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märsche dienten als Ersatz der Turnspiele. Bei schlechtem Wetter wurde in der Halle geturnt. Zum Rodeln und Eislauf bot sich in diesem Winter nur wenig Gelegenheit,
In die nähere und weitere Umgebung Wiesbadens wurden im Laufe des Jahres Wandertage.
9 Tageswanderungen unternommen. Studienrat Weishaupt machte mit der Oberprima eine mehrtägige Rheinfahrt(vom 12, bis 15. Mai) und besichtigte unter anderem die Gesolei in Düsseldorf. Am 9. Juni besuchte Oberstudienrat Dr. Szymanski mit der Oberprima be- deutsame Stätten Frankfurts a. M. Schüler der Ober- und Unterprima sowie ehemalige Angehörige der Anstalt beteiligten sich im September unter Leitung von Studienrat Kaiser an einem dreitägigen Ausflug in das Nahe- und Moselgebiet. Die Teilnehmer hatten Ge- legenheit, die Bau- und Kunstdenkmäler von Schloß Dhaun und Gemünden, Kloster Raven- giersburg, Simmern, Kastellaun und Burg Waldeck kennen zu lernen.— Über sportliche Veranstaltungen ist Näheres auf S. 11 ausgeführt.
Der Gesundheitszustand der Schüler ließ im Berichtsjahre sehr zu wünschen übrig. In Gesundheits- den feuchten Wintermonaten erkrankten viele Schüler an Grippe, leider hatte die Anstalt zustand. auch ein Todesopfer zu beklagen; am 5, Februar 1927 starb der Obertertianer Serge Zetlin an den Folgen der Grippe. Lehrer und Schüler bedauern herzlich den frühen Heimgang dieses frischen, hoffnungsvollen Jungen.(vgl. S. 14.)
Das jährliche Schulgeld beträgt zur Zeit für einheimische Schüler 200 M, für aus- Schulgeld. wärtige Schüler wird ein Aufschlag von 25 v. H. erhoben. Für das 2. eine höhere Schule (einschließlich Hochschule) besuchende Kind tritt eine gesetzliche Ermäßigung um 25 v. H., für das 3. eine Ermäßigung um 50 v. H. ein. Das 4. und weitere Kinder sind frei. Im Berichtsjahr wurde 100 würdigen Schülern auf Antrag das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen. Für Geschwisterermäßigungen und die Unterstützung bedürftiger und begabter Schüler(Ermäßigung oder Erlaß des Schulgeldes und Hilfsbücherei) standen 20 v. H. des gesamten Schulgeldaufkommens zur Verfügung.
Wie im Vorjahre wurden auch im verflossenen Schuljahre alle Schüler von dem Schulärzt- Schularzt Dr. Bickel auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Der Vergleich mit dem in hehe Pogut⸗ den Gesundheitsbogen vermerkten Befund des Vorjahres ergab wertvolle Aufschlüsse über siehtisung. die gesundheitliche Entwicklung der Schüler. Diese(abgesehen von den oben erwähnten akuten Erkrankungen) wurde vom Arzt als recht befriedigend bezeichnet.
Durch die Einführung neuer Lehrbücher und durch Verschleiß ist ein großer Teil Hilfs- der Hilfsbücherei unbrauchbar geworden. Bei den hohen Buchpreisen und den verhbältnis- bücherei. mäßig geringen Mitteln, die der Anstalt für die Anschaffung neuer Bücher zur Verfügung stehen, war ein Ersatz der ausgeschiedenen Bücher nur teilweise möglich. An etwa 120 Schüler wurden Bücher ausgeliehen
Die in den Wintermonaten vom städtischen Arbeitsamt veranstalteten Vorträge Berufs- über die verschiedenen Berufe wurden von Schülern der oberen Klassen und deren Eltern beratungen. gut besucht. Studienrat Harsy vermittelte an etwa 60 Schüler Berufsberatungsliteratur und erteilte auf Wunsch Auskunft und Rat in Berufsfragen.
IV. Elternbeirat, Elternversammlungen, Geldspenden.
Zur Vorbereitung der am 13. Juni getätigten Wahl des Elternbeirats fanden 2 Eltern- versammlungen statt. Bei dieser Gelegenheit machte der Direktor Mitteilungen über die Orga- nisation der Schule, das Schulhaus und die Spielplatzfrage. Zu Mitgliedern des Elternbeirats wurden gewählt:
1. Herr Hauptschriftleiter B. Grothus, 6. Frau E. Liebmann,
2. Frau P. Heineck, 7. Herr Landesobersekretär H. Müller, 3. Herr Prof. Dr. med. A. Koehler, 8. Frau P. Quitzdorff,
4. Frau L. Kornbusch, 9. Herr Pfarrer J. Rumpf,
5. Herr Mittelschullehrer W. Kroeller, 10. Herr Studienrat Dr. F. Wagner(Vorsitzender)]. Auch der neue Elternbeirat war bemüht, die Schule mit Rat und Tat zu unterstützen.


