Jahrgang 
1930
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5 Jahre haben dann einen langsamen Aufstieg zu einer ruhigeren und hoffentlich besseren Zeit eingeleitet. Rückschauend gedachte er dann der Toten dieses Zeitabschnittes: der 5 Lehrer(Direktor Dr. Klein, Lehrer Ohlenburger, Oberlehrer Dr. Stalmann, Professor Schlosser, Oberstudienrat Dr. Degenhardt), der 16 Schüler, die an Krankheit gestorben sind, und vor allem der furchtbaren Kriegsopfer aus den Reihen der Schüler, nicht weniger als 1581 Zum Gedächtnis der Toten erhob sich die Versammlung von den Plätzen. Dann beglückwünschte der Direktor die Jubilare der Oberrealschule, die während der ganzen Zeit ihres Bestehens an ihr gearbeitet haben: die Herren Studienräte Abt und Vogel, Ober- schullehrer Gut und Reitz und Schulhausmeister Lengwenus, und faßte zum Schluß seine Wünsche für die Schule dahin zusammen, daß es ihr vergönnt sein möge, in ruhiger, stetiger Weiterentwicklung auf der Bahn des Fortschritts ihre Schüler zu Männern heran- zubilden im Geiste der Eintracht, der Freiheit und der Vaterlandsliebe.

Für die staatliche Aufsichtsbehörde sprach sodann Herr Oberschulrat Professor Dr. Zühlke, der langjährige Dezernent unserer Anstalt, der das herzliche Verhältnis betonte, das stets zwischen der Behörde und dieser Schule bestanden habe, und den Wunsch aus- sprach, daß die Schule auch weiterhin wie bisher bestrebt sein möge, nicht bloß lebensnah zu sein, sondern auch hohe ideale Ziele zu verfolgen. Zum Schluß sprach er dem kürzlich ausgeschiedenen Oberstudienrat Dr. Mahlinger den Dank der Behörde aus und gab dann die Bestätigung des von der Stadt gewählten neuen Oberstudienrats Dr. Hollack bekannt.

Herr Stadtrat Dr. Osterheld, der Vorsitzende des Schulausschusses für die städtischen höheren Schulen, überbrachte in Vertretung des Herrn Oberbürgermeisters die herzlichen Wünsche des Magistrats und der Schulverwaltung nicht nur für die Anstalt, sondern auch insbesondere für ihre Jubilare, denen er für ihre hingebende und erfolgreiche Arbeit an der Jugend unserer Stadt den aufrichtigen Dank der Stadtverwaltung aussprach. Seine Worte gipfelten in dem Wunsche, daß der Geist Platos und Goethes auch weiterhin in dieser Schule herrschen möge.

Namens der Direktoren der übrigen höheren Lehranstalten der Stadt sprach Herr Ober- studiendirektor Dr. Preising, der vor allem auf das friedliche Zusammenwirken der gym- nasialen und realen Lehranstalten hinwies und in humorvollen Darlegungen aus der Schul- geschichte der Stadt die persönlichen Belege dafür erbrachte.

Für den leider erkrankten Oberstudiendirektor Dr. Wallbott, der ja auch früher an unserer Schule gewirkt hatte, überbrachte Herr Oberstudienrat Dr. Szymanski die herz- lichsten Wünsche der Mutteranstalt, von der die Oberrealschule im Jahre 1907 abgezweigt worden war.

Hatten die Vertreter von Staat und Stadt sich angesichts der wirtschaftlichen Not auf herzliche Wünsche beschränken müssen, so war der Vorsitzende des Elternbeirats, Herr Rektor Loh, in der angenehmen Lage, seinen Glückwünschen namens der Elternschaft auch ein schönes Patengeschenk hinzuzufügen, das durch eine von dem Elternbeirat unter den Eltern und den früheren Schülern veranstaltete Sammlung ermöglicht worden war: so über- reichte er der Schule am Schluß seiner herzlichen Ansprache ein schönes Epidiaskop neuester Konstruktion und führte aus, wie dieser Apparat aus engem Raume helles Licht in die Welt werfe, so möge auch aus dem engen Raume der Schule für die Jugend helles Licht auf ihre künftige Lebensbahn erstrahlen.

Auch der Vorsitzende des Oberrealschulbundes, Herr Kaufmann Erich Walther, über- brachte mit den besten Wünschen der früheren Schüler eine wertvolle Gabe in Gestalt