3. En glische Arbeit: Dr. Voung's Revenge. Freie Nacherzählung eines vorgelesenen englischen Textes. 2 Schüler hatten sich für Englisch statt für Französisch entschieden.
4. Mathematische Arbeit:
a) In welchen Punkten und unter welchem Winkel schneiden sich die beiden Kreise:
X*+ vy2— 14 xX— 4 y+ 44= 0 und
X*+ y²— 6X— 4 y— 12= 07 Welches sind die Gleichungen der beiden Kreise, die durch die beiden Kreismittel- punkte und je einen Schnittpunkt der zwei gegebenen Kreise gehen?(Analytische Geometrie).
b) Um eine Kugel mit dem Halbmesser r ist der Berührungskegel kleinster Mantelfläche zu legen. Wie groß ist sein Grundkreis- radius?(Differentialrechnung)
c) Wie hoch ist der Obelisk des nassauischen Landesdenkmals bei Wiesbaden-Biebrich, wenn derselbe am 1. Juli 1927 nachmittags 5 Uhr M. E. Z. auf ebenem Boden einen
Schatten von 24,06 m warf?(Die Aufgabe ist rechnerisch und konstruktiv zu lösen; das nautische Jahrbuch steht zur Ver— fügung).(Sphärische Trigonometrie).
5. Naturwissenschaftliche Arbeit. Zur Wahl:
a) Physikalische Arbeit. Die Beugung des Lichtes durch einen Spalt und durch ein Citter und ihre Verwendung zur Messung der Wellenlänge des Lichtes. Im Anschluß daran folgende experimentelle Aufgabe: Es soll zunächst mit Hilfe von Natrium— Licht C-= 580 un) die Citterkonstante ermittelt werden; dann sollen mit dem Oitter die Wellenlängen der Flauptlinien des Calcium-Spektrums bestimmt werden. (Von.5 Schülern behandelt.)
b) Chemische Arbeit. Nach welchen Metho- den haben wir Molekulargewichte be— stimmt?(Von 2 Prüflingen gewählt.)
c) Biologische Arbeit. Bau und Tätigkeit des Laubblattes.(Von 2 Abiturienten be- handelt).
i) Die Einrichtung des künsterischen und technischen Unterrichtes.
Musikunterricht.
Der Musikunterricht fußt seit Ostern 1927 auf dem neu eingeführten Lehrbuch„Frisch gesungen!“. Die im vorhergehenden lahre aus praktischen Gründen wiedereingeführte dritte Chorstunde wurde weiter beibehalten. Wiederum zeigte sich, daß bei einer Wochen- stunde von Quarta bis Prima und vielfach kombinierten Klassen die Erfüllung der ministeriellen Richtlinien von 1925, auch des von der Anstalt vorgeschlagenen und vom Provinzialschulkollegium genehmigten Lehr- planes nur mit erheblichen Abstrichen möglich war. In den Klassen VI—IV konnte er im wesentlichen innegehalten werden. Von UIII an wurde neben den Aufgaben in Noten-, Takt- und Parmonielehre folgender Stoff erarbeitet, wobei die Schüler vielfach zum Vorspielen und Vorsingen herangezogen wurden:
UIII. Beispiele des historischen Liedes im Anschluß an den Deutschunterricht; Lands- knechtslieder, Volks- und Kirchenlieder im Zeitalter der Reformation. Einfache und erweiterte Liedform; Einführung in die polyphone Musik.
OIII. Einfaches und begleitetes Kunstlied im 17. und 18. jahrhundert. Bach und sein Zeitalter. Inventionen und leichte poly— phone Musik.
UII. Abschluß der Sonate(Klassik und Romantik). Die musikalische Gestaltung der Ballade bei Loewe und Schubert. Wesen des Lyrischen in der Musik.
Oll. Die Geschichte des Liedes bis zur Renaissance im Anschluß an den Deutsch- unterricht.(Entwicklung des geistlichen Liedes, Minnesang, Volkslied, Ständelied).
Ol und Ol. Die Entvicklung des Musik- dramas von Gluck bis Wagner. Eingehend Glucks„Orpheus“, Mozarts„Figaro“, Beethovens„Fidelio“, Webers„Freischütz“ und Wagners„Meistersinger“.
Zeichenunterricht.
a) Freies Zeichnen.
VI und V. Freies Gestalten von Eindrücken und Erlebnissen aus der Umgebung und der Oedankenwelt der Schüler durch Zeichnen, Malen, Ausschneiden, Kleben


