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ist, sich die für eine erfolgreiche Besprechung erforderlichen Unterlagen durch Befragung der übrigen Lehrer zu verschaffen.
Wird auf diese Weise ein enger, auf gegenseitigem Vertrauen beruhender Zusammen- halt zwischen Schule und Haus hergestellt, so kann seine Wirkung für den Gegenstand ihrer gemeinsamen Bemühungen, für die der Schule anvertrauten Kinder, nur günstig sein.
Auch bei der Erteilung von Privatunterricht wollen die Eltern zuvor mit dem Fachlehrer bezw. Klassenleiter Rücksprache nehmen; auf jeden Fall ist der Schüler ver- pflichtet, seinem Klassenleiter alsbald Mitteilung zu machen, wenn er in einem Unter— richtsfach Privat- oder Nachhilfeunterricht nimmt.
2. Uber die Gefahren der Schundliteratur veröffentlichte der Herr Minister folgenden Erlaß, dessen Beachtung wir Eltern und Schülern dringend empfehlen:
Die Gefahren, die durch die überhand nehmende Schundliteratur der Jugend und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen, sind in den letzten Jahren immer mehr zutage getreten. Neuerdings hat sich wieder mehrfach gezeigt, daß durch die Abenteurer-, Gauner- und Schmutzgeschichten, wie sie namentlich auch in einzelnen illustrierten Zeitschriften verbreitet werden, die Phantasie verdorben und das sittliche Empfinden und Wollen derart verwirrt worden ist, daß sich die jugendlichen Leser zu schlechten und selbst gerichtlich strafbaren Handlungen haben hinreißen lassen. Die Schule hat es auch bisher nicht daran fehlen lassen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dieses Ubel zu bekämpfen und alles zu tun, um bei den Schülern und Schülerinnen das rechte Verständnis für gute Literatur, Freude an ihren Werken zu wecken und da- durch die sittliche Festigung in Gedanken, Worten und Taten herbeizuführen. In fast allen Schulen finden sich reichhaltige Büchereien, die von den Schülern und Schülerinnen kostenlos benutzt werden können. Aber die Schule ist machtlos, wenn sie von dem Elternhause nicht ausreichend unterstützt wird. Nur wenn die Eltern in klarer Erkenntnis der ihren Kindern drohenden Gefahren und im Bewußtsein ihrer Verantwortung die Lese- stoffe ihrer Kinder, einschließlich der Tagespresse, sorgsam überwachen, das versteckte Wandern häßlicher Schriften von Hand zu Hand verhindern, das Betreten aller Buch- und Schreibwarenhandlungen, in denen Erzeugnisse der Schundliteratur feilgeboten werden, streng verbieten und selbst überall gegen Erscheinungen dieser Art vorbildlich und tat-— kräftig Stellung nehmen, nur dann ist Hoffnung vorhanden, daß dem Ubel gesteuert werden kann. Bei der Auswahl guter und wertvoller Bücher wird die Schule den Eltern wie auch den Schülern und Schülerinnen selbst mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihnen diejenigen Bücher angeben, die sich für die Altersstufe und für ihre geistige Ent- wickelung eignen. Zu diesem Zwecke werden es sich die Lehrer und Lehrerinnen gern angelegen sein lassen, sich über die in Betracht kommende Jugenqdliteratur fortlaufend zu unterrichten. Das in dem Weidmannschen Verlage zu Berlin erschienene Buch des Direktors Dr. F. Johannesson„Was sollen unsere Jungen lesen?“ wird den Schülern und auch den Schülerinnen wie deren Eltern als zuverlässiger Wegweiser dabei dienen können.
3. Unterbringung auswärtiger Schüler.
Eine nicht geringe Anzahl unserer Schüler, zumal in den oberen Klassen, muß des Schulbesuchs wegen leider das Elternhaus während der Schulzeit ganz oder


