackenſchicht mit gut aufgewalzter 5 cm hoher Kiesſchicht. Für die Entwäſſerung iſt durch gute Gefällverhältniſſe und geeignete Verteilung von Sinkkaſten, für die Beſprengung im Sommer durch Anordnung von Hydranten Sorge getragen. Zur Beſchattung des Schulhofes wurden die verſchiedenen in Deutſchland gedeihenden Wildbäume angepflanzt, um den Schülerinnen Gelegenheit zu geben, die Bäume des deutſchen Waldes in ihrer Schule in lebendiger Vorführung kennen zu lernen. Auch ein kleiner Schulgarten für den botaniſchen Unterricht iſt vorhanden. Dem Turnunterricht und den Bewegungsſpielen dient ein auf dem Schulhof untergebrachter Tennisſpielplatz.
War auf die Architektur des Gebäudes eingangs ſchon kurz eingegangen worden, ſo mögen hier noch einige Bemerkungen über die Formenſprache der Faſſaden, die zum Äußeren verwendeten Materialien und deren Behandlung Platz finden. Wie erwähnt, wurden die dem Platz zugeführten Hauptfaſſaden vollſtändig in gelblich⸗grünlichem Sandſtein aus dem Alſenztal verkleidet. Für die Sockel wurde kräftig boſſierte Niedermendiger Baſaltlava verwendet und die Sandſteinflächen des Erdgeſchoſſes wie des Turnhallengiebels zeigen kräftige boſſierte Behandlung, aus der ſich die reich profilierte Umrahmung der Fenſter gut heraushebt. Die beiden Ober⸗


