Jahrgang 
1901
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1. Religionslehre:

6 Geschichte und Erdkunde: 3 St. Deutsche

u. preufsische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Groſsen bis zur Gegenwart. Wiederholung früherer Abschnitte der branden- burgisch-preufsischen Geschichte. Wieder- holung der Erdkunde Europas. Elementare mathematische Erdkunde. In jedem Halbjahre eine deutsche Ausarbeitung.

C. A: Heymach.

C. B: Spamer.

7. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Die Lehre

von den Potenzen und Wurzeln. Definition des Logarithmus u. Rechnen mit fünfstelligen Logarithmen. Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbekannten und quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten.

b) Geometrie: Die Lehre von der Khnlichkeit. Berechnung des Kreisinhaltes und-umfanges. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. Tri- gonometrische Berechnungen des rechtwinkligen Dreiecks. C. A u. B: Bücheler.

8. Naturwissenschaft: 2 St. Magnetismus und

Elektrizität; die wichtigsten chemischen Er- scheinungen; Akustik und einige einfache Ab- schnitte aus der Optik. In jedem Halbjahr eine kurze deutsche Ausarbeitung.

C. A: Bücheler.

C. B: Wagenknecht.

Obertertia.

Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Mosheim Cötus B: Professor Dr. Thomae.

2 St. a) Eoangelische: Das Rèeich Gottes im neuen lestamente; Lesung entsprechender bibl. Abschnitte. Eingehend die Bergpredigt, auch Gleichnisse. Katechismus- unterricht; die Nachfolge Christi, die Gnaden- mittel, das Gebet; Lieder, Sprüche, Erklärung einiger Psalmen. Kirchenjahr. Reformations- feschichte im Anschlufs an ein Lebensbild Taoſheds und Melanchthons. Im Sommer: C. A u. B getrennt. Spiefs und Hochhuth. Im Winter: C. A u. B: Hochhuth.

b) Katholische. 2 St.(zusammen mit IIII des R.-G.): Das III. Hauptstück des Katechismus. Das Wichtigste aus der Kirchengeschichte nach Wedewers Grundriſs, 7. Aufl. Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 2 St. 10 häusliche oder

Klassenaufsätze.(Erzählungen, Beschreibungen. Schilderungen). In jedem Halbjahre eine kurze Ausarbeitung. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke aus Muffs Lesebuch für III1. Lektüre und Erklärung von Schillers Glocke I. Teil und Tell. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik im Anschlufs an die Lektüre. C. A: Koch. C. B: Thomae.

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3. Lateinisch: 7 St. Lektüre 4 St. Caesars bellum

Gallicum IVVII mit Auswahl. Tiroc. poet. mit Auswahl. C. A: Mosheim. C. B: Thomae.

Grammatik: 3 St. Wiederholung und Er- gänzung der Tempus- und Moduslehre. Ab- schlufs der Verbalsyntax in ihren Hauptregeln. Alle 8 Tage eine Ubersetzung ins Lateinische im Anschluſs an Caesar als Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit; alle 6 Wochen eine schrift- liche Übersetzung ins Deutsche. In jedem Halbjahr eine kurze deutsche Ausarbeitung.

C. A: Mosheim. C. B: Thomae.

4, Griechisch: 6 St. Die Yerba auf ν und die

St

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.Geschichte und Erdkunde:

wichtigsten unregelmäfsigen Verba des atti- schen Dialektes. Die Präpositionen eingeprägt. Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der III2. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschlufs an die Lektüre des Xenophon. Wörterlernen. Mündliche und schriftliche Übersetzungsübungen, teils Hausarbeiten, teils Klassenarbeiten im Anschluss an den Lesestoff. C. A: Koch. C. B: Zobel.

Lektüre: Xenophons Anabasis I und II mit Auswahl. Anleitung zur Vorbereitung. C. A: Koch. C. B: Zobel.

. Französisch: 3 St. C. A u. B: Ploetz-Kares,

UÜbungsbuch No. 1 48. Diktate. Extemporalien. Sprechübungen. C. A: Mosheim. C. B: Unverzagt.

3 St. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grolsen, insbesondere brandenburgisch-preufsische Ge- schichte. Wiederholung der physischen und politischen Erdkunde Deutschlands. Erdkunde der deutschen Kolonieen. In jedem Halbjahr eine kurze deutsche Ausarbeitung. C. A u. B: Thomae.

. Mathematik: 3 St. a) Arithmetik: Gleichungen

ersten Grades mit einer oder mehreren Unbe- kannten. Potenzen mit ganzzahligen Exponenten. Das Notwendigste über Wurzelgrölsen. b) Planimetrie: Kreislehre 2. Teil. Sätze über Flächengleichheit von Figuren. Berechnung der Eläche gradliniger Figuren. Anfangsgründe der Khnlichkeitslehre, GC. A u. B: Seipp.

Naturwissenschaft: 2 St. Im Sommer: Der

Mensch und seine Organe. Im Winter: Me- chanische Erscheinungen. Das Wichtigste aus der Wärmelehre. In jedem Halbjahr eine kurze deutsche Ausarbeitung.

C. A u. B: Seipp.

Zeichnen: 2 St. Zeichnen nach Körpergruppen,

Draht- und Gipsmodellen. Weitere Behandlung der griechischen Kunstformen. Schmidt.