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Die Akuſtik der Halle hat ſich bei der Eröffnungsfeier als eine ganz ausgezeichnete erwieſen.
Für die Unterbringung der Turngeräte iſt ein beſonderer Raum neben der Turnhalle angeordnet. Die Recke ſind freiſtehende und können vollſtändig beſeitigt werden. Die Kletter⸗ gerüſte ſind vor der einen Giebelwand aufgeſtellt und laſſen ſich hier mit einer Stoffdrapierung verhängen, ſodaß alle bei feſtlichen Anläſſen ſtörende Einbauten beſeitigt erſcheinen. Die Ver⸗ einigung von Turn⸗ und Feſthalle kann als in jeder Hinſicht gelungen bezeichnet werden.
In Ausnutzung des Raumes unter der Empore iſt außer dem Geräteraum auch ein Waſchraum für die Schülerinnen mit 6 feſt in die Wand eingebauten Steingutwaſchtiſchen an⸗ geordnet worden. Der Waſchraum enthält Schränke zur Unterbringung von Turnſchuhen für ſämtliche Klaſſen und iſt ſo angeordnet, daß er bei ſchlechtem Wetter als geſchloſſener Durch⸗ gang nach den an die Turnhalle hofſeitig angebauten Aborten dient.
Wieder zu den Schulräumen zurückkehrend, ſei bemerkt, daß die Klaſſenzimmer mit Rückſicht auf die in den oberen Klaſſen geringere Schülerinnenzahl in verſchiedenen Abmeſſungen erſtellt wurden, und zwar gewähren 7 Klaſſenzimmer Sitzplätze für 54 Schülerinnen, 6 für 42, und 2 für 30.
Bei Ausſtattung der Klaſſenzimmer beſtand die künſtleriſche Abſicht, das Gefühl freund⸗ licher Wohnlichkeit zu erreichen. Die Klaſſen ſind mit pompejaniſchrotem Linoleum belegt und die Wandſockel zwiſchen den unteren und oberen Abſchlußleiſten mit abwaſchbaren gepreßten Tapeten beklebt, die haltbarer und billiger ſind als Olfarbenanſtriche. Die darüber liegenden Wandflächen ſind in hellen gelblichen und grünlichen Tönen getüncht und nach der Decke hin in ſchablonierten Wandfrieſen abgeſetzt, die flachen Voutendecken ſind weiß geſtrichen. In den 2 Unterklaſſen wurden als Frieſe in naiver Weiſe dargeſtellte Märchenbilder verwendet, während in den übrigen Klaſſen zum Teil Sprüche in die Wandfrieſen eingeſchrieben wurden. Das Holz⸗ werk iſt in kräftigen Tönen laſiert, im Erdgeſchoß grau, im erſten Obergeſchoß eichenholzfarbig und im zweiten Obergeſchoß grün. Die Verkleidung der Wandſockel iſt in ihrer Farbe der Holzfärbung angepaßt.—
Die Fenſter, die bis dicht an die Decke reichen, haben bequem zu handhabende Ober⸗ lichtverſchlüſſe, um damit die natürliche Fenſterlüftung zu erleichtern. Zum Schutz gegen die Sonne ſind die nach Oſten und Süden belegenenen Räume mit Vorhängen aus einem Blatt verſehen, die das ganze Fenſter überdecken und an vernickelter Stange dem jeweiligen Stand der Sonne entſprechend nach der einen oder anderen Seite der Fenſter mehr oder weniger verſchoben werden lönnen.
Als Subſellien wurde eine beſondere Konſtruktion der Rettigbank mit Pendelſitzen ge⸗ wählt, mit ſo reichlichen Abmeſſungen, daß ſie den Schülerinnen ein bequemes Sitzen und Ar⸗ beiten in den Bänken ermöglichen. Das Katheder des Lehrers auf erhöhtem Podium enthält Schrank und Schublade. Für die Unterbringung von Heften und Handarbeitskäſten der Schülerinnen iſt in jeder Klaſſe ein Wandſchrank vorhanden.
Statt der Wandtafeln haben große drehbare Schiefertafeln, die auf Tafelgeſtellen be⸗


