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Schreiben(Kopf-, Rumpf-, Arm- und Fingerhaltung) sowie auf die Erzielung einer leichten und zwanglosen Federführung und einer sauberen, deutlichen Schriftform gelegt.
2. Reichseinheitskurzschrift, wöchentlich 2 Stunden(die Lehrgänge wurden im Sommer von Stud.-Ref. Schulze, im Winter von Studienrat Dr. Gerhard geleitet) Im Sommer- halbjahr fanden zwei Lehrgänge für Anfänger statt, mit zusammen etwa 25 Teilnehmern, im Winterbalbjahr je ein Lehrgang für Anfänger mit 25 Teilnehmern und für Fortgeschrittene mit 15 Teilnehmern. In den Anfängerkursen wurden die Schüler in die Verkehrsschrift eingeführt und sichere Beherrschung ihrer Regeln erstrebt. Im Lehrgang für Fortgeschrittene wurden die erworben Kenntnisse befestigt und vertieft und durch Lese- und Diktatübungen die Sicherheit und Gewandtheit im Gebrauch der Kurzschrift vergrößert. Die erzielten Ergebnisse waren recht befriedigend(100— 120 Silben in der Minute). Den am Lehrgang für Fortgeschrittene Beteiligten
wurde ein besonderes Zeugnis darüber ausgestellt. Die Kurse werden regelmäßig fortgesetzt.
II. Wahlfreie Arbeitsgemeinschaften.
1. Philosophie: Oberstudienrat Dr. Szymanski, 10 Teilnehmer(UI und O1). Uater Benutzung des philosophischen Lesebuches von Havenstein und Müller-Freienfels Behandlung des Erkenntnisproblems, Ia Anknüpfung an wichtige Abschnitte aus Kants Prolegomena ein- gehende Erörterung von Fragen der Psychologie und Logik
2. Kunstgeschichte: Studienrat Kaiser, 50 Teilnehmer(OI— Ol). Näheres vgl. S. 11.
3. Physik:
a) Ol(nur im Sommer), Studienrat Dr. Raßbach, 8 Teilnehmer. Behandlung ein- zelner Gebiete aus der Elektrizität und der Optik, meist in Form praktischer Untersuchungen. Großes Interesse fand die moderne Radiotechnik.
b) OIl, Studienrat Dr. Horn, 24 Teilnehmer. Messende Versuche aus den Gebieten
der Mechanik, der Wärmelehre und des Galvanismus.
4. Chemie: a) OI(nur im Winter), Studienrat Dr. Raßbach, 9 Teilnehmer. Analytische Unter- suchungen, Mineralogie. b) UI, Studienrat Dr. Horn, 13 Teilnehmer. Reaktion der wichtigsten Metalle. Einfache Analysen.
H. Selbstverwaltung der Schüler u. a.
Selbst- In den einzelnen Klassen wurden wie im Vorjahre ein Vertrauensmann und verwaltung. mehrere Klassenbeamte gewählt. Die Heranziehung von zuverlässigen Schülern zur Ver- waltung der Unterhaltungs- und Hilfsbücherei hat sich bewährt. Die Oberprimaner unter-
stützten die Lehrer bei der Aufsicht auf dem Hof.
Vereine, Der an der Anustalt bestehende Turnverein hat zur Zeit 70 Mitglieder(aus den Klassen V— Ul). Unter der Aufsicht des Assessors Henning wurde wöchentlich in zwei Stunden fleißig geturnt.— Die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande, geleitet von Studienrat Dr. Schmidtborn, umfaßt jetzt den größten Teil unserer Schüler. In der Werbewoche(7. bis 12. II. 1927) hat sich unsere Gruppe durch eifrige Sammel- tätigkeit hervorgetan. Sie brachte 2069 M zusammen und erreichte damit die höchste Geldsumme, die überhaupt von einer Schulgruppe in Wiesbaden erzielt wurde. Den größten Sammelfleiß zeigten die jüngeren Schüler, unter diesen zeichneten sich besonders die beiden Quarten aus. Der Vorstand des V. D. A. hat der Schulgruppe seine Anerkennung aus- gesprochen. Möge der Gedanke, den der Verein vertritt, durch die Schüler auch mehr und mehr in den Elternkreisen Verbreitung finden, damit der Verein das wird, was er gerne sein möchte, ein wahrer Volksverein!
Aufgaben- Für Turnspiele, die wöchentlich in 2 Stunden an einem aufgabenfreien Nachmittag Narfreerg unter Leitung von Lehrern stattfanden, standen der Anstalt zur Verfügung:„Klein-Feldchen“,
Boseplatz, Germania- und Kaiserplatz. Oft(besonders im Sommer) trat an die Stelle der Turnspiele Wassersport im Augusta Viktoriabad und im Biebricher Strandbad; auch Turn-


