Jahrgang 
1905
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10.

b) Schriftliche Ubungen und. Grammatik: Grammatische Wiederholungen, Ubersetzungen ins Französische. Diktate, Extemporalien, freie Arbeiten. C. A u. B: Unverzagt.

6. Hebräisch:(wahlfrei): 2 St. Lautlehre, das

Fürwort, das Verbum schriftlich und mündlich eingeübt; gelesen Genesis Kap. I-III. . Spieſs.

Englisch:(wahlfrei): 2 St. a, Grammatik: Deutschbein, Engl. Grammatik und Ubungs- buch,§ 1 58. Extemporalien und Diktate.

b) Lektüre: Ausgewählte Abschnitte aus Deutschbein, Irving-Macaulay, Lesebuch. Sprech- übungen. Unverzagt.

Geschichte: 3 St. Hauptereignisse der grie- chischen und römischen Geschichte bis zum Tode des Augustus unter Berücksichtigung der Verfassungs- und Kulturverhältnisse. Erdkunde(12 St.): Afrika, Asien, Australien

und Europa aufser Deutschland.

C. A: Thomae

C. B: Heymach.

Mathematik: 4 St. Wiederholung der Lehre von den Potenzen, Wurzeln, Logarithmen; Gleichungen, besonders quadratische mit meh- reren Unbekannten. Anwendung der Algebra auf die Geometrie. Konstruktionsaufgaben, be- sonders auch solche mit algebratscher Analysis. Ebene Trigonometrie nebst Übungen im Be- rechnen von Dreiecken, Vierecken und regel- mälsigen Figuren. Das Wichtigste von der Lehre der harmonischen Strahlen und Punkte, sowie über Transversalen.

C. A: Bücheler. C. B: Schmelz.

Physik: 2 St. Die Lehre von der Wärme, dem Magnetismus und der Elektrizität. Wieder- holung der chemischen Grundbegriffe.

C. A u. C. B: Schmelz.

Untersekunda.

Ordinarien: Coetus A: Oberlehrer Mosheim.

Coetus B: Prof. Dr. Thomae.

1. Religionslehre: a) Eoangelische. 2 St. Evan-

gelium des Matthaeus bezw. Lukas nebst synopti- schen Parallelen. Unterscheidungslehren. Luthers Leben. Wiederholung des Katechismus und des alten Testaments. Lieder, Kirchenjahr.

C. A: Hochhuth. C. B: Spiefs.

b) Katholische. 2 St.(zusammen mit II 2 des R.-G.): Apologetik nach Wedewers Grund- rifs, 4. Auflage. Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 3 St. C. A u. B: Gelesen und erklärt wurden einige Balladen Goethes und Schillers. Schillers Jungfrau von Orleans, Wilhelm Tell, in C. B Wallensteins Lager, Dichter der Befreiungskriege, Prosastücke aus dem Lesebuch von Muff für II 2. Memoriert wurden: Schillers Lied von der Glocke, einzelne Verse aus der Jungfrau von Orleans und Wilhelm Tell, Dialog zwischen Rudenz und Attinghausen, Körners Aufruf, Schenkendorfs Frühlingsgruls an das Vaterland und Schillers Reiterlied aus Wallensteins Lager. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Anleitung zur. Abfassung von Aufsätzen durch praktische UÜbungen in Auffindung und Anordnung des Stoffes. Die wichtigsten Daten aus Schillers, Goethes und Lessings Leben.

Themata der Aufsätze in Coetus A:

1. Gedankengang der beiden ersten Bilder in SchillersLied von der Glocke.

2.Morgenstund hat Gold im Mund.(Eine Chrie.)

3. Wodurch hat England seine Weltstellung gewonnen?(Klassenarbeit.)

4. Gedankengang der zweiten Szene im 4. Auf- zug von SchillersWilhelm Tell.

5. Das Freseniusdenkmal in Wiesbaden.

6. Inwiefern enthalten die 2. u. 10. Szene des 2. Aktes in Schillers Jungfrau von Orleans Parallelhandlungen?

7. Wie äufsert sich das Schuldgefühl der Jung- frau von Orleans in ihrem zweiten Monlog? (Klassenarbeit.)

8. Die Königin Luise von Preufsen nach Ge- dichten von Heinrich von Kleist und Max von Schenkendorf.

9. De. dinitdehs Kaiserhoffnung bei Schenken-

orf.

10. Welche Vorteile bringt ein Flufs einer Landschaft?(Klassenarbeit.)

Hochhuth.

Themata der Aufsätze in Coetus B:

1. Welche gemeinsamen Züge ergeben sich aus der Vergleichung von SchillersDie Kraniche des lbykus und ChamissosDie Sonne bringt es an den Tag?

2. Die Beziehungen der Glocke zum Familien- leben(nach Schillers GedichtDas Lied von der Glocke).

3. Welchen Verlauf nahmen die Verhandlungen auf dem Rütli?(Klassenaufsatz.)

4. Welchen Vergleich bietenDer Sänger von Goethe undDes Sängers Fluch von Uhland?

5. Leben und Charakter des ersten Jägers in Wallensteins Lager.(Klassenaufsatz.)

6. Der Raub der Proserpina und die Trauer der Ceres frei nach Ovid erzählt.

2*½ 2