Jahrgang 
1891
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Nacht und mit Grauen(nach Balladen Schillers). 2) Inwiefern ist der Rhein der wichtigste Kultur- strom Deutschlands? 3) Welche sittlichen Ge- danken treten hauptsächlich in den Balladen Schillers hervor?(Klassenarbeit.) 4) Durch wen werden die Veränderungen an der Erde hervorge- rufen? 5) Die Exposition in Schillers DramaDie Jungfrau von Orleans. 6) Die beiden Monologe der Jungfrau von Orleans nach Inhalt und Bedeu- tung für das Drama(Klassenarbeit). 7) Die Ge- hilfen des Menschen. 8) Freiheit ist die groſse Losung, deren Klang durchjauchzt die Welt(Chrie). 9) Wodurch ist in GoethesHermann und Doro- thea des Vaters Unzufriedenheit mit Hermann und Stolz auf ihn berechtigt?(Klassenarbeit.) 10) 2 Thema aus GoethesHermann und D'oro- thea(Klassenarbeit). Hochhuth.

sein

Lateinische Sprache(5 Std. wöchentlich).

a) Grammatik(2 Std. wöchentlich): Die Lehre von dein Indikativ, Konjunktiv, Imperativ, Infinitiv, der oratio obliqua, nach Schultz Grammatik, ein- geübt nach Schultz Übungsbuch.

b) Lektüre:(3 Std.): Caesar de bello civili lib. I, ausgewählte Abschnitte aus Ovids Meta-

morphosen. F. Schmidt.

Französische Sprache(4 Std. wöchentlich). Es wurden die Verba und die elementaren Gesetze der französischen Laut- und Formenlehre wiederholt. Die Kapitel von der Stellung, der Konkordanz und den Kasus wurden erweitert nach Ploetz, libungen zur Syntax, geübt. Im Anschluss an die Lektüre von Duruy, Siècle de Louis XIV, er- gab sich die Behandlung der wichtigsten allge- meinen Fragen auf grammatischem und syntak- tischem Gebiete. Die schriftlichen Arbeiten: Diktate, freie Arbeiten, Extemporalien, sollten die Fähigkeit darthun, Gelesenes zu verarbeiten, bzw. zu repro- duzieren und vorher nicht durchgenommene Stücke zu verstehen. Poetische Lektüre: Athalie. Die Chöre wurden auswendig gelernt. Fries.

und

Englische Sprache(3 Std. wöchentlich). Die Lektüre von Macaulays Lord Clive gab Veran- lassung zu Vertiefung und Erweiterung der allge- meinen Gesetze der englischen Sprache. versucht, den Schülern auch im Extemporieren eine gewisse Gewandtheit zu verschaffen. Schriftliche Arbeiten wie im Französischen. The English Echo by S. Waddy ermöglichte die Einführung in die Verhältnisse des gewöhnlichen Lebens. Fries.

Es wurde

Geschichte(2 Std. wöchentlich). Römische Ge- schichte und Mittelalter seit 918 nach dem Hülfs- buch von Herbst.

Geographie(1 Std. vöchentlich). Übersicht- liche Darstellung der physischen und politischen Geographie Europas und Deutschlands, sowie der österr.-ungarischen Monarchie nach Daniels Lehr- buch. F. Schmidt u. W. Schmicdt.

Arithmetik(2 Std. wöchentlich). Gleichungen vom

2. Grad mit einer und mehreren Unbekannten. Arithmetische und geometrische Progressionen.

Zinseszinsrechnung. Permutationen, Kombinationen, Variationen. Rofsbach u. Mascher. Geometrie(3 Std. wöchentlich). Ebene und sphä-

rische Trigonometrie mit Beispielen aus der Stereo- metrie, mathematischen Geographie und Astronomie. Rofsbach u. Mascher, Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich). Die Projektionen der ebenen Flächenschnitte unter elementargeometrischer Entwicklung der Grund- eigenschaften der Kegelschnitte. Rofsbach u. Mascher. Physik(3 Std. wöchentlich). Abschlufs der Mechanik der festen Körper. Die Lehre der Wärme. Elemente der Hydromechanik. Metzer. Chemie(2 Std. wöchentlich). Die Metalloide. Einige Metalle, ihre Darstellungen und ihre Verbindungen. Stöchiometrische Aufgaben. Henrich.

von

Untersekunda. Ordinarius: Rofsbach u. Mascher. Religion(2 Std. wöchentlich):

a) Protestanten: Alte Kirchengeschichte nach Noacks Hülfsbuch für den evangelischen Religions- unterricht. Lektüre und Erklärung der Apostel-

Repetition der Bibelkunde des Alten VI-IV ge- Anacker.

geschichte. und Neuen Testamentes, sowie der lernten Lieder.

b) Katholiken:(komb. mit II2 des humanist. Gymn.). Zweiter Teil der Kirchengeschichte, von Gregor VII. bis zum XVII. Jahrhundert.(Grund- rils der Kirchengeschichte von Wedewer, 3. Aufl.)

Wedewer. Deutsche Sprache(3 Std. wöchentlich). Die wich- tigsten Gedichte Schillers wurden erklärt und z. T. memoriert; aufserdem wurde SchillersWilhelm Tell gelesen und erklärt. Das Wichtigste aus der Poetik. Prosastücke aus Hopf und Paulsieks Lese- buch für Tertia. Grammatische Repetitionen. Dis-

ponierübungen. Alle vier Wochen einen Aufsatz.