Jahrgang 
1929
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usW. Der Mensch und das Tier, auch als Einzeldarstellung. Einfache Natur- und Gegenstandsformen flächiger Art aus der Vorstellung. Blockschrift.

IV. Weiterführung des freien Vorstellungs- zeichnens. Stärkeres Hinleiten zur Beob- achtung von Natur- und Kunstformen. An- leitung zum gefühlsmäßigen Erfassen der Wirkung von Linienführung, Farbenarten und Raumverteilung. Antiqua.

UIII. Einführung in das bewußte räumliche Sehen. Räumliches Darstellen nach dem Gegenstand und aus dem Gedächtnis. Licht und Schatten. Freies Gestalten von Erleb- nissen aus dem erweiterten Gesichtskreis des Schülers. Antiqua und Kursiv.

OIlll und UII. Fortsetzung der perspekti- vischen Uebungen an einfachen Geräten des Zeichensaales, Innenräumen und Ge bäuden. Malen nach Natur- und Kunst- formen, Raumteilen usw. Gotik, Fraktur.

OIl bis OI. Freies Gestalten und Lösen von selbstgewählten Bildaufgaben. Erweitertes Naturstudium. Kunstschrift auch nach eige- ner Umgestaltung, mit besonderer Berück- sichtigung ihrer Bedeutung als Flächen- schmuck. Dekorative Arbeiten für bestimmte Zwecke(Veranstaltungen der Schule).

b) Gebundenes Zeichnen.

UÜIll bis UII. Uebungen im fréèihändigen Skizzieren nach den Grundsätzen der tech- nischen Zeichnung.(Technische und archi- tektonische Gegenstände aus dem Gesichts- kreis der Schüler.) Projektivisches Dar stellen von einfachen Geräten, Werkzeugen, Apparaten und Bauteilen.

Oll bis Ol. Steigerung der Aufgaben im projektivischen Darstellen bis zur Wieder- gabe ganzer Bauwerke. Anwendung der malerischen Perspektive und Schattenkon- struktion.

Leibesübungen.

Im Berichtsjahr bestanden an der Anstalt 10. Turn- u. 8 Spielabteilungen, die in 18 2= 36 Wochenstunden ausgebildet wurden. Der Be- trieb der Spielnachmittage litt sehr darunter, daß der Riehlschule der Dyckerhoffplatz nur an zwei Nachmittagen zur Verfügung gestellt werden konnte, da er an den anderen Tagen für die Besatzung freigehalten werden mußte.

Es mußte daher vielfach der Schulhof als Uebungsplatz benutzt werden. Neben dem Schlagball- und Völkerballspiel wurde vor- zugsweise das Handballspiel gepflegt. Im Laufe des jahres wurden hierin von den Schülern bei Wettkämpfen recht anerkennens- werte Leistungen erzielt. Im Turnen wurde besonderer Wert auf eine neuzeitliche Körper- schule und Gymnastik gelegt, da durch diese Art von Leibesübungen alle Schüler gleich- mäßig erfaßt werden können. Der Unterricht fand zum größten Teil im Freien statt, die Halle wurde nur während der kalten Jahres- zeit benutzt, und auch dann nur, wenn Uebungen an den Geräten vorgenommen wWurden.

Zu den Ausscheidungskämpfen am Dienstag, den 10. Juli 28, und zu den Reichsjugend- wettkämpfen auf der Kampfbahn Kleinfeld- chen-Wiesbaden am 14. juli 28, die von sämtlichen höheren Knabenschulen Wies- badens ausgetragen wurden, hatten sich von der Unterstufe 31, von der Mittelstufe 27, von der Oberstufe 15 Schüler gemeldet. Sieger wurden in der Unterstufe 24, in der Mittelstufe 21 und in der Oberstufe 11 Schüler. Von sämtlichen Wiesbadener Schülern der Unterstufe erzielte der Obertertianer Kurt Kahl(Ollla) mit 112 Punkten die höchste Punktzahl. Desgleichen wurde der Unter- primaner Erich Born(UIr) erster Sieger von allen Angehõörigen der Oberstufe mit 126 Punkten. In der Mittelstufe wurde Karl Hein⸗ Witzel(Ollrg) zweiter Sieger. Die Riehlschule erreichte bei den Reichsjugend- wettkämpfen im ganzen eine Punktzahl von 3000 und belegte damit unter den höheren Schulen Wiesbadens den dritten Platz. Die Leitung der Wettkämpfe, soweit sie unsere Anstalt betrafen, lag in den Händen des Studienrats Sauer. Als Schiedsrichter wirkten mit: Studienrat Thurmann, Studienrat Bingel, Studienassessor Aye und Turn- und Sportlehrer Hagelauer. Die Berechnungen führte Studienrat Dr. Neumann aus.

Am 28. 8. 28 nahm die Schlagballmannschaft der Riehlschule an den Preußenspielen der Provinz teil. Nach ehrenvollem Kampfe unter- lag sie in Frankfurt a. M. dem spieltechnisch überlegenen Meister von Frankfurt, der Hlohen- zollern-Oberrealschule, im Kampf um den Städtepreis. Am gleichen Tage wurde sie in der Entscheidung um die Bezirksmeisterschaft von der Oberrealschule zu lanau besiegt.