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eines Jubiläumsfonds, der alljährlich den Primanern die Anschaffung von Werken moderner Schriftsteller ermöglichen soll.
In seinem Schlußwort dankte der Direktor allen Rednern für ihre Wünsche, den Stiftern insbesondere für ihre schönen Gaben(s. u.) und versprach, daß die Schule auch weiterhin ihr Bestes tun werde zum Wohle der Jugend. Die wirklich erhebende Feier fand einen weihevollen Abschluß durch den Vortrag des wuchtigen Chores aus Haydns Schöpfung: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“, in dem Chor, Orchester und Einzelsänger(Zapp, Gäbler und Himmer) ihr Bestes gaben.
Nach der Feier nahmen die aus den einzelnen Klassen ausgewählten Schüler, im ganzen 41, aus der Hand des Herrn Reitz die prächtigen Büchergaben in Empfang, die aus einem Geschenk von 200 Mark hatten angeschafft werden können, das durch Vermittlung des Herrn Reitz die Hempelstiftung(Loge Plato zur beständigen Einigkeit) zu unserem Jubiläum überreicht hatte. Für diese hochherzige Gabe sei ihr auch an dieser Stelle herzlichster Dank ausgesprochen, ebenso wie der Buchhandlung Limbarth-Venn für die Widmung eines schönen, großen Goethe-Bildnisses(von Stieler) und der Ortsgruppe der Bodenreformer für die Stiftung eines Werkes von Damaschke.
Eine von Herrn Reitz mit vieler Mühe und Sorgfalt veranstaltete Ausstellung aus- gewählter Schüler-Zeichnungen aus dem ganzen Zeitraum des Bestehens der Schule wurde im Laufe dieses und der nächsten Tage von vielen Besuchern mit lebhafter Teil- nahme besichtigt; sie legte ein schönes Zeugnis ab von der gediegenen Ausbildung der Schüler im Erfassen und Wiedergeben des Geschauten.
Hatten schon viele schriftliche und telegraphische Glückwünsche früherer Schüler und Lehrer die rege Anteilnahme an ihrer alten Schule bekundet, so fand diese noch einen beredteren Ausdruck in der Wiedersehensfeier, die Samstag Abend, den 12. April, im Kleinen Saale des Kurhauses eine stattliche Zahl früherer Schüler aus allen Jahrgängen mit ihren Lehrern auf ein paar frohe Stunden vereinigte. Nachdem der Direktor die Erschienenen herzlich begrüßt hatte, übernahm der Erste Vorsitzende des Oberrealschulbundes, Herr Walther, die Leitung des Abends, in dessen Verlauf sich in bunter Folge Ansprachen und Darbietungen ernster und heiterer Art ablösten. Auch hier ergriffen Herr Stadtrat Dr. Osterheld und Herr Rektor Loh das Wort zu herzlichen, von der Teilnahme der Stadt- verwaltung und der Elternschaft zeugenden Ausführungen. Das aus früheren Schülern gebildete Orchester unter Leitung von Kirmes(Abiturient 1929) gab in der Darbietung der OQuverture von Mozarts„Zauberflöte“ und einigen schwungvollen Märschen treffliche Proben seiner Kunst. Durch musikalische und deklamatorische Darbietungen erfreuten die alten Kameraden Hugo Würges, Hans Hörning, Willi Deichsel, Werner Wemheuer, Franz Weber, Ernst Schalck, Josef Dexelmann; und als gar Herr Studienrat Dr. Schnaus aus dem schönen Album der Schule den alten Schülern einige ihrer unfreiwilligen Witze in einer Blütenlese aus ihren Aufsätzen und Ubersetzungen zum Besten gab und Herr Opernsänger Streib, der Vater von 4 früheren Schülern, den Saal von seinem machtvollen Tenor widerhallen ließ, da war des Jubels kein Ende, und spät, sehr spät trennten sich die letzten, die noch ausgehalten hatten, in dem Bewußtsein, einen wirklich schönen Abend ver- lebt zu haben, an dem Kameradschaftlichkeit und Freundschaft, auf der Schulbank begründet, sich über Jahre hinweg als lebendig erwiesen.
Dem Zug der Zeit folgend, hatte die Schule alsdann für den nächsten Tag, Sonntag, den 13. April, ihren Festsaal in einen schmucken Ballsaal verwandelt, in dem unter der


