Jahrgang 
1926
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23.

Die seinerzeit von den Quäkern begonnenen Schülerspeisungen wurden auch im vergangenen Schuljahre auf Kosten der Stadt fortgesetzt. Es nahmen 60 Schüler daran teil. Sie erhielten täglich ein Brötchen sowie abwechselnd Milch oder Kakao.

1) Schulgcld, Freistellen.

Der Schulgeldsatz betrug für den Monat 10 R M., die Aufnahmegebühr 5 R M. Es konnten im abgelaufenen Schuljahre 30 ganze und 12 halbe Freistellen vergeben werden. Die Gesuche um Freistellen müssen im Anfange eines jeden Schuljahres erneuert werden. Das Schulgeld beträgt ab 1. April 1926 jährlich 200 R M.(s. Min.-Erl. vom 25. Febr. 1926. UII 444, 1). Aufnahmegebühr wie bisher 5 R M. Die gesetzlichen Ermäßigungen für das zweite Kind 25%, das dritte Kind 50%, das vierte und jedes weitere Kind 100% des gleichen Erziehungsberechtigten bleiben bestehen. Dabei werden solche Kinder gezählt, die eine im Deutschen Reiche belegene öffentliche oder private mittlere, höhere, Fach- oder Hochschule besuchen. Schüler, die die Reichsangehörigkeit nicht pesitzen, haben das Doppelte des für Inländer geltenden Schulgeldsatzes zu zahlen.

Hilisbücherei.

Die Hilfsbücherei wurde planmäßig weiter ausgebaut und insbesondere bei den Anschaffungen auf die Bedürfnisse der Arbeitsgemeinschaften Rücksicht ge- nommen. Daneben wurden Teile der alten Bestände instand gesetzt und der Benützung wieder zugeführt.

So konnte die Hilfsbücherei den Kreis der Benutzer immer mehr erweitern und fast alle Anforderungen, obwohl sie sich in letzter Zeit immer mehr steigerten, befriedigen.

Da sich dadurch die den Eltern für Beschaffung von Büchern entstehenden Kosten erheblich mindern, ergeht an Eltern und Schüler die dringende Bitte, die Hilfsbücherei auch fernerhin durch Zuwendung nicht mehr benötigter Bücher zu unterstützen.

l) Berufsberafung.

Die Berufsberatung an der Schule erfolgte durch die Klassenleiter und den Unterzeich- neten. Ausserdem wurden die Schüler wiederholt auf die Einrichtung des Städt. Berufsamtes hingewiesen, in dem Studienrat Spatz Vertreter des Kollegiums ist. Im ganzen wird unser

tat nur spärlich erbeten, meistens nur, wenn es sich um hoffnungslose Schüler handelt.

IV. Der Elternbeirat.

Mitglieder des Elternbeirates waren im Berichtsjahre: Schüssler, Pfarrer, Vor- sitzender; Ritter, Druckereibesitzer, stellvertr. Vorsitzender; Brendel, Bauinspektor, Schatzmeister; Berkessel, Eisenbahn-Obersekretär, Schriftführer; Kempf, Rektor; Frau Missionsinspektor Held; Dr. Milch, Rechtsanwalt; Frau Oberlandesgerichtsrat Kadgien; Reichmann, Rittmeister a. D.

Es fanden drei Sitzungen statt, in denen zu Fragen der Schulzucht, der Besetzung der Lehrerstellen und der sexuellen Aufklärung Stellung genommen wurde. Am 1. März 1926 hielt über die letzte Frage der unermüdlich tätige Pfarrer Hoppe für die Elternschaft aller höheren Schulen zwei Vorträge, die hoffentlich die verdiente Beachtung unserer Eltern ge- funden haben. Durch den Elternbeirat erhielt der Orchester-Verein der Anstalt zur Be- schaffung von Noten 40 Mark, für einen Projektionsapparat wurden 50 Mark gestiftet.

Eine Eltern-Versammlung fand nicht statt.