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1) Zahl der Schüler, die vom künstlerischen und tedmischen Unterridut sowie vom Religions-Unterricht befreit waren.
Vom Religionsunterricht, von dem die Schüler nach Maßgabe des bekannten Min.-Erlasses vom 1. 4. 1919 auf Antrag des Erziehungsberechtigten befreit werden konnten, war 1 Schüler(evang.) befreit. Vom Zeichenunterricht auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses 1 Schüler.
Vom Turnen waren auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses 23 befreit(Siehe S. 12).
In Sexta und Quinta nahmen alle Schüler am Gesangunterricht teil; im Chor waren nur die musikalisch und stimmlich begabten.
9) Die Teilnahme am freiwilligen Unferricut.
Am wahlfreien Englisch nahmen teil: Im Sommersemester in OIIa 17, in O IIb 18, zusammen 35 Schüler; im Wintersemester in OIIa 13, in OIIb 15, zusammen 28 Schüler, in UIa 4, in UIb 2, in OTa 7, in OIb 8 Schüler.
Am wahlfreien Hebräisch in OII 7, in UI 4, in O0I 4 Schüler.
h) Schülersclbsfverwalfung, Schülervereine, aufgabenfreier Nadumiffag, wanderungen, Schulspeisungen, Gesundheifszusfand.
Die Schülerselbstverwaltung, deren Einrichtung sich eng an die durch Min.-Erlass vom 21. 4. 1920— UII 952— gegebenen Richtlinien anschliesst, hat sich in diesem Schuljahr nicht geändert. Die Stelle des Beraters hatte von Anfang an Studienrat Dr. Richter, Obmann der Schüler war der Oberprimaner Weidmann. Die Klassen- gemeinden, die nicht mehr so häufig wie in den ersten Janren stattfanden, berieten über Fragen des äusseren Schulbetriebes. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit berief der Direktor den Schülerausschuss, der sich aus den Sprechern der oberen Klassen zusammen- setzt, gab ihm Mitteilungen für ihre Klassen und fragte nach etwaigen Wünschen der Schüler. Durch diese Einrichtung der Selbstverwaltung sollen die Schüler zum Gefühl der Verantwortung erzogen werden. Zu diesem Zwecke werden sie auch herangezogen zur Aufsicht in den Pausen. Die Schüler wählen selber ihre Kameraden, die die Klassen- ämter führen sollen. Diese werden von der Lehrerkonferenz bestätigt.
Eine Schulgemeinde wurde vor mehreren Jahren gegründet; sie hat aber seit ihrem Bestehen nur einmal getagt, im Berichtsjahre gar nicht.
Über den jetzigen Zustand des Turnvereins siehe S. 13. Es soll versucht werden, ihn im Herbste wieder zu neuem Leben zu erwecken, zumal er in früheren Jahren wesentlich dazu beitrug, in unseren Gymnasiasten das rechte Verständnis für die Bedeutung der Pflege der Leibesübungen zu wecken und zu mehren.
Der Stenographenverein, der während der Kriegszeit und auch noch später regelmäfzige UÜbungen zur Einführung und Weiterbildung nach dem System Stolze-Schrey abhielt, hat auch an Interesse unter den Schülern sehr verloren. Im Berichtsjahr konnte er keinen Kursus abhalten, trotzdem es nicht an Bemühungen dazu fehlte.
Dem seit 1883 in Deutschland bestehenden Bibelkreise unter Schülern höherer Lehranstalten gehörten von unserer Anstalt 6 Schüler an. Der unter Leitung des Herrn Paul Neiss, Dotzheimerstr. 73 stehende Wiesbadener Kreis bietet seinen Mitgliedern regelmäßige Bibelbesprechungen, ausserdem finden Singabende, Unterhaltungsstunden und Wanderungen statt. Grössere Wanderungen wurden Ostern, Pfingsten und im Sommer unternommen, die in den Spessart, die Rhön und in den Odenwald führten.


