Jahrgang 
1929
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e) Die bei den schriftlichen Reifeprüfungen gestellten Aufgaben.

Reifeprüfung der Studienanstalt. Deutscher Aufsatz: Zur Wahl: 1. Stadt und Land als sich ergänzende Kräfte des deutschen Volkslebens. 2. Begründende Stellungnahme zu der Frage: Welchen Gebieten aus dem Be- reiche des lateinischen Unterrichts habe ich das größte Interesse abgewonnen? 3.Das beste, ins Große gehende Erziehungsmittel der Mensch- heit nächst Reisen und Weltumgang ist bleibt die Presse, K. J. Weber. 4. zeitlicher Kunstwille, veranschaulicht an unseres Buches:Die neue Zeit.

und. Neu-

Bildern

Arbeit: aus:

Französische des Plantes mon Ami.

L'Ermitage du Jardin Anatole France, Le Livre de

Englische Arbeit: Deaf as a Post. Aus Amu-

sing Short Stories. Lipsius& Tischer, Kiel.

Lateinische Arbeit: Bestattung Karls des Großen und Vorboten seines Todes: Einhart, vita Karoli Magni c. 31, 32.

Mathematische Aufgaben: 1. An einem

Sommertage geht die Sonne in Berlin(qο= 52⁰ 30) um 4 Uhr auf. Wann und wo geht sie an diesem Tage in Stockholm(ß 590 21˙) auf? 2. Die nach dem Krieg geprägten Silbermünzen bestehen aus gleichen Gewichtsteilen Silber(s-= 10.5) und Kupfer(s.= 8,9). Welche Höhe welchen

und Durchmesser müßte demnach ein Fünfmarkstück vom Gesamtgewicht 25 g haben, wenn man es so prägen wollte, daß es sich möglichst wenig abnutzt? 3. Ein Dreieck ist durch die Koor- dinaten seiner Eckpunkte[A:( 1,+. 4); B: ( 1, 4); C:(+ 6,+ 3)] gegeben. Es ist mit den Mitteln der analytischen Geometrie zu zeigen, daß der Mittelpunkt des Umkreises, der Höhen- schnittpunkt und der Schwerpunkt dieses Drei- ecks auf einer Geraden(der sogenanntenEuler- schen Geraden) liegen.

Reifeprüfung des Oberlyzeums.

Deutscher Aufsatz: Zur wahl: 1. Gerhart HauptmannsDie Weber und Galsworthys Strife, ein Vergleich. 2. Wie bewahrheitet sich an Penthesilea das Wort:Ihr töricht Her⸗ das ist ihr Schicksal. 3. Die Entstehung des deutsch-österreichischen Bündnisses.(Nach

BismarcksGedanken und Erinnerungen Kap. 29: Der Dreibund). Die wirtschaftlichen Wechsel- bezichungen der deutschen Landschaften, eine Bürgschaft für die Einheit des deutschen Rceiches.

Französische Arbeit: Llustration, Comment Notre-Seigneur visita un Paysan.

Englische Arbeit: The Monk of Heisterbach. (Aus: Legends of the Rhine by W. Ruland. Verl. von Hoursch& Bechstedt, Köln).

Mathematische Aufgaben: 1. Das Luftschiff L. Z. 127 legte auf seiner Hinfahrt nach Amerika- im Oktober 1928 insgesamt 9926 km zurück. Bis zu welchem Punkte des Breitenkreises von New-York(qa⸗ 40 44 N, 42=71⁰ 29 W) wäre es mit dieser Weglänge gekommen, wenn es von Friedrichshafen( α◻ 470 40 N, 41= 9⁰ 29 0) aus dauernd auf einem Großkreise hätte bleiben können? 2. An den beiden Enden eines Stollens befinden sich zwei Lampen, von denen die eine 8mal so stark leuchtet wie die andere.

Welche Stelle des Stollens ist am schlechtesten veleuchtet. 3. er Ellipse eleuchte 3 er pse 6 112

soll ein Tangentenviereck umbeschrieben werden, dessen Ecken auf den Koordinatenachsen liegen und dessen eine Seite der Geraden 3 X+ 2y= 1 parallel läuft. Um wieviel ist der Inhalt dieses Tangentenvierccks größer als der Inhalt der Ellipse?

Lateinische Arbeit(wahlfrei): Caesars Absicht, nach Britannien zu fahren; Caes. b. G. IV, 20, 21, 14.

II. Die Lehrkräfte der Anstalt.

a) Die Veränderungen im Lehrkörper. 1. Herr Studienrat Dr. Arthur Kalischek.

Ostern 1928 traten mehrere Lehrkräfte neu in das Kollegium ein. Oberschlesier von Geburt, hat er sich das Reifezeugnis

am Großherzoglichen Ostergymnasium in Mainz erworben, hat in Freiburg, Berlin und Münster studiert und an der letztgenannten Universität im Jahre 1913 das Doktorexamen, 1 Jahr später

das Staatsexamen abgelegt.

Die pädagogische Ausbildung erhielt er am Gymnasium in Wiesbaden.

Am 1. April 1928 wurde er von der Stadt Wiesbaden zum Studienrat gewählt und unserer Anstalt

zugeteilt. . Herr Studienrat Richard Schmidt.

d

Geboren den 30. November 1892 in Frankfurt a. M., hat er dort auch die Reifeprüfung an der Klinger-Oberrealschule bestanden.

Sein Studium wurde

durch den Krieg, der ihn 4 Jahre lang für den Heeresdienst in Anspruch nahm, unterbrochen.