Jahrgang 
1925
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II. Bericht über die Lehrer.

Veränderung im Lehrkörper: Bei Beginn des Schuljahres waren von der französischen Besatzungsbehörde noch ausgewiesen die Studienräte Dr. Merbach, Kopcke und Dr. Dreyer. Durch den Wegfall einer bisherigen Klassenteilung wurden eine voll- beschäftige und eine nicht vollbeschäftigte Lehrkraft überflüssig. Von den Studien-Assessoren blieben nur Hoger und Kröning an der Anstalt tätig. Schultheis wurde beschäftigungslos, Herke wurde an das Gymnasium in Limburg versetzt, Neef erhielt 15 St. Hilfsunterricht. Am 19. August wurde Studien-Assessor Kröning an das staatliche Realgymnasium in Geisenheim versetzt, Studien-Assessor Bötticher trat von dort an die Anstalt über. Am Schluß des Sommerhalbjahres trat Oberschullehrer Weber, der die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht hatte, in den Ruhestand. Im Oktober d. J. wurden die ausgewiesenen Studienräte wieder in das besetzte Gebiet und zu ihrem Dienst zugelassen. Kopcke trat diesen am 14. Oktober, Dreyer am 27. Oktober an. Merbach lag noch schwer erkrankt in einer Heilanstalt bei Berlin und trat mit dem Schluß des Schuljahres, da er inzwischen die Altersgrenze erreichte, in den Ruhestand.

Als Nachfolger des Oberschullehrers Weber wurde Oberschullehrer und Musiklehrer Zimmermann vom Realgymnasium in Biedenkopf an die Anstalt versetzt und trat am 1. November seinen Dienst an. Gleichzeitig wurde ihm, wie seinem Vorgänger, die Führung der Anstaltskasse übertragen.

Nach der neuen Konferenz-Ordnung für die höheren Lehranstalten kann die Gesamt- konferenz jährlich einen ständigen Lehrer-Ausschuß wählen, dem es obliegen würde, den Direktor in wichtigen Angelegenheiten der Schule zu beraten und auf Wunsch in dienstlichen und persönlichen Angelegenheiten der Lehrer zu vermitteln. Die Gesamt- konferenz hat die Bildung dieses Ausschusses abgelehnt, dagegen wird bei außergewöhn- lichen Anlässen ein solcher zusammengestellt und berufen. Dieses Verfahren ist einige male in Anwendung gekommen und hat sich bewährt.