Jahrgang 
1926
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17.

assessor Dr. Gelhard vertreten. Als Studienrat Zobel am 1. Oktober nach 30 ½jähriger Tätigkeit an der Anstalt in den Ruhestand trat, kam für ihn Studienrat Pius Lecher:), bisher als Studienassessor am Provinzial-Schulkollegium in Cassel beschäftigt. Am 23. Juli starb plötzlich und unerwartet der Studienrat Heinrich Schmelz infolge eines Herz- schlages. Der Dahingeschiedene war nach 2jähriger Tätigkeit am Realgymnasium in Bieden- kopf seit 1903 an unserer Anstalt als Mathematiker und Physiker tätig. Am ersten Tage nach den Ferien(18. August) versammelten sich Lehrer und Schüler auf der Aula, und der Direktor widmete ihm in warmen Worten einen ehrenden Nachruf. Seine Stunden über- nahm nach den grossen Ferien bis zum Oktober der Studienreferendar Stoffert aus Frankfurt a. M. Dann wurde die Stelle durch Studienassessor Hoger verwaltet. Am 1. Oktober wurde Studienrat Ernst Thies an das Reformrealgymnasium in Geisenheim- Lüdesheim und Studienrat Dr. Wessling) von dort nach hier versetzt.

Auch in diesem Jahre befriedigte der Gesundheitszustand der Lehrer nicht immer. Während kürzerer oder längerer Zeit mussten öfters mehrere Herren gleichzeitig vertreten werden.

b) Der obersfudicnraf

ist Dr. J. Koch, in dessen Dienstobliegenheiten sich gegen das Vorjahr nichts geändert hat.

c) Der Lehrerausschuss wurde gleich nach Ostern wiedergewählt und bestand auch in diesem Jahre aus den Studien-

räten Unverzagt, Dr. Best, Schnell, Aumüller und dem Oberschullehrer Barsch.

d) Eine pädagogische Vorbereifungsanstalt

war mit der Anstalt nicht verbunden.

²) Pius Lecher wurde geboren am 8. Januar 1886 in Niederklein, Bezirk Cassel, machte die Reife- prüfung Ostern 1905 am Wilhelmsgymnasium in Cassel, studierte in Münster und Marburg und bestand das Staatsexamen am 2. Dezember 1911 in Marburg. Seine Vorbereitungsjahre legte er vom 1. Oktober 1912 bis 30. September 1914 am Gymnasium in Fulda und an der Riehlschule in Biebrich ab. Vom 12. April 1915 bis Dezember 1918 stand er im Heeresdienst. Darauf übte er wieder seine Lehrtätigkeit an versohledepen Anstalten aus. Vom 1. April 1923 bis 30. September 1925 war er als Hilfsarbeiter am Provinzial-Schulkollegium in Cassel und am Friedrichsgymnasium daselbst beschäftigt.

³) Dr. Wessling, geboren am 24. August 1880 zu Uberruhr(Kreis Essen), besuchte die Gymnasien zu Eupen, Essen und Bochum, Reifeprüfung Ostern 1901. Besuch der Universitäten Münster, München, Berlin und Strassburg i. E. Promotion Januar 1905, Staatsexamen Februar 1906. Seminarjahr am staatlichen Gymnasium Beuthen(Oberschlesien). Probejahr am staatlichen Gymnasium in Glogau(Niederschlesien), ange- stellt am l. Oktober 1908 als Oberlehrer am staatlichen Gymnasium in Oppeln, vom 1. Oktober 1909 bis 1. April 1910 beurlaubt zum Studienaufenthalt nach Genf und Paris. Vom I. April 1910 bis 1. Oktober 1916 am staatlichen Gymnasium in Patschkau, vom 1. Oktober 1916 bis 1. April 1918 am staatlichen Gymnasium in Beuthen. Von dort versetzt an das staatliche Reformrealgymnasium Geisenheim-Rüdesheim und am 1. Oktober 1925 an das staatlich-humanistische Gymnasium in Wiesbaden.