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langjährigen, treuen und erfolgreichen Dienste pesonderer Dank und Anerkennung ausgesprochen. Indem der Berichterstatter sich diesem Dank und dieser Anerkennung in voller, wenn auch weh- mütiger Teilnahme anschliefst, wünscht er dem scheidenden Amtsgenossen von ganzem Ilerzen einen freundlichen Lebensabend.
Durch Allerhöchsten Erlals vom 9. Mai wurde Professor Fritze anlälslich seines Aus— scheidens aus dem Amt der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen.
4. Die Pfingstferien dauerten vom 26. Mai bis 3. Juni.
5. Durch Verfügung vom 28. Mai wurde der Direktor ermächtigt, die sehr wertvolle Münzsammlung, die der Landgerichtsrat Düssell nebst Schrank dem Gymnasium letztwillig ver- macht hatte, anzunehmen.
6. Am 22. Juni inspizierte der Königl. Provinzial-Schulrat Herr Dr. Paehler die Anstalt und wohnte dem Unterricht in einigen Klassen bei.
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7. Vom 1. bis 7. Juli besuchte Herr Gymnasiallehrer Dr. Staaf aus Stockholm eine An-— zabhl von Unterrichtsstunden(Alte Sprachen in den oberen Klassen).
8. Der Nachmittagsunterricht wurde wegen groſser Hitze neunmal ausgesetzt.
9. Im Lauf des Sommersemesters wurde der wissenschaftliche Iilfslehrer Steubing als Oberlehrer an das Realgymnasium hier versetzt; durch Verf. v. 2. Juli wurde Oberlehrer Dr. Ph. Schäfer als Ersatz für Professor Fritze— an die Anstalt berufen. Nachdem die etatsmälsige wissenschaftliche Hilfslehrerstelle in eine Oberlehrerstelle verwandelt war, wurde diese dem wissen- schaftlichen flilfslehrer Unverzagt durch Verfügung vom 4. Juli mit Wirkung vom 1. April übertragen.
10. Vom 15. Juli ab bis zum Ende des Sommersemesters wurde Professor Wagen knecht wegen seiner geschwächten Gesundheit beurlaubt. Die Mitglieder des Seminars übernahmen die Ver-— tretung, da ein Mathematiker nicht zur Verfügung stand.
11. Durch Verfügung vom 25. Juli wurde die neugegründete Zeichenlehrerstelle dem Zeichen- lehrer Karl Schmidt übertragen. Durch Verfügung vom selben Tage wurde die Anstalt als „Wartestelle« für den zum=fliegenden« wissenschaftlichen Hilfslehrer ernannten Dr. Wilhelm Schmitthenner bestimmt.
12. Allerhöchstem Befehle entsprechend wurden 3 Exemplare von Wislicenus Deutsch- lands Seemacht sonst und jetzt-, 2. Aufl., an 3 Oberprimaner am 7. Oktober als Prämie verliehen.
13. Am 9. August, abends, ertrank beim Baden im offenen Rhein in der Nähe von Schier- stein der Oberprimaner Wilhelm Würsdörfer; wir betrauern den Verlust dieses hoffnungsvollen, praven Schülers und können nur bedauern, dafs dieser sonst so gehorsame und pflichttreue Schüler gegen das ausdrückliche Verbot der Schule im offenen Rhein badete, wobei er den Tod fand. Viel- lcicht darf man hoffen, dals dieser jähe Todesfall den übrigen Schülern zur Warnung dient.
14. Am 22. Oktober von 12 bis 1 Uhr fand in der Aula des Gymnasiums seitens des Herrn Professors Jouffret vom Lyceum in Marseille eine Vorlesung in französischer Sprache statt. Die Schüler der Klassen II,—IL., die zuvor von den Fachlehrern mit den ausgewählten Texten in geeigneter Weise bekannt gemacht waren, hatten sich nahezu vollzählig dazu eingefunden. Zum Vortrage kamen: die Weissagungsscene aus Racines Athalie, zwei Fabeln von la Fontaine, das be- kannte Lied Berangers les Hlirondelles, l'Expiation von V. Hugo und eine Scene aus Sandcaus Ma- demoiselle de la Seigliéère. Herr Jouffret verstand es, seine Zuhörer, Lehrer wie Schüler, zu fesseln. Der Zweck der Veranstaltung, das Interesse für das gesprochene Wort und für eine korrekte Aussprache zu wecken resp. zu erhöhen, wurde durchaus erreicht, wie das die zahlreichen phone- tischen Beobachtungen ergaben, welche die Schüler während der Vorlesung gemacht hatten und welche nachher den Gegenstand eingehender Besprechungen in der Klasse bildeten.
15. Nach einer Zuschrift des Ober-Iofmarschall-Amts Sr. Majestät des Kaisers und Königs vom 20. Januar ist dem Gymnasium zaus Anlafs des bevorstehenden Allerhöchsten Geburtstags- eine


