Jahrgang 
1925
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dunklen Ringes 29= 8mm Durchmesser. Wie groß ist hiernach ungefähr die Wellenlänge des Natriumlichtes?

Wahlfreier und technischer Unterricht. Physikalische Ubungen.

OI: Je eine Hälfte der Schüler übte alle 14 Tage in Gruppen zu 2 Teilnehmern in 2 aufeinander- folgenden Stunden. Neben den(nicht in gleicher Front) angestellten üblichen einfacheren Ubungen (Noack) aus der Optik, Elektrizität und Mechanik wurden von einigen Schülern auf ihren Wunsch auch größere Versuchsanordnungen zusammen- gestellt, u. a. zur Bestimmung der Horizontal- komponente H des Erdmagnetismus, zur Be- stimmung von z(nach Bessel) sowie zur Ermittelung des linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten fester Körper. Auch fanden Ubungen mit dem Theodolit statt. Im Winter litt der Betrieb unter dem Ubel- stande, daß nur ein Raum der phys. Sammlungen geheizt werden durfte.

UI: Alle 14 Tage wurde in 2 aufeinander- folgenden Stunden gearbeitet. Es wurden haupt- sächlich Versuche aus der Mechanik angestellt: Bestimmung von spezif. Gewichten, das Gesetz der schiefen Ebene, Spannkraft einer Feder, Torsion, Reibung. Daneben wurden von einzelnen Schülern Versuche aus der Wärmelehre und der Elektrizität durchgeführt, z. B. Bestimmung der spezif. Wärme, Whoatstonesche Brücke, Joulesche Wärme.

Chemische Ubungen.

OI: Im Praktikum wurden die Reaktionen der wichtigsten Metalle und Säuren erarbeitet. Im Anschluß daran wurden leichtere qualitative und quantitative Analysen ausgeführt. Wichtige Prozesse wurden ausgeführt, so die Natriumsulfat- gewinnung und Herstellung der Soda nach Leblanc, Darstellung von Aluminiumsulfat aus Kaolin, Bidung von Alaun und seine Verwendung in der Färberei, Untersuchung der Rostbildung bei Eisen, bei Blei das Röstreduktions- und Röst- reaktionsverfahren, Niederschlagsarbeit, bei Silber die Photographie.

UI: Es wurde behanqdelt: Bunsenbrenner, Theorie der Flamme, Spektralanalyse, Siede- puntk- und Schmelzpunktbestimmung, Trennung fester Körper, Lösungen, Kristallisation, Oxydation, und Reduktion, die Halogene und ihre Verbin- dungen, Schwefel, Sulfide, Röstprozeß, Schweflige Säure, Schwefelsäure, ihre Darstellung nach Blei- kammer- und Kontaktverfahren, Bildung von Sul- faten und Untersuchung ihrer Löslichkeit in Wasser, Schwefelwasserstoff, Salzbildung, Salpeter- säure und Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs, Phosphor und Phosphorsäuren, Kohlendioxyd, Untersuchung von Karbonaten, Arsen, Antimon, Borsäure, Kieselsäure, Bestimmung des Aequi- valentgerichts von Zee, Natrium-Kalium-Ammo- niumverbindungen.

Linearzeichnen.

Es wurde behandelt in:

OI: Schattenkonstruktion und Einleitung in die Zentralperspektive.

UI: Schwierigere Aufgaben über Körperdurch- dringungen. Einfache Schattenkonstruktionen.

OII: Reguläre Kristallformen und einfache Körperdurchdringungen. Darstellung der Kegel- schnitte.

UII: Zeichnen nach der Grund- und Aufriß- methode. Die Aufgaben lehnten sich an das 4. Kapitel(bis§ 14 mit Ausschluß der Schattenkon- struktionen) von Lietzmann-Zühlke, Aufgaben- sammlung der Geometrie, Oberstufe, an oder wurden hieraus unmittelbar entnommen.

O III: Sommer: Einfachste Ubungen mit Zir- kel, Lineal, Reißschiene und Zeichendreiecken. Konstruieren von Senkrechten und Parallelen. Drei- eckskonstruktionen. Vierecke und regelmäßige Vielecke. Tangentenkonstruktionen am Kreise. Punktweise Konstruktion von Ellipse, Parabel, Hyperbel.

Winter: Schräge Parallelprojektion, Schräg- bilder und Oberflächennetze von Würfel, Quader, Prisma, Pyramide. Viele Aufgaben hierüber aus Lietzmann-Zühlke, Geometrische Aufgabensamm- lung, Unterstufe,§S 32 34.

Das Schwimmen wurde unter der Leitung des stellvertretenden Zeichenlehrers Christ in diesem

Jahre wieder besonders gepflegt. Winterhaibjahr 3 Schüler.

Am Schwimm-nterricht beteiligten sich im Sommerhalbjahr 37, im Sämtliche Schüler erlernten das Schwimmen. Bei dem Schwimmfest des

Schwimm-Clubs 1911 stellte die Anstalt mehrere Staffeln und errang je einen 2. Preis im Staffelschwimmen

der Wiesbadener höheren Schulen.

Werkunterricht. 5 Schüler aus UIII, 1 Schüler aus UI teil. einfachen Papparbeiten geübt.

Im Schuljahr 1924/25 nahmen am Buchbinden in wöchentlich 2 Stunden Im I. Vierteljahr wurde das Herstellen von Buntpapieren und Vom 2. Vierteljahr ab erlernten die Schüler das Heften und Einbinden.

Es wurden eigene Arbeiten angefertigt und Ausbesserungen an Bibliotheksbüchern vorgenommen. Im Buchbinden wurden auch Schulakten und Zeitschriften, die der Anstalt gehören, ordnungsgemäß eingebunden.