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geſchoſſe ſind glattflächig im Charierſchlag behandelt. Durch Einfügung eines Maaßwerkfrieſes in die Brüſtungen der Fenſter des Obergeſchoſſes und durch das kräftige ſteinerne Hauptgeſims ſind die Horizontalen am Gebäude ſtark betont und ſtehen im wohltuenden Gegenſatz zu den auf⸗ wärts ſtrebenden Maſſen des Waſſerturmes und des als Hauptgebäudeſchmuck gewählten Turm⸗ motivs über der Eingangshalle. Das Motiv der Fenſterarchitektur iſt an den Faſſaden gleich⸗ mäßig durchgeführt und in dieſem Motiv ein angenehmer Wechſel durch Zuſammenfaſſung der Fenſter in Gruppen zu 2 oder 3 Axen erzielt. Das Hauptportal und die darüber ſich ent⸗ wickelnde Fenſtergruppe ſind mit reicher Ornamentbehandlung beſonders hervorgehoben. Alle⸗ übrigen Faſſaden zeigen bei kräftiger, gotiſierender Formenſprache Putzflächen zwiſchen den Stein⸗ umrahmungen. Als Putz wurde ein annähernd in der Färbung des Sandſteins gehaltener Terranovaputz gewählt. Die Eingangstüren in Eichenholz ſind nur leicht dunkel nachgebeizt, das Holzwerk der Fenſter in Oelfarbe weißgeſtrichen. Aus den dunkelban in deutſcher Deckung geſchieferten Dachflächen treten die weiß⸗rot bemalten Dachgauben zierlich hervor. Die den Turm bekrönende Laterne hat eine Kupferummantelung und Kupferdach erhalten. Der Verbindungs⸗ bogen zwiſchen Waſſerturm und Mädchenſchule ſtellt in ſeinem Äußeren eine Vermittelung zwiſchen dieſen beiden Gebäuden der und der am Waſſerturm verwendete rote Sandſtein tritt mit dem Alſenzer grünlich gelblichen Material in angenehmer Miſchung zuſammen.
Es ſei noch erwähnt, daß das Gebäude erweiterungsfähig angelegt iſt und durch Ver⸗ längerung des weſtlichen Gebäudeflügels um 6 und mehr Klaſſenräume vergrößert werden kann. Für Direktor und den Schuldiener wirdein eignes Wohngebäude erſtellt, das ſich zur Zeit im Bau befindet.
Sollte das Äußere des Gebäudes einen Schmuck des Platzes bilden, ſo iſt im Innern auf eine gediegene und behagliche Ausgeſtaltung und Ausſtattung aller Räume der größte Wert gelegt. Möge der darauf verwendete Aufwand an Zeit und Geld der Schule zum Segen gedeihen und ſeine reichen Früchte tragen.
Die geſamten Bau⸗ und Einrichtungskoſten hielten ſich innerhalb der von der Stadt⸗
verordneten⸗Verſammlung bewilligten Beträge und beliefen ſich auf rund...Mk. 494000.— Werden hiervon abgeſetzt die Koſten der Fnttalheſzungsunluge mit Mk. 23000.— der Entwäſſerungsanlage mit..... 1.....„ 4400.— der Hofbefeſtigung mit.........„ 3500.— der gärtneriſchen Anlagen mit.............„ 2100.— der Einrichtnngsgegenſtände mit............„ 35000.— und der Lehrmittel mit................ e 7200.—
oder zuſammen: Mk. 75200.—
So bleiben als reine Baukoſten: Mk. 418800.— 1 cbm umbauten Raumes, gerechnet vom Kellerfußboden bis Hauptgeſimsoberkante koſtet hiernach 16.80 Mark oder einſchließlich der Zentralheizungsanlage 17.73 Mark. Die Bauarbeiten wurden im September 1904 begonnen und in 2jähriger Bauzeit durchgeführt. Die Ausführung ſelbſt erfolgte nach den Plänen und unter der Leitung des Verfaſſers, dem bei der Planbearbeitung Herr Architekt Buxbaum und ſpäter bei der Ausführung Herr Architekt Kiewitt zur Seite ſtanden.


