Jahrgang 
1912
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2. Januar 1912. Professor Hartwig wird zur Wiederherstellung seiner Gesundheit bis zu den Osterferien 1912 peurlaubt.

5. Januar 1912. Als Geschenk Seiner Majestät des Kaisers sind 20 Stück der Gedenk-

schrift auf Friedrich den Groſsen von Koser zu verteilen.

10. Januar 1902. Der Kandidat Dr. Rühl übernimmt die Vertretung des erkrankten Professors Steubing.

10. Januar 1912. Als Prämien zum Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers hat dieser ein Marinealbum und BranderDeutsche Schiffahrt verliehen.

31. Januar 1912. Der Herr Minister schenkt der Anstalt das Werk von Scheel, Deutsche Kolonien.

12. Februar 1912. Die 10 Klassen der Anstalt sind beizubehalten.

14. Februar 1912. Die neue Schulordnung wird genehmigt.

III. Zur Geschichte der Anstalt.

Das Schuljahr begann am 20. April 1911, es endet am 30. März 1912. Die Ferien hatten die vorgeschriebene Dauer. Der ungewöhnlichen Hitze wegen fiel der Unterricht vom 7. Juli ab bis zum Beginn der Sommerferien am 21. Juli und nach den Ferien auch im August und September noch an einigen Tagen, im ganzen an 14 Tagen von vormittags 11 oder 12 Uhr ab aus. Im Januar und Februar hatten die einzelnen Klassen eisfreie Nach- mittage. Wegen des Kornblumentages am 10. Mai 1911, dem Tage der Ankunft Seiner Majestät des Kaisers und Königs zu seinem Frühjahrsaufenthalt in Wiesbaden, fiel der Unterricht auf Anordnung der vorgesetzten Behörde ganz aus; auch am Tage der Kaiserparade, dem 12. Mai, war von 10 Uhr an frei.

Die vaterländischen Gedenktage wurden festlich begangen. Am 2. September feierte die Schule den Tag von Sedan in der Aula. Die von dem Herrn Professor Ruppel verfaſste Rede über Schill konnte der Verfasser leider selbst nicht halten, da der Arzt Schonung seiner Stimme gebot. Die Rede wurde von einem Oberprimaner der Anstalt verlesen. Chorgesang leitete die Feier ein, eine kurze Ansprache des Direktors und gemeinsamer Gesang schlossen sie. Die Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs wurde am 27. Januar wie in den Vorjahren in der mit dem Königlichen Gymnasium gemeinsamen Turnhalle, Luisen- stralse 35, abgehalten. Sie galt mit besonderer Genehmigung Seiner Majestät des Kaisers auch dem Andenken Seines erhabenen Ahnen, Friedrichs des Groſsen, Königs von Preuſsen. Seinem Gedächtnis widmete der Direktor wenige Worte, die Festrede hielt Herr Oberlehrer Hertlein über die Technologie des Eisens. Die von den Schülern der Klassen VI bis U II vorgetragenen Gedichte bezogen sich der Mehrzahl nach auf Friedrich den Groſsen, auch