Jahrgang 
1901
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Untersekunda.

Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Dr. Heymach.

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Cötus B: Professor Range.

Religionslehre: a) EFpangelische. 2 St. C. A:

Gelesen wurde das Evangelium nach Matthäus nebst synoptischen Parallelen. Wiederholung des Katechismus. Bibelkunde. Sprüche, Lieder, Psalmen, Kirchenjahr. Lebensbild Luthers. Unterscheidungslehren. Das alte Testament mit Auswahl. Spiefs.

C. B: Evangelium des Matthäus nebst syn- optischen Parallelen. Unterscheidungslehren. Luthers Leben. Wiederholung des Katechismus und des alten Testaments, Lieder, Kirchenjahr.

Hochhuth.

b) Katholische. 2 St.(zusammen mit II2 des R.-G.): Apologetik nach Wedewers Grundrils, 3. Auflage. Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 3 St. C. A u. B: Gelesen

und erklärt wurden einige Balladen Schillers, Goethes Hermann und Dorothea, Lessings Minna von Barnhelm. Schillers Jungfrau von Orleans, mehrere Prosastücke aus dem Lesebuch von Muff für II2. Memoriert wurden: Schillers Lied von der Glocke, 2. Teil, und die Kraniche des Ibykus, einzelne Stelle aus Schillers Jung- frau von Orleans und aus Goethes Hermann und Dorothea. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Anleitung zur Abfassung von Auf- sätzen durch praktische Ubungen in Auffindung und Anordnung des Stoffes. Vorträge über verschiedene Stoffe. Die wichtigsten Daten aus Schillers, Goethes und Lessings Leben. Die Hauptformen der Dichtung. Tropen und Figuren. Kurze deutsche Ausarbeitungen.

Themata der Aufsätze in Cötus A:

1. Welche Erinnerungen tauchen im Gedächt- nis Friedrichs des Grossen bei einem Rück- blick auf sein Leben auf?(Nach Geibels Sanssouci und FreytagsBilder aus der deutschen Vergangenheit.)

2. Welchen Segen hat die Erfindung der Buch- druckerkunst der Menschheit gebracht?

3. Was haben die preussischen Könige im 19. Jahrhundert zur Beseitigung sozialer Ungleichheiten gethan? Klassenaufsatz.

4. Der Charakter des Wirtes in LessingsMin- na von Barnhelm.

5. Franziska berichtet ihrem Bruder, dem Müller von Klein-Rammsdorf, ihre Erlebnisse in Berlin.(Nach LessingsMinna von Barn- helm.) Klassenaufsatz.

6. Wie hat Schiller schon im Prolog zur Jungfrau von Orleans unsere Teilnahme an der Heldin seines Dramas geweckt?

. Welche Ahnlichkeit zwischen der Jungfrau von Orleans und Kassandra fällt uns bei Schiller auf?

8. Inhalt des I. Gesanges von GoethesHermann und Dorothea. Klassenaufsatz.

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9. Die Unterredung der Wirtin mit Hermann unter dem Birnbaum.(Ausgeführte Dis- position.) Klassenarbeit. Hochhuth.

Themata der Aufsätze in Cötus B:

1. Welche Umstände dienen zur Erklärung der überlegenen Stellung Europas gegenüber den anderen Erdteilen?

2. Eine unterbrochene Aufführung im Theater zu Korinth.(Nach Schillers Kranichen des Ibykus.)

3. Durch welche Vorgänge wird im ersten Akte von Wilhelm Tell die Bedrängnis der Schweizer uns vor Augen geführt?(Klassen- arbeit.)

4. Welche verschiedenen Bestrebungen zur Be- freiung der Schweiz lassen sich in Schillers Wilhelm Tell unterscheiden?

. Worin unterscheidet sich die komische Wirkung im Auftreten des Wirts und Justs in Minna von Barnhelm?(Klassenarbeit.)

6. Charakteristik des Riccaut de la Marlinière.

7. Welchen Eindruck gewinnt man aus dem ersten Gesang von Hermann und Dorothea von dem Hauswesen und der Familie des Wirts?

. Wodurch erklärt sich die eigenartige Stellung der Johanna unter ihren Familienange- hörigen?(Nach dem Prolog.)(Klassenarbeit.)

9. Aus welchen Gründen stehen Talbot und Thibaut der göttlichen Sendung der Jung- frau von Orleans ungläubig gegenüber?

Spamer.

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3. Lateinisch: 7 St. Lektüre 4 St. C. A: Cicero

de imp. Cn. Pomp.; Livius XXI mit Auswahl. C. B: Cicero pro Deiotaro, pro Archia; Livius XXI mit Auswahl. C. Au B: Auswahl aus Tiroc. poet. Einige Stellen wurden memoriert. Grammatik: 3 St. Wiederholung der Lehre von den Casus, Tempora und Modi mit Erwei- terungen. Wöchentlich schriftliche Arbeiten, (Extemporalien, häusliche Exercitien, ober- setzungen ins Deutsche u. kurze Ausarbeitungen).

C ende.

C. B: Selvers.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre 4 St. a) prosaische:

Xenophons Anabasis III, IV und V mit Aus- wahl. C. A: Maurer. C. B: Range.

b) poetische: Homers Odyssee I-XII mit Auswahl. Auswendiglernen einzelner Stellen. C. A: Maurer. C. B: Range.

Grammatik: 2 St. Die Syntax des Nomens und die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Schriftliche Arbeiten: Extempo- ralien, häusliche Exercitien, Ubersetzungen ins Deutsche. C. A: Maurer.

C. B: Range.

5. Französisch: 3 St. C. A u. B: Ploetz-Kares,

Ubungsbuch 50 76. Diktate, Extemporalien, Sprechübungen. C. A: Heymach. C. B: Unverzagt.

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