Jahrgang 
1903
Einzelbild herunterladen

2. Deutsche Sprache: 3 St. C. A: Lektüre des

Nibelungenliedes. Gudrun. Ausblick auf die höfische Epik und Lyrik. Inhalt des Parzival. Ausgewählté Gedichte Walters von der Vogel- weide. Ubersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaft- lichen Beziehungen zu den übrigen indogerma- nischen Sprachen. Schillers kulturhistorische Gedichte, Maria Stuart und Wallenstein; Goethes Hermann und Dorothea, Egmont. Herders Cid. Freie Vorträge. Wiederholung der in II 2 ge- lernten Gedichte und Zusammenstellung der episch-lyrischen Gedichte Uhlands. Dispositions- lehre und Poctik.

Themata der Aufsätze:

Geben ist Sache des Reichen.

Wie schildert uns der Richter in Goethes

Hermann und Dorothea die Wirkungen der

französischen Revolution?

3. a) Der Streit der beiden Königinnen nach seinen Ursachen und nach seinem Ver- laufe(Nibelungenlied). Klassenaufsatz.

b) Warum mufste es zwischen den beiden Königinnen im Nibelungenliede zum Streite kommen?(Klassenaufsatz.)

4. a) Welche Vorbereitngen trifft Athene, um den Odysseus in sein Eigentum einzu- führen?(Klassenaufsatz.)

b) Wie ehrt Eumäus seinen Gast? (Klassenaufsatz.)

5. Wodurch lälst die Exposition in Schillers

Piccolomini für Wallenstein das Schlimmste

befürchten?(Klassenaufsatz.)

Eine Herbstlandschaft.

a) Welche Gegenstände besingt Walter von der Vogelweide?

b) Erklärung seines GedichtesEinst und jetzt.(Klassenarbeit.)

8. Wie macht uns der Dichter beim Beginn der Handlung in Maria Stuart mit den Leiden der Königin bekannt? Spiefs. C. B: Lektüre des Nibelungenliedes, sowie

der Gudrun und ausgewählter Gedichte Walters

von der Vogelweide. Ausblick auf die nordischen

Sagen und die grolsen germanischen Sagen-

kreise, auf die höfische Epik und Lyrik. Inhalt

des Parzival. Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaft- lichen Beziehungen zu den anderen indogerma- nischen Sprachen. Schillers Wallenstein, Lessings

Minna von Barnhelm. Herders Cid. Einige

kulturhistorische Gedichte Schillers. Wieder-

holung früher gelernter Gedichte. Vorträge der

Schüler über gelesene Abschnitte. Dispositions- lehre.

-1

Themata der Aufsätze:

1. Welches sind die romantischen Züge in Schillers Jungfrau von Orleans?

2. Wodurch erweckt Siegfried bei seinem Auftreten in Worms unser besonderes Inter- esse?(Klassenaufsatz).

3. Inwiefern wird im Nibelungenliede die Untreue bestraft?

10

4. Der Angriff der Perser auf die Thermopylen (nach Herodot VII, 207 ff.).

Inwiefern bewahrt Cid seinem Könige gegen- über in allen Lebenslagen seine Vasallen- treue?(Nach Herders Cid).

6. Durch welche Gründe wird Buttler zum Abfall von Wallenstein bewogen?(Klassen- aufsatz).

Durch welche, edlen Eigenschaften bringt Schiller Max Piccolomini unserm Herzen näher?

Welche Bedeutung hat das 21. Buch der Odyssee für die Entwicklung der Handlung? (Klassenaufsatz). Adam.

t

1

9⁴

3. Lateinisch: 7 St. a) Prosaische Lektüre: 3 St.

Sallust, Bellum Catilinae. Livius XXI mit Aus- wahl. Cicero pro Archia und pro rege Deiotaro. UÜbungen im unvorbereiteten UÜbersetzen. Kurze Ausarbeitungen. C. A: Heil.

C. B: Selvers.

b) Poetische Lektüre: 2 St. Vergils Aeneis I, II u. IV mit Auswahl. Auswendiglernen einzelner Stellen. C. A: Wende.

C. B: Selvers.

c) Grammatik: 2 St. Stilistische und gram- matische Wiederholungen; alle 14 Tage ein Ex- temporale oder Exercitium.

C. A: Heil. C. B: Selvers.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre: 5. St. C. A:

a) prosaische: Auswahl aus Herodot. Xenophons Hellencia Buch I u. II. Kurze Ausarbeitungen. Zobel. b) poetische: Od. XIIIXXIV mit Auswahl. Auswendig gelernt wurde: XIII, 31 35, 236 49. XIV, 156 u. 157. XV, 54 u. 55. XVI, 186 189; 294. XVII, 300 327. XVIII. 130 137. XXI, 293 u. 294. Zobel.

C. B: a) prosaische: Lysias Reden VII, XII, XIII. XVI, XXI. XXV, XXXII. Herodot, Buch VI, VII, VIII. Extemporiert wurde aus Neno- phons Hellenica. Adam.

b) poetische: Homers Odysee XIIIXXIV. Auswendiglernen einzelner Stellen: XIII, 31 35, XIV, 8384, 228. XV. 6877. XVI. 211 u. 212. XVII, 322 u. 323. XIX, 13, 329 334, 360. XXI, 404 409. XXII, 372 374.

Adam.

Grammatik: 1 St. Meitere Einführung in die Syntax der Tempora und Modi, Lehre vom Infinitiv und Partizip. Alle 14 Tage in der Klasse eine schriftliche Ubersetzung aus dem Griechischen, abwechselnd mit einer Über- setzung ins Griechische. Vergleichung der lateinischen und griechischen Syntax.

C. A: Zobel. C. B: Adam.

5. Französisch: 3 St. a) Lektüre: C. A: Daudet,

Lettres de mon moulin. Scribe et Legouvé, Bataille de Damas. Sandeau. Mademoiselle de la Seiglière. Sprechübungen.