Jahrgang 
1929
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Nadelarbeit. Befreit waren auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses von der Teilnahme am Nadelarbeitsunterricht zwei Schülerinnen der IV und zwei Schülerinnen der UIII.

Leibesübungen. Auf Grund einer schulärztlichen Untersuchung wurden vom Direktor be- freit von der Teilnahme am Turnunterricht und den Turnspielen:

UI OII UIla UIIb OlHla OIIIb UIIIa Ulllb WVa IVb Va Vb VIa VIb

Sommerhalbjahr 1 1 2 2 3 1 2 2 1 1

Winterhalbjahr 3 3 6 2 1 1 2 1 2 1 1

Außserdem war eine Reihe von Schülerinnen vorübergehend von dem gesamten Unterricht in den Leibesübungen oder von einzelnen Ubungen befreit.

Auf Grund einer Ermächtigung des Provinzialschulkollegiums wurden vom Direktor von der Teilnahme am Spielnachmittage befreit eine Anzahl von Schülerinnen, die nach dem Vormittagsunter- richt nach auswärts fuhren oder einen langen Weg nach Hause zurückzulegen hatten. Sie verteilen sich auf die beiden Halbjahre und auf die Klassen in folgender Weise:

UI OIl UIla UIIb OIHla OIIIb UIlla Ulllb IVa IVb Va Vb vIa vIb

Sommerhalbjahr 2 5 10 4 1 2 2 1 1 1 2

Winterhalbjahr 6 7 4 2 2 5 2

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g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.

Freiwillige Arbeitsgemeinschaften.

Kunstgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft.(Wöchentlich 2 Stunden nachmittags.) Leitung Fräu- lein Studienrat Wilke. Zahl der Teilnehmerinnen im Sommerhalbjahr: 8 Schülerinnen der OIl und und 6 der Ul, im Winterhalbjahr 10 Schülerinnen der OIl und 5 der UI.

Die beiden ArbeitsgemeinschaftenDürer und seine Zeit im Sommerhalbjahr undRembrandt und seine Zeit im Winterhalbjahr dienten der Kunstbetrachtung sowie daran anschließenden kultur- kundlichen Erörterungen. Der inhaltliche Wert der Meisterwerke wurde gewürdigt, Anordnung, Barben- gebung und Beleuchtung, Raumvertiefung und Art der Ausführung wurden beobachtet und(zum Teil nach dem Gedächtnis) geschildert. Im ersten Halbjahr wurden Werke Holbeins und Grünewalds, im zweiten Halbjahr solche der Brüder van Eyck, des Franz Hals, des Rubens und des van Dyck zum Vergleich herangezogen. Im Anschluß an Leistungen und Leben der Künstler wurde versucht, Ein- blicke in die Kultur der Zeit zu gewinnen. Außer Diapositiven von Stoedtner und Seemann standen den einzelnen Schülerinnen Reproduktionen von Seemann, Kunstwart, Brockhaus, Seybold u. a. zur Verfügung. Paul BrandtsVorschule der Kunst undSehen und Erkennen, die entsprechenden Bände des Handbuches der Kunstwissenschaften, GeiselsBetrachtung von Kunstwerken?, Ueding, Lübke-Semrau, Dürers Tagebücher und Briefe wurden benutzt. Grundlegend für die Unterweisung waren: WölfflinDie Kunst Albrecht Dürers und SchererDürer sowie die von Hofstede de Groot, von Bode und von Yalentiner herausgegebenen Schriften über Rembrandt.

Biologische Arbeitsgemeinschaft im Sommerhalbjahr. Leitung Studienrat Dr. Flößner. Zahl der Teilnehmerinnen 6 Schülerinnen der UI, 9 Schülerinnen der Oll. Arbeitsgebiet: Einführung in die wichtigsten Lebensgemeinschaften der näheren Umgebung.

Alle 8 Tage wurde eine Excursion unternommen; bei schlechtem Wetter fanden Bestimmungs- übungen in der Schule statt. Eingehend behandelt wurden: Der Wald(Zusammensetzung und Auf- bau unserer Kulturwälder, die Betriebsarten der Forstwirtschaft), die Wiesen(ihre floristische Zu- sammensetzung), die Kulturformationen(die Acker, Obstgärten, Unkrautflora).

Oſft bot sich auf den Ausflügen Gelegenkeit dazu, landwirtschaftliche Fragen zu erörtern über Bodenbearbeitung, Feld-, Wiesen- und Obstbau, Tierzucht. Diese Gebiete der angewandten Zoologie und Botanik fanden besonderes Interesse.

Latein.

Am wahlfreien Unterricht im Latein in der OII nahmen teil 20 Schülerinnen, in der Ul 16 Schülerinnen. Die Erfahrung hat ergeben, daß die Lehraufgaben, wie sie der Herr Minister für